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HSG Barnstorf: Oberliga-Handballer mit guten Chancen auf Dritte Liga

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Die Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz belegen in der Oberliga derzeit den zweiten Platz. Das ist die erfolgreiche Mannschaft (hintere Reihe von links): Trainer Mario Mohrland, Ulf Grädtke, Andrius Gervé, Arunas Srederis, Martin Golenia, Cedric Quader, Fitnesstrainer Marco Schmidt, mittlere Reihe von links: Kamil Chylinski, Kevin Heemann, Raul-Lucian Ferent, Mateusz Chylinski, Finn Richter, Laurynas Palevicius, Saulius Liutikas, Teammanager Björn Jandrich sowie sitzend von links: Maik Kießlich, Manuel Pauli und Donatas Biras. Es fehlt Maik Schwenker.

HSG Barnstorf/Diepholz - Eigentlich wäre in dieser Spielzeit die Zeit für den ganz großen Wurf reif. Nach Platz zwei in der Vorsaison rangieren die Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz in der Oberliga Nordsee nun wieder auf Rang zwei und haben einmal mehr die Chance, den Aufstieg in die 3. Liga zu schaffen. So gesehen verlief das Jahr 2014 überaus positiv.

Trainer Mario Mohrland, seit diesem Jahr allein für das Team verantwortlich, freut sich besonders darüber, „dass die Fans wieder vermehrt zu unseren Heimspielen nach Diepholz kommen.“ Verliefen sich in der Saison 2012/13 im Schnitt nur gut 150 Fans in der Mühlenkamp-Halle, so konnte die HSG in der vergangenen Serie immerhin 300 Zuschauer im Schnitt begrüßen. „Und in der aktuellen Spielzeit sieht das sogar noch besser aus“, frohlockt der 37-jährige Coach.

Im Fühjahr diesen Jahres entwickelte sich an der Spitze der Liga ein Hauen und Stechen um Meisterschaft und Aufstieg. Bis drei Spieltage vor dem Ende hatte die HSG dabei die Pole Position inne. „Und dann kam dieses blöde Spiel gegen Elsfleth“, erinnert sich Mohrland noch genau, aber ungern, an das dürftige 31:31-Remis. Letztlich kostete dieser Punktverlust den Barnstorfern den Titel, denn die SG Achim/Baden zog vorbei und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Barnstorf schlug am letzten Spieltag in eigener Halle zwar Verfolger TV Bissendorf („das war eine Werbung für den Handball“, so Mohrland), aber letztlich grüßten die Achimer als Aufsteiger.

Vom HSG-Personal spielten sich besonders Mittelmann Kamil Chylinski mit seiner Schnelligkeit und Torgefahr sowie Keeper Donatas Biras in den Vordergrund, wobei Chylinski eher der tragische Held des Teams war. Der Pole hatte mit Verletzungen zu kämpfen und stand nicht immer zur Verfügung. Nicht wenige Beobachter meinten, dass Barnstorf mit einem komplett gesunden Chylinski aufgestiegen wäre. Die besten Torschützen der Saison waren Kreisläufer Andrius Gerve (135/51 Tore), Linkshänder Arunas Srederis (130/0) und Rechtsaußen Nils Mosel (115/2).

In der aktuellen Spielzeit müssen die Barnstorfer auf eben jenen Nils Mosel verzichten, der seine Erstherren-Karriere beendet hat. Doch die HSG-Flügelzange ist deshalb noch lange nicht stumpf. „Finn Richter über links und Laurynas Palevicius auf rechts haben bislang voll überzeugt“, freut sich Mohrland. Beim 35:27 gegen Bützfleth langte der 24-jährige Palevicius stolze 15-mal zu. Wenn das so weitergeht, denkt demnächst keiner mehr mit allzu großer Wehmut an Mosel.

Momentan haben die Barnstorfer drei Punkte hinter Spitzenreiter und Drittliga-Absteiger ATSV Habenhausen die erste Verfolgerrolle inne. Positiv findet Mohrland, „dass wir vielleicht nicht immer den schönsten Handball spielen, aber die Jungs kämpfen bis zum Ende – und das kommt bei den Zuschauern sehr gut an.“

Neben dem Liga-Betrieb ist die HSG auch noch mit großem Erfolg im HVN/BHV-Pokal vertreten. „Ich kann mich gar nicht mehr dran erinnern, dass wir jemals so weit gekommen sind“, freut sich Mohrland darüber, dass seine Mannschaft Ende Dezember den Sprung in das Final Four schaffte. töb

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