Rehdens Rechtsverteidiger trifft aus 25 Metern zum 1:0 und bereitet 2:0 gegen Hildesheim vor

Obst: „Das beste Tor meines Lebens“

Glückwunsch zum Traumtor! Rehdens Robert Obst (2. v. l.). lässt sich von Addy-Waku Menga, Josip Tomic, Miroslav Kovacevic, Serkan Temin und Kamer Krasniqi (v.l.). für seinen Kracher zum 1:0 feiern. Später bereitete Obst auch das 2:0 vor.
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Glückwunsch zum Traumtor! Rehdens Robert Obst (2. v. l.). lässt sich von Addy-Waku Menga, Josip Tomic, Miroslav Kovacevic, Serkan Temin und Kamer Krasniqi (v.l.). für seinen Kracher zum 1:0 feiern. Später bereitete Obst auch das 2:0 vor.

Rehden – Zunächst ging es Robert Obst ganz bescheiden an. „Ich als Man of the Match? Nein, das war die ganze Mannschaft. Jeder hat für den anderen gespielt“, zierte sich der bärenstarke Rechtsverteidiger des BSV Rehden, der am Mittwochabend beim 2:0 (1:0)-Heimsieg über Regionalliga-Konkurrent VfV Hildesheim das 1:0 selbst erzielt und das 2:0 durch Bocar Djumo vorbereitet hatte. Angesprochen auf seinen Kracher zum 1:0 bemühte der 25-Jährige dann aber doch einen Superlativ: „Das war das beste Tor meines Lebens!“

Auch sein Trainer Andreas Golombek staunte: „Im Moment machen wir nur die geilen Tore“, urteilte er in Erinnerung an Addy-Waku Mengas Hacken-Kunststück vom Freitag zum 2:1-Sieg gegen Havelse. Allerdings verschwieg der Coach nicht, dass er sich durchaus auch weniger schöne Treffer – und dafür mehr – gewünscht hätte: „Wir hätten vier oder fünf Dinger machen müssen. In der Pause habe ich davor gewarnt, dass wir in Schönheit sterben. Heute müssen wir daraus lernen, denn eine andere Mannschaft bestraft das sonst.“

Der Fußballlehrer hatte dieselbe Startelf gewählt wie gegen Havelse: Für den an der Leiste lädierten Marco Kaffenberger verteidigte erneut Robert Obst auf der rechten Seite, auf dessen etatmäßigem Platz im Abwehrzentrum überzeugte wieder Serkan Temin. Kamer Krasniqi wechselte vom Mittelfeldzentrum nach außen und vertrat dort den unter Kniebeschwerden leidenden Emre Yesilova.

Auch die Hildesheimer starteten unverändert im Vergleich zu ihrem jüngsten 3:2-Sieg gegen Atlas Delmenhorst – und hatten durch den Pfostenschuss von Benedict Plaschke gleich ihre erste Chance (8.). Zwei Minuten später musste BSV-Schlussmann Lukas Godula gegen Plaschke seine erste Glanzparade auspacken, kurz darauf rettete er gegen Jannis Pläschke – und dann stellte Obst das bisherige Spielgeschehen auf den Kopf: Aus 25 Metern hielt der Pole drauf – und die Kugel schlug im linken Winkel zum 1:0 ein (12.). Acht Minuten später die nächste kalte Dusche für die Gäste: Marcel Kohn zog als letzter Mann den frei durchgelaufenen Shamsu Mansaray an der Strafraumgrenze zu Boden, Schiedsrichter Jost Steenken zögerte keine Sekunde und zog die Rote Karte. Kohn versuchte gar nicht erst zu reklamieren und stapfte durch den Spielertunnel von dannen.

„Jeder hat gesehen, dass der Kontakt da war – aber mir wäre lieber gewesen, Shamsu wäre nicht gefoult worden und hätte das 2:0 gemacht“, urteilte Golombek. Denn aus der numerischen Überlegenheit schlug sein Team zunächst kein Kapital. Erst zehn Minuten vor der Pause hätte es 2:0 stehen müssen, nachdem Bocar Djumo Mohammad Baghdadi den Ball abgeluchst hatte, nach vorn gesprintet war und VfV-Keeper Nils Zumbeel zum starken Reflex gezwungen hatte. Den Nachschuss aus zwei Metern von Menga klärte Baghdadi auf der Linie. So wäre es fast mit einem 1:1 in die Kabinen gegangen, wenn nicht Godula einen strammen Versuch von Yannik Schulze gemeistert hätte (44.). Der Ausgleich wäre nicht unverdient gewesen, denn die Domstädter warfen in Unterzahl alles rein, setzten mit schnellem Umschaltspiel Nadelstiche – doch meist endeten die Angriffe an irgendeinem Rehdener Bein. „Nach der Roten Karte waren wir mindestens auf Augenhöhe“, lobte VfV-Trainer Benjamin Duda sein Kollektiv.

Doch neun Minuten nach Wiederanpfiff jubelten abermals die Rehdener: Obst flankte scharf von rechts vors Tor, Djumo roch den Braten und rutschte im Fünfmeterraum in den Ball – 2:0 (54.)! Dabei blieb es trotz teils bester Chancen der Gastgeber. Etwa, als der eingewechselte Omar Pasagic nach starkem Einsatz von Obst links vorbei zielte (75.). Zum Glück für den BSV vergab Stephane Dieupeu danach doppelt den Anschlusstreffer (83.), und Leon Heesmann zielte nur ans Außennetz, sodass für die Schwarz-Weißen nichts mehr anbrannte.

Von Cord Krüger

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