SPORTLERWAHL SPEZIAL Routinier fehlt in langer Karriere ein richtiger Titel

Pallentien würde gern mit Barnstorfer SV aufsteigen

Marc Pallentien (r.) umkurvt Hoyas Lars Mrowczynski.
+
Szene aus der Bezirksliga-Saison 2016/2017: Marc Pallentien (r.), hier noch im Trikot der SG Diepholz, behauptete sich gegen Hoyas Lars Mrowczynski. Die Kreisstädter gewannen die Auswärtsbegegnung mit 2:0.

Marc Pallentien vom Kreisligisten Barnstorfer SV hat in seiner langen Fußball-Karriere viel erlebt, doch ein richtiger Titel fehlt ihm noch. Der Routinier würde gern mit dem BSV aufsteigen.

  • Sportler-Gala am 13. Februar 2009 in Syke absolutes Highlight.
  • Damalige Poker-Runde bei Manuel Meyer Pflichtveranstaltung.
  • 47-Jähriger sagt: „Training ist das A und O

Barnstorf – Fast 40 Jahre spielt Marc Pallentien nun schon Fußball in den verschiedensten Vereinen, hat Höhen und Tiefen erlebt. An den 13. Februar 2009 denkt der gebürtige Wilhelmshavener gern zurück, denn an diesem Tag wurde er in den Räumen der Sparkasse Syke zum „Sportler des Jahres 2008“ gekürt. Als damaliger Stürmer des BSV Rehden hatte er sich mit 14 766 Punkten vor dem Triathleten Andreas Reinert (SC Weyhe – 13 798 Zähler) durchgesetzt. Pallentien ist die Gala-Veranstaltung in Erinnerung geblieben: „Das war schon ein Highlight.“ Damals fiel er fast aus allen Wolken, sagte: „Ich bin total überwältigt, das ist ein Hammer. Als ich meinen Namen gehört habe, wäre ich fast vom Stuhl gefallen.“

Mit 35 Jahren wurde „Palle“ für die Wahl zum Sportler des Jahres nominiert, in dieser Zeit sorgte der „Knipser“ beim BSV Rehden für Furore, war in der Saison 2007/2008 mit 17 „Buden“ zweitbester Torschütze in der Oberliga Niedersachsen West. Sein damaliger Trainer: Ex-Profi Marek Lesniak. „Das war eine schöne Zeit mit Marek. Jeden Dienstag haben Marek, sein Sohn Wojciech, Manuel Meyer und ich nach dem Training bei ,Manu’ in der Rehdener Wohnung gepokert. Das war eine Pflichtveranstaltung“, schmunzelt der 47-Jährige.

Aber auch an die fünf Jahre bei BW Lohne denkt der Stürmer gern zurück, denn die Südoldenburger spielten daheim vor knapp 1000 Zuschauern gegen den VfL Wolfsburg II, SV Meppen und Hannover 96 II. Und bei seinem zweijährigen Abstecher zum VfL Oythe stimmte besonders die Kameradschaft.

Pallentien erzielte als klassischer Mittelstürmer zahlreiche Tore in den unterschiedlichsten Klassen. Er selbst betont: „Ich habe den nötigen Riecher.“ Den 1,83 Meter großen Fußballer zeichnet seine Kopfballstärke aus: „Das Timing passt.“ Noch heute wuchtet der Routinier bei Standardsituationen den Ball mit dem Kopf ins Tor, hat nichts verlernt.

Und seit wann spielt der Bayern-Fan in der Abwehrkette? „Palle“ muss nicht lange überlegen: In der Serie 2009/2010 setzte Uwe Küpker, Trainer beim damaligen Landesligisten SC Twistringen, ihn als Libero ein. Auf dieser Position kamen seine Kopfballstärke und Übersicht zum Tragen. Vorn lief´s mit Sturmpartner Michael Geisler dagegen nicht rund. Noch heute zählt Pallentien beim Barnstorfer SV, Spitzenreiter der Kreisliga Süd, als Innenverteidiger zu den Leistungsträgern. Bis auf einen Bruch der linken Hand und einem Meniskusriss im rechten Knie blieb er von größeren Verletzungspausen verschont.

