NACHSPIELZEIT

Odyssee statt Frühstück

Es hätte alles so einfach sein können. Ich musste doch bloß ein Regionalliga-Spiel besuchen. Und anschließend darüber berichten. Was simpel klingt, mutierte zu einer Odyssee, die von zwei Apotheken über den Bremer Flughafen und Weserpark bis an den Osterdeich führte.

Am Samstag stand sie also an, die zweite Saisonpartie des BSV Rehden. Beim SV Werder Bremen II. Schnell um eine Akkreditierung gekümmert, eine halbe Stunde Fahrtweg, guten Fußball gesehen, ein paar Interviews geführt und zurück in die Redaktion. So spielte es sich in meinem Kopf ab. Doch am Freitagnachmittag die Nachricht: Einlass nur mit der 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Sie glich einem kleinen Schock. Denn meine zweite Impfung ist – ausgerechnet – erst am Sonntag zwei Wochen alt und damit dann vollständig. Und derart spontan an einen Test gelangen? Schwierig.

Na ja, dann ging‘s am Samstag eben mal ein bisschen früher aus den Federn. Um 10.30 Uhr stand ich vor der ersten Apotheke – geschlossen. Also ab zur nächsten. Dort: skeptischer Verweis auf den Famila-Parkplatz. Und die Skepsis war berechtigt, die Fahrt umsonst. Zurück in die Wohnung, einen Überblick über Test-Möglichkeiten in Bremen verschaffen. Bis 12 und ab 14 Uhr am Flughafen. Der Blick auf die Uhr verriet: Wenn, dann fix! Und ohne angemessenes Frühstück.

11.48 Uhr, Ankunft. Gerade noch geschafft – dachte ich. Aber: am Wochenende keine Tests. Das Akku-technisch durch Google Maps bereits stark beanspruchte Handy muss wieder herhalten: Wo soll der – in meinem Kopf war es klar – letzte Versuch gestartet werden? Die Antwort fiel auf den Weserpark. Einmal quer durch Bremen gefahren, einmal quer durchs Shoppingcenter gerannt, und dann, ganz am Ende: ein geöffnetes Testcenter! Ein paar Minuten anstehen, und es war geschafft. Hoffentlich ist das Ergebnis negativ . . .

Abwarten konnte ich das aus Zeitgründen natürlich nicht, also ab an den Osterdeich. Auf dem Parkplatz der bange Blick auf die App, und tatsächlich: grünes Licht, es war geschafft!

Und das gerade noch pünktlich. Das erste Tor fiel schon in der dritten Minute. Ich durfte es noch miterleben. Und mitschreiben. Nicht auf dem Handy, die übrigen 20 Prozent Batterie sollten schließlich wohlüberlegt (für den Rückweg, zum Beispiel!?) genutzt werden. Aber auf einem Notizblock. Die – zugegeben eher mental benötigte – Kraft dafür hatte ich mittlerweile auch wieder. Denn die Bratwurst ersetzte das an diesem hektischen Vormittag ausgefallene Frühstück . . .

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