Oberliga-Showdown: Mohrland-Team muss Hausaufgaben erledigen und hoffen

Die Wunder-Gleichung ist einfach, nur die Lösung nicht

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Noch einmal mächtig strecken – dann hat die strapaziöse Saison für die HSG Barnstorf/Diepholz um Matthias Andreßen (mit Ball) ein Ende. Aber auch ein Happy End? Dafür müsste der Elsflether TB gegen Habenhausen Schützenhilfe leisten.

Barnstorf - Meister-Shirts wurden nicht gedruckt, „dafür ist die Wahrscheinlichkeit zu gering“, sagt Mario Mohrland, Trainer beim Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz. Vorgesorgt ist trotzdem: Der Kofferraum ist mit Kaltgetränken voll gepackt, wenn der Liga-Zweite morgen per Bus zum Auswärtsspiel zur HSG Schwanewede/Neuenkirchen (19.30 Uhr) reist. „Wunder gibt es schließlich immer wieder, dabei bleibe ich“, sagt Mohrland. Die Wunder-Gleichung: Sein Team siegt, Primus ATSV Habenhausen vergeigt zeitgleich beim Elsflether TB – Barnstorf ist Meister und steigt in die Dritte Liga auf.

Eine Standleitung nach Elsfleth will Mohrland nicht aufbauen. Erstmal gelte es, die eigenen Hausaufgaben mit einem Sieg in Schwanewede zu erledigen. „Nach dem Abpfiff werden dann sicherlich Telefonate laufen“, unterstreicht der 38-Jährige, „aber das Hauptaugenmerk liegt zunächst auf uns.“ Und Mohrland fürchtet, dass es kein Selbstläufer beim Tabellenachten wird: „Unsere Personalsituation ist eklatant. Ich fühle mich ein bisschen wie Pep Guardiola...“

Laurynas Palevicius, Arunas Srederis (beide Rückenprobleme), Ulf Grädtke (Oberschenkelblessur), Cedric Quader (Rippe angebrochen) sowie Kamil (Kreuzbandriss) und Mateusz Chylinski (Rückenbeschwerden) fehlen, der Einsatz von Keeper Manuel Pauli wackelt wegen Knieschmerzen. „Wir sind an der Grenze zum Machbaren angekommen. Eigentlich verspüren mittlerweile alle irgendwo irgendwelche Schmerzen“, berichtet Mohrland vor seinem letzten Coaching an der Seitenlinie der HSG.

Die Saison war kräftezehrend, doch die Barnstorfer wollen sich jetzt, nach all den Qualen, auch ins Ziel schleppen. Seit 15 Spielen ist die HSG schließlich ungeschlagen. „Diese Serie wollen wir jetzt natürlich halten“, sagt Mohrland. Im Hinspiel hatten seine Mannen beim 33:25-Erfolg keine Probleme, „das Ergebnis würde ich jetzt gerne wieder so nehmen“, sagt der HSG-Coach. Vor allem Schwanewedes Halblinker Andreas Szwalkiewicz (38 Jahre) und Kreisläufer Matthias Ruckh (Mitte/Kreis) flößen ihm Respekt ein. „Sie sind wahnsinnig erfahrenen. Die beiden können jedes Spiel alleine entscheiden.“ Neben diesen Routiniers gilt es auch auf Eigengewächs Mirko Ahrens zu achten, der über Linksaußen massive Torgefahr ausstrahlt. Überhaupt hat Schwanewede aufgrund der Tatsache, dass die A-Jugend in der Bundesliga spielt, eine junge Truppe. „Sie können laufen, laufen, laufen“, weiß Mohrland: „Deshalb wünsche ich mir, dass wir das Tempo diktieren.“ Dann dürfte die Pflicht erfolgreich gemeistert werden.

Schwieriger erscheint die Aufgabe für Habenhausen zehn Kilometer westlich von Schwanewede in Elsfleth. Allein die Rahmenbedingungen beim Tabellenfünften haben es in sich: Es ist die einzige Halle der Oberliga mit Parkettboden, zudem darf sich dort nur mit Bällen des Gastgebers eingeworfen werden. Diese Spielgeräte sind angeraut, so dass das Haftmittel nicht richtig funktioniert.

Und der ETB ist gut drauf: Vergangenes Wochenende gewann die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami bei der SG Neuenhaus/Uelsen, die zuvor sieben Mal in Folge zu Hause unbesiegt geblieben war. Sollten die Elsflether nun auch Habenhausen ein Bein stellen, sollten sie sich schnell Richtung Schwanewede auf machen. In einen Bus-Kofferraum passen schließlich etliche Getränke.

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