HSG Barnstorf/Diepholz siegt in Sandkrug und erobert sich die Spitze zurück

Palevicius als Zupacker, Srederis als Shooter – 33:28

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Nicht hundertprozentig fit, dafür aber motiviert: Barnstorfs Mannschaftskapitän Nils Mosel steuerte an alter Wirkungsstätte fünf Tore zum 33:28-Erfolg bei. ·

Barnstorf - Konsequente Abwehrarbeit, konzentrierte Abschlüsse im Angriff – das waren die Zutaten des Erfolgsrezepts, mit dem die Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz am Samstag die Tabellenspitze der Oberliga zurückeroberten. Denn kurz vor dem 33:28 (16:13)-Triumph der HSG bei der TSG Hatten-Sandkrug spuckte der TV Bissendorf-Holte dem bisherigen Primus SG Achim/Baden in dessen eigener Halle in die Suppe. „Wenn wir jetzt nächste Woche in Bützfleth gewinnen, haben wir danach zu Hause gegen Achim ein echtes Topspiel“, freute sich HSG-Trainer Mario Mohrland schon kurz nach dem Abpfiff auf die nächsten Schritte.

Weil Bissendorf-Holte die SG mit 24:23 niedergerungen und die HSG ein um mehr als 30 Treffer besseres Torverhältnis aufwies, ist Mohrlands Team nun wieder der Gejagte. „Es wird spannender“, weiß auch der Trainer.

Auch bei der TSG ging es anfangs vor knapp 200 Zuschauern eng zu: Nach einer Auftaktführung gerieten die Gäste erst mit 1:3 in Rückstand, ehe Nils Mosel zum 3:3 (9.) ausglich. Nach 13 Minuten stand dann wieder eine HSG-Führung zu Buche (8:7), Mitte der ersten Hälfte hatte sich Barnstorf/Diepholz auf 11:7 abgesetzt. Nur beim „kleinen Einbruch“ bis zum 13:12 wurde Mohrland nervös, doch bis zur Pause hatte sein Team wieder einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeschossen. „Unsere Deckung hat gut funktioniert – vor allem dank Laurynas Palevicius in der Mitte“, lobte Mohrland. „Und vorn hatten wir wenig Fehlversuche.“ Dort taten sich vor allem Arunas Srederis und Marius Kasmauskas hervor, die jeweils neun Mal trafen.

Selbst die Zwei-Minuten-Strafe gegen Kasmauskas kurz vor der Halbzeit steckte die HSG weg – und wie! In Unterzahl baute sie den Vorsprung nach dem Seitenwechsel auf 20:14 aus. „Das lag auch daran, dass wir in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben und die Mannschaft die Gelegenheit beim Schopfe packen wollte, hier zu gewinnen“, schilderte Mohrland.

Torwart Donatas Biras gab der Hintermannschaft mit einigen Paraden weitere Sicherheit, und Rechtsaußen Nils Mosel trieb die Mannschaft an seiner alten Wirkungsstätte trotz Oberschenkel-Beschwerden und grippalen Infekts an. In die Schlussviertelstunde ging der neue Spitzenreiter mit einem komfortablen Sechs-Tore-Polster (26:20/44.), und danach ließen sich die Gäste nicht mehr vom Kurs abbringen. „Bis zum Schluss ging die Partie mit diesem Abstand so weiter“, beschrieb Mohrland das muntere Scheibenschießen. Beim 30:24 (52.) war schon fast die Vorentscheidung gefallen, Manuel Pauli kam für Biras zwischen die Pfosten und fügte sich nahtlos ins funktionierende Kollektiv ein – daran konnte auch Hattens Linksaußen Tim Winkelmann mit seinen am Ende acht Toren als bester Werfer der Gastgeber nichts mehr ändern.

Ungewohnt wenig Beute machte diesmal mit zwei Treffern Barnstorfs Andrius Gervé, doch gegen diese „Schränke in der Abwehr“ (O-Ton Mario Mohrland) kam der Kreisläufer kaum durch. Selbst vom Punkt blieb dem sicheren Siebenmeterschützen kein Treffer vergönnt – denn kurioserweise bekam seine Mannschaft keinen einzigen Strafwurf zugesprochen. · ck

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