Barnstorf und Wagenfeld/Wetschen scheiden aus Pokal aus

Rieken-Team gewinnt wenigstens das Derby

Jan Linné (am Ball) war einmal mehr bester Barnstorfer Werfer. Der Oberligist schied dennoch im HVN/BHV-Pokal aus.
+
Jan Linné (am Ball) war einmal mehr bester Barnstorfer Werfer. Der Oberligist schied dennoch im HVN/BHV-Pokal aus.

Cloppenburg - In der zweiten Runde des HVN/BHV-Pokals kam für die Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz (Oberliga) und der HSG Wagenfeld/Wetschen (Landesklasse) beim Turnier in Cloppenburg nicht ganz unerwartet das Aus. Während die Wagenfelder in den drei Partien komplett leer ausgingen, konnte Barnstorf wenigstens das Kreis-Derby gegen Wagenfeld mit 17:13 für sich entscheiden. In einem packenden „Endspiel“ gewann Aurich das Oberliga-Duell gegen Cloppenburg mit 17:16 und zog damit in die dritte Runde ein.

HSG Wagenfeld - OHV Aurich 9:21 (4:11): Die Wagenfelder Vorzeichen waren schon vor der Partie schlecht, denn Trainer Matthias Möller hatte nur sieben Feldspieler zur Verfügung. Der Rest war verletzt oder aus beruflichen Gründen verhindert. „Aurich spielt drei Klassen höher und ist da Tabellenführer. Die spielen viel schneller als wir, haben uns oft ausgewackelt und zudem auch etliche Tore im Tempogegenstoß erzielt“, erklärte Möller.

Der Underdog wollte den Ball zwar lange in den eigenen Reihen halten, aber dieses Unterfangen gelang nur sporadisch. Mit vier Toren war Marco Uffenbrink der beste HSG-Werfer.

TV Cloppenburg - HSG Wagenfeld/Wetschen 22:10 (12:7): Mit der ersten Halbzeit war HSG-Trainer Matthias Möller sehr zufrieden: „Das war viel besser als gegen Aurich. Da haben wir wirklich gut mitgehalten. Unter anderem auch deshalb, weil wir die Bälle nicht so schnell verloren haben.“ Dass es am Ende dennoch eine klare Niederlage gab, war sicherlich der dünnen Wagenfelder Personaldecke zuzuschreiben. „Die anderen Teams hatten vier oder fünf Spieler auf der Bank. Davon konnte ich am Samstag nur träumen“, meinte Möller, der aber extrem froh war, „dass uns unser Fanclub wieder toll unterstützt hat“. Tim Brutscheck war in diesem Match mit vier Toren bester HSG-Schütze.

Im Kreis-Derby gegen den Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz ging Wagenfelds Marco Uffenbrink (vorn) leer aus.

HSG Barnstorf/Diepholz - TV Cloppenburg 11:14 (7:5): Eigentlich sollte Arunas Srederis bei Barnstorf nach seiner Verletzung wieder einsteigen, doch der Körper ließ dies noch nicht zu. Während die HSG drei Spieler aus der Zweiten aufbieten musste, war der TVC fast in Bestbesetzung angetreten. „Und da ging uns am Ende dann etwas die Kraft aus“, meinte Barnstorfs Coach Dag Rieken, der von dem Pokalmodus in Turnierform nichts hält: „Eine Katastrophe, weil es sich wie ein Kaugummi zieht. Das sehen auch viele der anderen Trainer so.“ Bester HSG-Werfer war Linkshänder Jan Linné mit sechs Toren.

OHV Aurich - HSG Barnstorf/Diepholz 20:15 (9:9): In der wohl besten Barnstorfer Partie hielt das Rieken-Team in der ersten Halbzeit (es wurden nur jeweils 15 Minuten gespielt) beim 9:9 noch sehr gut mit. Das galt auch für Keeper Simon Schreiner, der ansonsten beim Oberligisten nur die Nummer drei ist. In dieser Partie kam Linné gar nicht klar und blieb ohne Treffer. Dafür brachte es Kapitän Cedric Quader auf immerhin fünf „Buden“.

HSG Wagenfeld/Wetschen - HSG Barnstorf Diepholz 13:17 (4:8): Auf dieses Spiel freuten sie die Wagenfelder am meisten, denn in Pflichtspielen gab es dieses Duell schon ewig nicht mehr. Möller nahm die Barnstorfer Jan Linné und Stefan Beljic in Manndeckung, um dem Gegner im Angriff den Zahn zu ziehen. „Jan hat ganz schön dumm geguckt“, schmunzelte Möller, der den jetzt 23-Jährigen in seiner Zeit in Nettelstedt mal unter seinen Fittichen hatte. „Ansonsten war ich von Barnstorf enttäuscht. Denen ist nicht viel eingefallen. Beim 10:12 waren wir einmal sogar richtig dicht dran. Dies war sicherlich unsere beste Leistung während des Turniers“, erklärte Möller nach der Partie zufrieden.

Kollege Rieken hatte da schon andere Schwerpunkte: „Die Spiele gegen Aurich und Cloppenburg waren für uns natürlich sportlich interessanter – das Match gegen Wagenfelder aber irgendwie schwerer, weil wir uns in diesem Derby natürlich keine Blöße geben wollten. Wagenfeld hat kompakt gestanden und das wirklich gut gemacht.“ Trotz seiner Manndeckung brachte es Linné immerhin noch auf 6/2 Treffer.

Für Rieken sind aber ohnehin andere Dinge in dieser Saison wichtiger: „Die Punktspiele in der Oberliga haben natürlich Priorität. Deshalb bin ich über das Ausscheiden nicht böse.“ 

töb

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Rehden gewinnt Testspiel in Brinkum mit 2:0

Rehden gewinnt Testspiel in Brinkum mit 2:0

Rehden gewinnt Testspiel in Brinkum mit 2:0
Vom Kraftsportler zum Langstreckler

Vom Kraftsportler zum Langstreckler

Vom Kraftsportler zum Langstreckler
Deniz Undav: „Manchmal muss ich mich kneifen“

Deniz Undav: „Manchmal muss ich mich kneifen“

Deniz Undav: „Manchmal muss ich mich kneifen“
Doch kein Doppelpack für die Löwen

Doch kein Doppelpack für die Löwen

Doch kein Doppelpack für die Löwen

Kommentare