Oldie Schröder stürmt lieber gegen Viererketten – und hilft daher gern der „Ersten“

Ohne Manndecker ist es für „Niki“ auch mal wieder schön

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Hier kam Jan-Christian Schröder einen Schritt zu spät gegen Burgs Keeper Rouhollah Ghodi. Doch es reichte auch so für zwei Tore der Altherren-Leihgabe.

Melchiorshausen - Es war ein schönes Wochenende für Jan-Christian Schröder. „Werder hatte gewonnen, abends zuvor unsere Alten Herren ebenso – und dann noch unsere Erste.

Das haben wir schön gemütlich beim Griechen ausklingen lassen“, verriet der Matchwinner des TSV Melchiorshausen, der dem Landesligisten mit zwei Joker-Toren zum 3:2-Sieg gegen den 1. FC Burg verhalf. Und das im zarten Alter von 36 Jahren! „Es hat wieder Spaß gemacht“, grinste der Routinier, der sich eigentlich schon vor zwei Jahren vom Leistungsfußball verabschiedet hatte. Eigentlich.

Damals bildete „Niki“ mit einigen Erstherren-Kollegen wie Nico Tettenborn, Marco Licht und Nils Ruscher Melchiorshausens neue Ü32-Mannschaft. Und natürlich mit Jan Schmötzer. „Wir zwei haben unser gesamtes Fußballer-Leben zusammen verbracht“, schildert der Geschäftsführer einer Photovoltaik- und Elektromobilitätsfirma.

Beide spielten zusammen beim TuS Syke und beim TV Stuhr, doch in Melchiorshausen fühlten sie sich am wohlsten. Seit acht Jahren stürmt Schröder wieder für die Blau-Weißen. Falls nicht, muss schon etwas Gravierendes dazwischengekommen sein. Mit seinen Geschäftsreisen lassen sich die Fußballtermine verbinden, doch die Zwangspause nach seiner Fuß-OP „tat mir schon in der Seele weh. Im Januar wurde ich operiert, seit September spiele ich erst wieder.“ Für die Ü32, wo er in den ersten Wochen nach seinem Rückzug aus dem Herrenbereich schon gelegentlich ins Grübeln gekommen war. „Ich dachte manchmal, dass ich vielleicht doch zu früh aufgehört habe.“ Die Halbzeitpause nach 30 und der Abpfiff nach 60 Minuten waren da noch nicht mal das Schlimmste, „aber es macht halt mehr Spaß, als Angreifer gegen eine Viererkette zu spielen – und nicht gegen Libero und Manndecker“, gesteht der Brinkumer schmunzelnd. Auch deshalb sagte er in den vergangenen zwei Jahren nicht Nein, wenn im Landesliga-Team Not am Mann war.

Also kam ihm auch der Anruf von Wilco Freund am Donnerstagabend nicht gerade ungelegen. Der Trainer bat „Niki“, für Samstag gegen Burg auszuhelfen, weil sich Lars Behrens verletzt hatte. „Latte ist übrigens noch älter als ich“, stellt der fast 37-Jährige klar, dass er in der Kabine nicht als Opa angesehen wird. Er selbst merkt hingegen schon, dass sich mit den Jahren einiges verändert hat: „Wir Alten Herren trainieren ja parallel mit der Ersten – das sind schon andere Einheiten als früher, mit viel mehr Elementen.“ Das Spiel sei heute technisch viel anspruchsvoller. „Ich habe den Eindruck, dass es bei uns früher mehr auf Kampf und das Körperbetonte ankam.“

Davon könnten sich die jüngeren Akteure wiederum einiges bei „Niki“ abgucken. Die nötige Verdrängung hat sich der Kraftklotz bewahrt, wie er am Samstag bei seinem Marsch durch Burgs Abwehrreihen und dem Tor zum 2:2 bewies. Auch bei seinem Kopfball zum Siegtreffer hielt er die Gegner auf Distanz.

Er kann es also noch. Und falls Freund ihn mal wieder braucht, „mache ich das gerne“. Auf jeden Fall bei Heimspielen, notfalls auch auswärts auf Kunstrasen. „Aber diesen Untergrund spürt man in meinem Alter hinterher dann doch schon…“

ck

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