Rabenschwarzer Tag für SCT-Angreifer beim 1:3 gegen Heeßel

Pallentien: „Wäre ich doch im Bett geblieben“

Matthias Aust (Mitte) war einer der besten Twistringer, schoss auch ein Tor, doch am Ende gab’s ein 1:3 gegen Heeßel.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannTWISTRINGEN · Im Kabinengang ließ Twistringens Trainer Uwe Küpker seiner Enttäuschung freien Lauf: „Wir sind einfach zu lieb und nett – anstatt auch mal hinzulangen, um einen Angriff des Gegners zu unterbinden.

Auch die Körpersprache gefällt mir nicht. Nach Rückständen gehen die Köpfe zu schnell runter.“ Dabei hatte der SC Twistringen beim 1:3 (0:1) in der Fußball-Bezirksoberliga gegen den Tabellendritten Heeßeler SV gar nicht schlecht ausgesehen, hätte einen Punkt verdient gehabt.

Aber eben dieser Konjunktiv ging unter anderem Neuzugang und Co-Trainer Marc Pallentien auf die Nerven: „Das hören wir doch schon seit Wochen, wie gut wir mitgehalten haben. Aber Punkte gibt’s dafür nicht. Und die brauchen wir jetzt ganz dringend.“

„Palle“ selbst hätte viel dazu beitragen können, um Twistringen in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. In der 30. und 51. Minute tauchte der Ex-Rehdener völlig frei vorm Heeßeler Kasten auf, brachte aber das Kunsttstück fertig, den Ball erst vorbeizuschießen und später an den Pfosten zu köpfen. Damit nicht genug: In der 36. Minute hielt er den Kopf in einen Schuss von Mateusz Duraj, fälschte die Kugel damit derart unglücklich ab, dass der Heeßeler das 1:0 bejubeln durfte. Und kurz nach dem Pfostenkopfball verletzte sich Pallentien auch noch an der Hand . . . Sein passender Kommentar: „Ich wäre heute wohl besser im Bett geblieben.“

Aber wie gesagt: Es war dennoch mehr für Twistringen drin. Unter anderem auch deshalb, weil Nils Kummer den SVH-Torjäger Mark Wielitzka gut kontrollierte, und zudem Jan-Hendrik Schwirz den ansonst starken Patrick Heldt fast neutralisierte. In der neu formierten Deckung lieferte obendrein „Not-Libero“ Varuschan Chudawerdjan eine ordentliche Partie ab.

Und so war das 1:1 (57.) durch den im Mittelfeld unermüdlich rackernden Matthias Aust (zuvor Traumpass des insgesamt schwachen Michael Geisler) sogar als verdient anzusehen.

Doch dann versetzte sich der SCT wieder selbst einen Schlag in die Magengrube. Nach Pass in die Spitze rasselten SCT-Keeper Markus Norrenbrock und Irfan Akan zusammen, der Ball kullerte zu Amany Malayer, der auf seine Art danke sagt – 2:1 (61.). Und auch das 3:1 (68.) durch einen trockenen 16-Meter-Schuss von Michael Duraj hätte, ginge es nach Küpker, nicht fallen dürfen: „Der Duraj spielt vier von unseren Leuten aus. Da muss eben einer mal vor dem Schuss hinlangen und ihn stören.“ Womit Küpker wieder beim Thema „lieb und nett“ war.

Aber wie ist den Twistringern, die auf einem Abstiegsplatz stehen, denn nun zu helfen? Vielleicht mit der Rückkehr des erfahrenen Abwehr-Personals Stefan Rosenthal, Dennis Müller (beide noch gesperrt) und Oliver Schröder (verletzt). Küpker jedenfalls kündigte an, gerade in diesem Mannschaftsteil Hand anzulegen, um eine Formation einzuspielen, die auch regelmäßig am Training teilnehmen kann. Hinzu kommt die Hoffnung, dass „Palle“ vorn auch wieder bessere Tage angeboten werden.

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