Ein Tor und zwei Vorlagen beim 3:0 des BSV Rehden II / Hormanns Ampelkarte

Ölge besiegelt Hoyas Abstieg

Von hinten in Erdal Ölges Hacken getreten: Glück für Hoyas Martin Hormann (r.), dass er da nicht die Rote, sondern nur die Gelbe Karte sah. Ölge war hier auf dem Weg zu seinem zweiten Tor.

Kreis-Diepholz - Von Cord KrügerREHDEN · Das schönste Tor des Tages konnte Dietrich von Behr nicht verhindern. Der verletzte Defensivmann der SG Hoya lag verletzt hinter dem Tor und sah zu, wie Marius Reckmann eine Rechtsflanke von Erdal Ölge per Flugkopfball zum 3:0 für den BSV Rehden II in die Maschen wuchtete (87.). Der nach einem unglücklichen Fehltritt in den Rehdener Rasen verletzte von Behr kam nicht mehr zurück und ließ sich in die Kabine führen. Es blieb beim 3:0 (1:0) im teils hitzig geführten Duell der beiden Fußball-Bezirksligisten. Abstiegskampf pur, den Hoya nun auch rechnerisch endgültig verloren hat. Sechs Punkte bei nur noch einem Spiel trennen das Team von Trainer Jens Meyer vom rettenden Ufer.

Noch fünf Minuten nach dem Abpfiff saß Meyer regungslos auf der Trainerbank. Allerdings wusste er, dass „wir nicht wegen dieses Spiels abgestiegen sind“. Auch sein Spieler Andreas Meyer sah den Auftritt als symbolisch für die Saison: „Wir haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass wir gegenhalten können. Aber wir nehmen den Kampf nicht immer an. Das zog sich wie ein roter Faden durchs ganze Jahr.“

BSV-Trainer Marco Hegerfeld hätte hingegen jubeln dürfen, denn mit dem Abstiegsrängen hat er jetzt nichts mehr zu tun. Aber ihn störte, „dass wir uns das Leben selbst schwer gemacht haben, anstatt öfter den einfachen Ball zu spielen und die Partie so vorzeitig zu entscheiden.“

Schon vor dem Wechsel hätten die Platzherren die drei Punkte im Sack haben können. Spielerisch agierten sie klar überlegen. Baya Baya verteilte gut die Bälle und schickte mehrfach Erdal Ölge auf Reisen, doch der blieb zunächst oft am starken Lars Mrowczynski hängen. SG-Keeper Alexander Jeck musste nur gegen einen Mitspieler seine bis dahin größte Tat zeigen, als er eine Bogenlampe von Lauritz Singelmann von der Linie löffelte (5.).

Die nächste Chance brachte aber die Führung. Baya Baya setzte sich an der Strafraumlinie durch, passte zu Erdal Ölge – und der ging zum 1:0 durch (27.).

Wenig später war Ölge seinen Bewacher dauerhaft los, weil vorn Stürmer Andreas Hormann wegen Meckerns von Schiri Christoph Schneider die Ampelkarte sah (33.) und Defensivmann Mrowczynski für ihn in die Spitze musste. „Gelb muss man da nicht geben, aber was er danach gesagt hat, reicht für zwei Rote Karten“, urteilte Hegerfeld.

Hoyas Top-Stürmer vom Feld, mehr Platz für Flügelflitzer Ölge aus Rehdens Erster – da schien alles gelaufen. Doch weit gefehlt. Ömer Sünün zwang Jeck zwar noch ebenso zu einer Glanzparade (41.) wie wenig später Nils Nuttelmann (43.), aber nach der Pause rückten die Gäste endlich weiter vor – ohne sich allerdings zwingende Chancen zu erarbeiten. Stattdessen konterte der BSV eiskalt über Erdal Ölge, der nun über links kam. Singelmanns Foul konnte ihn nicht stoppen, und seine Flanke fand Timo Nowak, der aus neun Metern ins leere Tor drosch (54.). Andreas Meyer hätte es noch einmal spannend machen können, aber seinen Schuss parierte Rehdens Torwart Marcel Westerman (58.).

„Wenn Hoya dann ein Tor macht, wird es für uns unnötig eng“, ärgerte sich Hegerfeld über Sününs vergebene Entscheidung (60.) und ein Abseits gegen Nuttelmann (68.), das keins war – weil der Ball vom Gegner kam. So musste er bis kurz vor Schluss zittern – und war dann versöhnt: „Wir wollten heute gewinnen. Dass Hoya absteigt, war nicht unser Ziel.“

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