4:1 – Kosenkows Doppelpack in Hollage / Rehden tut sich eine Halbzeit schwer

Papa Paul beschenkt die kleine Mila mit zwei Toren

Kreis-Diepholz - Aus Hollage berichtetArne FlüggeHOLLAGE · Für Paul Kosenkow war es eine perfekte Woche. Am Mittwoch kam Töchterchen Mila zur Welt. Mutter und Kind geht es bestens. „Sie sind auch schon wieder zu Hause“, strahlte der Stürmer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden. Verständlich, dass er es nach dem 4:1 (1:1)-Sieg seiner Mannschaft in der Quali-Runde zum NFV-Pokal bei Landesligist Blau-Weiß Hollage eilig hatte, zu seiner Familie zu kommen. Im Gepäck: zwei Tore gegen Hollage, „die ich Mila schenken werde“.

Der Einzug ins Achtelfinale des NFV-Pokals, in dem der BSV Rehden auf den Sieger aus der Partie zwischen dem SSV Jeddeloh und dem BV Cloppenburg trifft, stand allerdings 45 Minuten lang auf wackligen Beinen. „Wir haben uns schwer getan“, räumte Kosenkow ein.

Dabei war zunächst alles nach Plan gelaufen. Viktor Pekrul brachte Rehden bereits nach sieben Minuten mit einem Freistoß-Schlenzer aus 20 Metern mit 1:0 in Führung. „Ein optimaler Start“, fand Trainer Predrag Uzelac, der dann aber mit ansehen musste, wie seine Mannschaft den Gegner durch individuelle Fehler aufbaute, im Spiel nach vorn selbst kaum noch etwas zustande brachte. „Ich habe in der ersten Halbzeit keine Chance mehr von uns gesehen“, monierte Uzelac das fehlende Durchsetzungsvermögen im Angriff, „wir hatten viel zu wenig Bewegung bei Ballbesitz und haben das Spiel nicht schnell gemacht.“

Rehden fehlte der Ballverteiler im Mittelfeld, die Schaltzentrale. Allerdings gab es vorn auch zu wenig Anspielstationen, weil die Automatismen wie Laufwege und Zusammenspiel noch nicht richtig griffen. Zudem verlor der Gast nun auch in der Defensive häufiger die Ordnung. Max Tolischus bestrafte das per Kopfball zum 1:1 (35.) – und Andreas Boll, Trainer von Rehdens Regionalliga-Auftaktgegner VfB Oldenburg am Sonntag, dürfte als Zaungast von der Leistung des BSV Rehden wenig beeindruckt gewesen sein. BSV-Coach Uzelac jedenfalls war sauer: „Es ist mir teilweise ein Rätsel. Ich habe die Fehler schon 100 Mal angesprochen, doch bei einigen scheint das noch nicht angekommen zu sein.“

Uzelac reagierte, brachte für Alexander Burgardt Christian Hegerfeld, um mehr Dampf über die linke Seite zu entwickeln. Zudem wechselte er Spielmacher Willian Costa ein. Danny Arend, für den Stürmer Marcus Storey weichen musste, ging in die Spitze. Und der Schachzug des Trainers ging auf. In Costa hatte Rehden nun den Ballverteiler, der noch in den ersten 45 Minuten gefehlt hatte. Mit einem Zauberpass bediente der Mittelfeld-Floh zunächst Danny Arend, der zum 2:1 traf (50.), sechs Minuten später steckte Costa glänzend auf Kosenkow durch – 3:1. Auch beim 4:1 (77.) durch Kosenkow war Costa Ausgangspunkt gewesen und avancierte damit endgültig zum Matchwinner in einer Partie, in der Rehden einen möglichen Kantersieg verpasste, weil noch viele glasklare Chancen versiebt wurden.

Dennoch war Trainer Uzelac halbwegs versöhnt, „weil wir uns im Gegensatz zur ersten Halbzeit diese Chancen dann erspielt haben, weil wir deutlich besser und mehr in Bewegung waren“.

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