Oberligist gibt 16:9-Führung in Schwanewede noch ab

HSG Barnstorf/Diepholz verschenkt Punkt beim 25:25

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Bot abermals eine ordentliche Leistung am Kreis: Barnstorfs Andrius Gervé (beim Wurf). Der 30-jährige Litauer war am Sonnabend beim 25:25 in Schwanewede mit sechs Treffern bester Werfer beim Tabellendritten der Handball-Oberliga.

Barnstorf - 14 schwache Minuten kosteten nach einer Sieben-Tore-Führung letztendlich den Sieg: Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz kam am Sonnabend bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen nicht über ein 25:25 (16:13) hinaus. „Das ist ärgerlich, denn wir haben einen Punkt verloren“, unterstrich Barnstorfs Trainer Dag Rieken.

Dennoch sah der 46-jährige B-Lizenz-Inhaber Fortschritte: „Gegenüber dem Spiel gegen die HSG Delmenhorst haben wir uns deutlich gesteigert.“ Vor allem mit den ersten 25 Minuten war er sehr zufrieden: „Es lief wie am Schnürchen. Wir haben schnell nach vorn und flüssig gespielt. Die Angriffe haben wir schlau abgeschlossen.“ Auch das Mitwirken von Torhüter Donatas Biras machte sich positiv bemerkbar, denn der Litauer wehrte insgesamt 13 Bälle ab, darunter auch zwei Siebenmeter von Matthias Ruckh.

Der Tabellendritte, der auf Cedric Quader (am Knie verletzt und grippaler Infekt) verzichten musste, setzte sich nach dem 2:2 (4.) durch Tore von Arunas Srederis, Lukas Brenning und Bastian Carsten-Frerichs auf 5:2 (6.) ab. Die Gäste hatten zwar zunächst Schwanewedes Kreisläufer Ole Harms unter Kontrolle, dagegen machte Spielmacher Matthias Ruckh (9/6) Probleme. Rieken stellte die Abwehr auf 5:1 um. Laurynas Palevicius und Carsten-Frerichs kümmern sich abwechselt um den Mittelmann. Das klappte ganz ordentlich. Die Barnstorfer bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus (13:6/18.), führten nach einem Tor von Kamil Chylinski mit 16:9 (24.). Alles sah nach einem entspannten Nachmittag aus – es kam allerdings anders.

Die Gastgeber reagierten, brachten für Antonio Vironese Torhüter Daniel Sommerfeld, der wehrte Bälle von Andrius Gervé, Lukas Brenning, Tobias Meyer und Kamil Chylinski ab. Die „Schwäne“ verkürzten bis zur Pause auf 13:16.

Nach dem Wechsel warfen die Barnstorfer weitere Fahrkarten. Besser machte es die Heimmannschaft. Ole Harms (5) glich zum 16:16 (36.) aus. Erst Carsten-Frerichs beendete mit dem Tor zum 17:16 (38.) die 14-minütige Funkstille des Angriffs. Der letztjährige Vizemeister legte bis zum 21:20 (46.) durch Raul-Lucian Ferent stets vor. Mit einem Doppelpack drehte Vibulan Sivanthan den Spieß zum 22:21 (50.) um. Besonders der starke Kreisläufer Ole Harms stellte Martin Golenia in der Abwehr vor Probleme. „Ihn haben wir nicht mehr in den Griff bekommen“, urteilte Rieken. In der packenden Schlussphase egalisierte Carsten-Frerichs zum 23:23 (52.). Tobias Meyer brachte die Barnstorfer in Unterzahl (Zeitstrafe gegen Golenia) mit 25:24 (56.) in Front. Biras hielt noch einmal einen von Ruckh geworfenen Ball (57.).

Schwanewedes Coach Malte Waldow nahm eine letzte Auszeit, gab Anweisungen. Schwanewedes Linksaußen Mirko Ahrens zog bei einem Übergang an den Kreis und schaffte mit seinem vierten Tor den Ausgleich zum 25:25. Zwölf Sekunden vor dem Abpfiff „trommelte“ Rieken sein Team in einer Auszeit noch einmal zusammen, sagte den letzten Angriff an. Die Barnstorfer spielten den Ball nicht flüssig durch, Carsten-Frerichs brachte die „Pille“ von der Rechtsaußenposition nicht an Sommerfeld vorbei.

mbo

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