6:9 - Patzer des TSV Heiligenrode hat Folgen

Tischtennis-Verbandsligist rutscht auf Relegationsplatz ab

Zweimal siegreich: Dennoch verlor Stefan Schulz mit Heiligenrode gegen Bovenden.

Heiligenrode - Schwerer Rückschlag für den TSV Heiligenrode im Abstiegskampf der Tischtennis-Verbandsliga der Herren: Mit 6:9 scheiterten Spitzenspieler Jan Mudroncek und Co. im Kellerduell am Bovender SV und rutschten so auf den ungeliebten Relegationsplatz ab.

Entsprechend fassungslos wirkte TSV-Kapitän Andre Meyer: „Es hätte alles passieren dürfen, nur keine Niederlage. Selbst mit einem Unentschieden hätten wir den BSV ja auf Distanz gehalten.“

Tja, hätte, hätte, Fahrradkette - wie einst ein SPD-Kanzlerkandidat philosophierte. Dabei war den Hausherren mit zwei gewonnenen Doppeln sogar ein prima Start geglückt, ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Vier Einzel setzte der TSV Heiligenrode nacheinander in den Sand, bevor Jan Grashoff mit einem Fünfsatz-Kraftakt gegen Arne Daebel zumindest einen vorzeitigen Knockout verhinderte.

Richtig gut sah es allerdings beim Stand von 3:5 natürlich trotzdem nicht aus - und kurz darauf kam es sogar noch schlimmer, da Meyer in vier Sätzen gegen Christian Wenzel den Kürzeren zog. Nun hieß es also aus Heiligenroder Sicht, Flagge zu zeigen, aber stattdessen hisste das Kreisteam eher die weiße Fahne. Insbesondere in Form von Spitzenspieler Mudroncek, der gegen Daniel Argut taktisch fast alles falsch machte, ständig viel zu lang aufschlug und so folgerichtig eine deutliche Dreisatz-Klatsche kassierte.

Und da Paarkreuzkollege Jens Oehlmann gegen Nils Hollung ebenfalls kein Bein an den Boden bekam, stand Heiligenrode endgültig mit dem Rücken zur Wand. Aber zumindest bewies das Kreis-Flaggschiff Moral und wehrte sich. In der „Mitte“ brillierten Routinier Stefan Schulz sowie André Nieber mit souveränen Dreisatzerfolgen, und an Position fünf glänzte Grashoff mit einem schneidigen Viersatztriumph über Wenzel.

Urplötzlich waren die Gastgeber also auf 6:8 heran und durften wenigstens wieder von einem Teilerfolg träumen. Doch Pustekuchen: Genau wie in seinem ersten Einzel blieb „Capitano“ Meyer auch gegen Daebel weit unter seinen Möglichkeiten, womit Heiligenrodes Schicksal endgültig besiegelt war. Eine Niederlage, an der Meyer sichtlich zu knabbern hatte: „Dieses 6:9 war völlig unnötig. Mindestens ein Spiel hätte im oberen Paarkreuz kommen müssen, und eigentlich muss ich zumindest Daebel packen. Jetzt befinden wir uns wieder komplett im tiefsten Abstiegssumpf.“  drö

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