Ex-Torschützenkönig wechselt nach Rehden

Özkan weckt Hoffnungen

Ein klassischer Mittelstürmer: Cüneyt Özkan. ·

Kreis-Diepholz - REHDEN · Ein Torjäger von gehobenem Oberliga-Format hat dem BSV Rehden in dieser Saison gefehlt. Zum Teil war die Verzweiflung sogar so groß, dass sich Manuel Meyer in vorderster Front austoben durfte.

Tatsächlich ist der Innenverteidiger momentan auch bester BSV-Torschütze, bringt es immerhin auf neun Treffer. Doch den Rehdener Ansprüchen genügt das nicht. „Wir haben vorne ein Vakuum“, gibt Teammanager Heiner Bünte zu.

Dieses auszufüllen ist in der kommenden Saison die Aufgabe von Cüneyt Özkan. Der heute 29-Jährige war im Sommer 2009 mit der Empfehlung von 30 Oberliga-Toren vom VfL Oldenburg zu seinem Stammverein SV Meppen zurückgekehrt. In der laufenden Saison riss er sich jedoch das Kreuzband an und steht erst seit der Rückrunde wieder auf dem Platz. In 17 Einsätzen schoss Özkan sechs Tore für den Oberliga-Spitzenreiter, der nun einer Vertragsauflösung zustimmte. Der BSV Rehden baut offenbar darauf, dass der Rechtsfüßer zu seiner alten Stärke zurückfindet.

„Er ist jemand, der Tore macht. Mit ihm sind Hoffnungen verbunden“, sagt Jürgen Stoffregen, neuer Trainer des BSV Rehden ab dem 1. Juli – schränkt jedoch auch ein: „Der Heilsbringer ist er nicht. Özkan ist sicher nicht der Typ Stürmer, der von der Mittellinie losläuft und sechs Mann umdribbelt. Die Mannschaft muss ihm die Bälle schon nach vorne bringen.“ Als Ex-Coach des TSV Havelse hat Stoffregen den Deutschtürken zu Torschützenkönigszeiten beim VfL Oldenburg als Gegner kennengelernt.

Der klassische Mittelstürmer (1,89 m, 90 kg), an dem der BSV schon im vergangenen Jahr interessiert war und der nun auch beruflich in Rehden unterkommt, soll das Angreiferangebot ergänzen – und nicht sprengen. Laut Teammanager Bünte trenne der BSV sich „von keinem Stürmer“. Eher bekämen Mehmet Koc (sieben Saisontore) und Benjamin Belka (fünf) noch einen Mann an die Seite gestellt, „aber nicht noch so einen Hochkaräter. Außer uns läuft noch einer zu.“

Gerade Mehmet Koc soll sich von dem Transfer offenbar nicht auf den Schlips getreten fühlen. „Mit Mehmet hat das nichts zu tun, er ist eher der Vorbereiter“, glaubt Bünte, für den die Rollenverteilung klar ist: Koc legt auf, „Cüneyt steht richtig und haut die Dinger über die Linie“. · ahe

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