Vor Habenhausen-Spiel: Baustellen Mittelfeld und Linksverteidiger

Brinkums Torhüter Pascal Wiewrodt ist zu gut für die Bank

Redouan Kaid
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Vielseitig einsetzbar: Redouan Kaid könnte für seinen Brinkumer SV links hinten oder in der Mittelfeldzentrale spielen.

Mike Gabel muss sich vor dem Spiel gegen den Habenhauser FV am Samstag einige Gedanken machen. Wie besetzt der Trainer die Mittelfeldzentrale des Brinkumer SV, wer spielt hinten links? Klar hingegen ist die Lage im Tor: Pascal Wiewrodt steht zwischen den Pfosten.

Brinkum – In der ganz großen Regel teilen Chefcoaches ihren Spielern mit, ob sie in der Startelf stehen oder eben nicht. Manchmal sind auch die Co-Trainer verantwortlich, oder die Fußballer erfahren es von ihren Teamkollegen. Unbeabsichtigt kann jemand dann jedoch auch mal von einem Reporter erfahren, dass der Coach auf ihn setzt. „Ach, wirklich?“, fragt Pascal Wiewrodt, als er durch letzteres Szenario informiert wird – um dann sofort in den Angriffsmodus zu schalten. „Ich werde da sein“, kündigt der Torwart des Brinkumer SV mit Blick auf die Bremen-Liga-Partie gegen den Habenhauser FV (Samstag/14.00 Uhr) an: „Dann kann ich mich beweisen.“

Eigentlich bezeichnet Mike Gabel Marcel Pfaar als die Nummer eins. Und doch betont der BSV-Coach immer wieder: „Wir haben eine Luxussituation. Pascal ist zu gut, um auf der Bank zu sitzen.“ So steht Wiewrodt vor seinem bereits vierten Saisoneinsatz im zehnten Spiel, und auch für das Duell mit dem SV Hemelingen am Mittwoch (19.30 Uhr) hat er gute Karten. Denn Pfaar erholt sich von einer Weisheitszahn-OP, seine Rückkehr ins Training ist unklar.

Wiewrodt freut sich über „geile Aktionen“ seines Konkurrenten Pfaar

„Es kann ja immer sein, dass etwas passiert, und dann muss man da sein“, findet Wiewrodt: „Ich werde natürlich nie weniger als 100 Prozent geben.“ Generell sei er „nie zufrieden, wenn ich auf der Bank sitze“, betont der 22-Jährige – und entspricht damit voll der Erwartungshaltung seines Trainers. „Keiner darf zufrieden sein, wenn er nicht spielt“, unterstreicht Gabel, „es ist aber wichtig, dass man das nicht in die Mannschaft bringt.“

Auch da trifft Wiewrodt mit seiner Einstellung ins Schwarze. „Natürlich unterstütze ich Marcel und freue mich, wenn er eine geile Aktion hat“, berichtet er: „Und ich habe den Eindruck, das ist andersrum genauso.“

Die Stimmung am Brunnenweg ist blendend, das war auch beim „Superwumms“ unter der Woche zu spüren. „Es gibt keine Grüppchenbildung, jeder kommt mit jedem klar“, gewährt Neuzugang Wiewrodt Einblick.

Das ist nicht ganz unwichtig für die Leistungen auf dem Platz, auch gegen Habenhausen will Gabel eine ähnlich „griffige“ Leistung sehen wie gegen Vatan zuletzt (3:0). Was auf den BSV zukommt, weiß er – wegen eines Trainerwechsels beim HFV – aber nicht so recht.

Kaid kann alles – aber wird er auch rechtzeitig fit?

Ähnlich ungewiss ist derzeit die Brinkumer Startformation. Dennis Janssen (Leistenprobleme), Jannik Bender (privat verhindert) und Michael Yeboah (Knieprobleme) fallen aus. Hyoungbin Park (Leistenprobleme) und Redouan Kaid (krank) sind angeschlagen. „Ich hoffe, dass sie spielen können“, sagt Gabel und schmunzelt: „Ansonsten klingelt bei Jannik wieder das Telefon.“ Denn die Mittelfeldzentrale ist nach wie vor die größte Baustelle. Esin Demirkapi zeigte gegen Vatan auf dieser Position eine starke Leistung, der Innenverteidiger könnte erneut im Mittelfeld beginnen.

Auch hinten links drückt durch das Fehlen von Nicolai Gräpler (Urlaub) und Ali Hazime (Zehenbruch) der Schuh, einer der beiden Rechtsverteidiger Paul Niefer und Richard Mc Mensah Quarshie kommt für einen Seitenwechel infrage. Auch Allzweckwaffe Kaid, „mein neuer Julius Rahmig“ (Gabel), ist eine Option – wenn er denn rechtzeitig fit wird.

Zumindest die Torhüterposition steht ja fest. „Jeder ist voll fokussiert“, unterstreicht Wiewrodt mit Blick auf die Favoritenrolle des BSV: „Wir brauchen eine bessere Chancenverwertung, und ich will hinten meine Null halten, dann bin ich zufrieden.“

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