Unter Trainer Jörg Behrens macht es Spaß

Wenn der in Diepholz lebende Routinier seine Fußball-Karriere Revue passieren lässt, stellt er fest: „Ein richtiger Titel fehlt mir noch.“ Das soll sich ändern: „Ich würde gern noch mit dem Barnstorfer SV in die Bezirksliga aufsteigen.“ Ans Aufhören denkt der Industriekaufmann noch nicht: „Es macht mir unter Trainer Jörg Behrens viel Spaß, ich halte mit den jüngeren Spielern noch mit.“ BSV-Coach „Jockel“ Behrens nennt Stärken seines Führungsspielers und Co-Trainers: „Kopfballspiel, Technik und Ehrgeiz passen – ,Palle’ lebt quasi den Fußball. Wir sind Kumpels, ich kann mich komplett auf ihn verlassen.“

Der zweite Lockdown mit etlichen Einschränkungen passt Pallentien nicht: „Ich kann nicht viel machen. Fußball und das gesellschaftliche Miteinander fehlen mir total.“ Auf die faule Haut legt er sich trotzdem nicht, denn er weiß: „Training ist das A und O.“ Aus diesem Grund läuft er acht bis zehn Kilometer mehrmals in der Woche, geht außerdem gern mit seiner langjährigen Freundin Verena Heckert spazieren und fährt mit dem Rad. Seine Erkenntnis: „Ich fühle mich danach besser.“

Der ehrgeizige Fußballer hofft, dass die Saison Ende Februar fortgesetzt wird und er mit dem Barnstorfer SV den Aufstieg feiern kann.

Steckbrief

Name: Marc Pallentien

Alter: 47 Jahre

Wohnort: Diepholz

Beruf: Industriekaufmann

Größte sportliche Erfolge: In der Saison 2002/03 mit 20 Treffern Torschützenkönig in der Fußball-Niedersachsenliga West mit BW Lohne, am 31. August 2003 DFB-Pokalspiel mit dem BSV Rehden gegen den TSV 1860 München

Vereinsstationen: PSV Wilhelmshaven, TuS Sulingen, Barnstorfer SV, BW Lohne, BSV Rehden, SC Twistringen, VfL Oythe, TuS Wagenfeld, SG Diepholz, Barnstorfer SV

Aktueller Verein: Barnstorfer SV

Privates: Seit 17 Jahren liiert mit Verena Heckert

Auch mit 47 Jahren noch mit Ehrgeiz dabei: Routinier Marc Pallentien vom Barnstorfer SV.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Antifa-Demo gegen rechte Gewalt zieht durch Syke

Antifa-Demo gegen rechte Gewalt zieht durch Syke

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Meistgelesene Artikel

Die vielen Jobs des Michael Schulz: Möbelverkäufer, Reporter, Spielerberater

Die vielen Jobs des Michael Schulz: Möbelverkäufer, Reporter, Spielerberater

Die vielen Jobs des Michael Schulz: Möbelverkäufer, Reporter, Spielerberater
Brinkums Manager Jörg Bender erwägt rechtliche Schritte

Brinkums Manager Jörg Bender erwägt rechtliche Schritte

Brinkums Manager Jörg Bender erwägt rechtliche Schritte
Im Mai wird über den „Württemberg-Cup“ entschieden

Im Mai wird über den „Württemberg-Cup“ entschieden

Im Mai wird über den „Württemberg-Cup“ entschieden
Michael Schulz redet über seine Profi-Vereine, speziell den SV Werder, sowie Titelseuche und Frisur

Michael Schulz redet über seine Profi-Vereine, speziell den SV Werder, sowie Titelseuche und Frisur

Michael Schulz redet über seine Profi-Vereine, speziell den SV Werder, sowie Titelseuche und Frisur

Kommentare