Schops: „Das wirft uns nicht um“

Oberliga-Absteiger Sulingen plant nächsten Landesliga-Angriff

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Trainer Maarten Schops wird mit dem TuS Sulingen versuchen, schnell in die Oberliga zurückzukehren.

Sulingen - Von Malte Rehnert. Als das Abenteuer Oberliga nach nur einem Jahr schon wieder beendet war, herrschte natürlich sehr großer Frust bei den Fußballern des TuS Sulingen. Das 1:5 bei Arminia Hannover hatte am Sonntag den Abstieg des Aufsteigers besiegelt. Doch die Folgen, das lässt sich jetzt schon sagen, werden nicht verheerend sein. Teammanager und Sponsor Thorsten Neumann schüttelte sich einmal kurz und richtete den Blick dann recht optimistisch in die Zukunft. „Es macht Spaß, in der Oberliga zu spielen. Wir wollen jetzt die Landesliga annehmen und peilen den Wiederaufstieg an. Das ist kein Muss und kein Zwang, aber wir wollen schon oben dabei sein.“

Das Personal wird sich trotz des Abstiegs kaum verändern. „Hier geht nichts in die Brüche, hier fällt nichts auseinander. Im Gegenteil: 90 Prozent der Spieler haben schon für die kommende Saison zugesagt“, betont Neumann. „Das freut mich – und es spricht für die Mannschaft“, lobt Trainer Maarten Schops. Zwei, drei Fragezeichen gebe es noch – aber nicht aus sportlichen, sondern aus beruflichen Gründen.

Auf der Trainerbank bleibt ebenfalls alles beim Alten. Schops genießt weiter das Vertrauen der Sulinger Verantwortlichen, der 42-jährige Belgier soll seinen bis 2019 laufenden Vertrag auf jeden Fall erfüllen. „Da gibt es gar keine Diskussion“, sagt Neumann: „Maarten ist heiß und immer bei 100 Prozent.“ Schops selbst habe mit seinem Trainerteam „alles reingepackt, was möglich ist – genau wie die Jungs“. Der Coach ist aber auch selbstkritisch und sagt: „Ich habe mit Sicherheit nicht alles richtig gemacht. Wir alle waren nicht frei von Fehlern.“

„Wir haben tolle Spiele gezeigt“

Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob Schops und sein Team die großen Herausforderungen in Deutschlands fünfthöchster Spielklasse in beachtlicher Manier meistern würden. Nach der Hinrunde war der TuS mit 20 Punkten Elfter – nicht weit weg von der Abstiegszone, aber auch nah am gesicherten Mittelfeld. „Wir haben tolle Spiele gezeigt und uns behauptet“, erinnert sich Neumann. Aber dann folgte der kapitale Absturz in der Rückrunde. Nur neun Punkte aus bislang 14 Spielen (das Heimspiel gegen den VfL Oldenburg am Samstag fehlt noch), dazu 14:29 Tore – schlechter ist kein Team.

„Die mangelnde Konstanz war unser größtes Manko“, urteilt Schops: „Wir haben es zu selten geschafft, das Momentum für uns zu nutzen.“ Neumann stößt bei der Ursachenforschung – neben einigen verletzungsbedingten Ausfällen von Leistungsträgern – auf ein mentales Problem. Wegen der Spielabsagen im Winter sei ein Bruch entstanden, der TuS habe nie seinen Rhythmus gefunden. „Wir sind nicht aus den Startlöchern gekommen, haben unsere PS nicht auf den Rasen bekommen“, erklärt Neumann. Mit jedem nicht gewonnenen Spiel schwand dann das Selbstvertrauen und wuchsen die Selbstzweifel. „Die Überzeugung war nicht mehr da, wir sind in eine Negativspirale geraten“, meint der Teammanager: „Wenn Körper und Geist blockieren und der Glaube an die eigene Stärke weg ist, wird es eben schwer.“ Zudem habe es gerade bei den vielen jungen und unerfahrenen Spielern Leistungsschwankungen gegeben.

„Wir werden nicht im Boden versinken“

Insgesamt bleibt dennoch der Eindruck, dass der Abstieg vermeidbar gewesen wäre. Das sieht auch Neumann so: „Sportlich haben wir das Zeug, im mittleren Bereich der Oberliga zu spielen.“ Dass es nun erstmal wieder in die Landesliga geht, sei „kein Drama“, findet Neumann: „Wir werden nicht im Boden versinken. Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft und den Verein.“ Schops sieht es ähnlich: „Das wirft uns nicht um.“

Eine Mini-Chance auf die Rettung durch die Hintertür existiert für den TuS noch: Wenn Sulingen (14.) am letzten Spieltag Vorsfelde (13./beide 29 Punkte) überholt und eine Mannschaft von weiter oben keine Oberliga-Lizenz beantragt oder bekommt, könnte es zum Klassenerhalt reichen. „Aber das“, gesteht Neumann, „ist momentan für uns ganz, ganz weit weg.“

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