Oberligist fühlt Tabellenzweitem Elsflether TB auf den Zahn / Abwehr gefordert

HSG Barnstorf/Diepholz freut sich auf das erste Heimspiel

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Ist am Freitag gegen den Elsflether TB sowohl im Angriff als auch in der Abwehr gefordert: Arunas Srederis (l.), Rückraumakteur beim Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz.

Diepholz - Die Vorfreude bei Spielern, Verantwortlichen und Zuschauern ist groß: Die Oberliga-Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz haben morgen in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle ihr erstes Saisonheimspiel, erwarten um 20 Uhr den spielstarken Tabellenzweiten Elsflether TB.

Mit diesem Gegner haben die Gastgeber noch ein Hühnchen zu rupfen. Der letztjährige Vizemeister gab in der vergangenen Spielzeit auf der Zielgeraden einen wichtigen Punkt im Kampf um Platz eins ab, kam in Elsfleth nicht über ein 31:31 hinaus. „Elsfleth hat eine körperlich sehr präsente Mannschaft. Ich habe mir schon Video-Material angeschaut und auch noch Erinnerungen aus der vergangenen Saison“, sagt Barnstorfs Trainer Mario Mohrland. Nach dem jüngsten 36:20-Erfolg beim TvdH Oldenburg sieht er seine Akteure auf dem richtigen Weg. Er weiß allerdings, dass der Tabellensiebte diesmal mehr gefordert wird: „Wir müssen unser aggressives Abwehrspiel forcieren, den Ball laufen lassen und unsere Chancen konsequent verwerten.“

Personell gibt’s keine Veränderungen: Mittelmann Saulius Liutikas fällt nach einem operativen Eingriff im Knie genauso weiterhin aus wie Torhüter Manuel Pauli, der aufgrund einer Sehnenscheidenentzündung in der rechten Hand, nicht spielen kann. Und Rückraumakteur Kamil Chylinski pausiert wegen eines Kreuzbandrisses im Knie noch mehrere Monate. Ob Linkshänder Matthias Andreßen (grippaler Infekt) am Freitag zum Aufgebot gehört, bleibt abzuwarten.

Mohrland sah in Oldenburg bei seinen Schützlingen Fortschritte: „Wir sind besser geworden, haben uns diszipliniert verhalten.“ So zeigte beispielsweise bei Rückraumakteur Tobias Meyer der Daumen nach oben. „Das war ein Schritt in die richtige Richtung“, unterstreicht der 37-jährige HSG-Coach. Als Alternative im mittleren Rückraum hat sich Raul Ferent entpuppt. Da der Rumäne aber wegen seines Schichtdienstes nur unregelmäßig trainieren kann, ist er nicht erste Wahl. Als Spielmacher bleibt Mateusz Chylinski gesetzt. Das trifft auch auf Kapitän Martin Golenia zu, der als Abwehrchef einen ordentlichen Job macht.

Der Elsflether TB spielt seine zweite Oberliga-Saison. Das Team von Trainer Ulrich Adami trennte sich nach den Auftaktsiegen gegen die TSG Hatten/Sandkrug (29:26) und beim TvdH Oldenburg (27:20) zuletzt vom ambitionierten TSV Bremervörde 27:27. Mohrland sagt über den Gegner: „Elsfleth ist in der Liga angekommen.“ Bei den Gästen ragt die Rückraumachse mit Florian Doormann (22/6 Tore erzielt), Chris Santen (17/1) und Ruven Rußler (13/1) heraus. Da sind auf den Halbpositionen in der 3:2:1-Deckung vor allem Arunas Srederis und Tobias Meyer gefordert. Besonders der wurfstarke Linkshänder Chris Santen stellte die Barnstorfer beim 31:31 in Elsfleth vor arge Probleme. Morgen wollen sie es besser machen – eventuell sogar mit einer Manndeckung. Dafür würde sich der Litauer Laurynas Palevicius anbieten.

mbo

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