SG Diepholz verliert in Twistringen mit 1:2

Pallentiens Patzer der Anfang vom Ende

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Torschütze und Vorbereiter beim 2:1-Sieg gegen Diepholz: Twistringens Niklas Hiller.

Twistringen - Aufatmen beim SC Twistringen, Frust bei der SG Diepholz: In einem kampfbetonten Spiel der Fußball-Bezirksliga setzten sich die Twistringer am Samstagabend mit 2:1 (1:0) durch und zeigten sich gegenüber der Vorwoche von der 0:7-Klatsche in Eilvese einigermaßen erholt. „Die Mannschaft hat die richtige Antwort gegeben. Wenn das dann noch mit drei Punkten belohnt wird, ist das umso besser“, freute sich SCT-Trainer Stefan Müller. Sein Kollege Jörg Behrens hingegen war so ziemlich bedient. Er musste gleich sechs Stammspieler ersetzen und – wieder einmal – eine völlig neu zusammengewürfelte Mannschaft stellen. „Das ist schon frustrierend und deprimierend. Die Leute, die gefehlt haben, können wir einfach nicht ersetzen“, haderte „Jockel“. Und Besserung scheint noch nicht in Sicht. Behrens: „Ich hoffe, dass wir bis Ende September endlich mit voller Kraft antreten können.“ Bis dahin müssen sich die Diepholzer noch über Wasser halten.

Die Anfangsphase des Spiels gehörte den Gastgebern, die gleich zu Beginn zwei richtig gute Möglichkeiten hatten. Zuerst stand Julian Fuhrmann blank vor SGD-Keper Jonas Menck, brachte den Ball aber nicht im Tor unter (2.), ehe Niklas Hiller nur die Latte traf (8.). Das hätte sich fast gerächt: In der 35. Minute sprintere Florian Scharnitzky Hauke Neubert davon, scheiterte aber an SCT-Keeper Mark Schultalbers. „Da haben wir Riesenglück gehabt“, pustete SCT-Trainer Müller tief durch.

Auf der anderen Seite nutzten die Twistringer kurz vor dem Wechsel ein Diepholzer Geschenk zum 1:0 aus. SGD-Routinier Marc Pallentien wollte den Ball von hinten herausspielen, Fuhrmann luchste ihm die Kugel ab, passte quer zu Niklas Hiller, der eiskalt abschloss (41.). „Wir wussten, dass Marc die Bälle nicht einfach nur rausbolzt“, grinste Müller, dessen Taktik, draufzugehen, aufging. Kollege Behrens indes war geschockt. „So ein Ding ist eigentlich der helle Wahnsinn. Den hätte Palle auch gleich selber reinschießen können“, grollte der 35-Jährige.

Nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff erhellte sich die Miene des Diepholzer Trainers aber wieder ein wenig. Nach einem Eckball der Diepholzer kam Halil Akbas zum Abschluss, der Ball wurde von Danny Lange noch leicht abgefälscht und landete im Twistringer Netz – 1:1 (47.). „Das war genau das, was wir unbedingt verhindern wollten“, ärgerte sich Stefan Müller. War das der Anfang der Wende? Nein! Denn den Diepholzern fiel nicht viel ein, auf der anderen Seite zeigten die Hausherren nun auch ihre starke kämpferische Seite – und setzten immer wieder Nadelstiche. So in der 62. Minute: Nach einem Zuspiel von Timo Hiller passte Niklas Hiller nach außen zu Fuhrmann, der noch ein paar Schritte ging und schließlich Menck im Diepholzer Tor keine Chance ließ – 2:1. „Das haben wir ganz schlecht verteidigt“, ärgerte sich Diepholz-Trainer Behrens. Mit dem Mute der Verzweiflung versuchten die Gäste nun alles, kreierten aber keine Chancen und hatten Glück, dass Twistringen seine Konter nicht effektiv zuende brachte.

 flü

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