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Wolfgang Höfener feiert dritten DM-Titel

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Legt in seiner Werkstatt in Lemförde immer noch selbst Hand an: Der gelernte Bootsbauer Wolfgang Höfener. Der 54-Jährige versteht aber auch sein Handwerk mit der O-Jolle.

Wolfgang Höfener - Er zählt unter den Seglern zu den „alten Hasen“, hat zahlreiche Titel geholt und etliche Regatten gewonnen: Wolfgang Höfener von der Seglervereinigung Hüde. Doch auch mit 54 Jahren denkt er noch nicht ans Aufhören: „Der Spaß ist nach wie vor da.“

Der dreifache Europameister (1987, 2006, 2011) und neunfache holländische Meister mit der O-Jolle sammelte zwischenzeitlich zwei Jahre lang Erfahrungen im Finn-Dinghy (Ein-Mann-Boot), doch 2013 kehrte der gelernte Bootsbauer zurück zur O-Jolle. „Ich wollte mich nicht mehr mit 20- und 25-Jährigen messen, die stehen mehr im Saft. Außerdem fehlt mir die Zeit zum Trainieren“, nennt Wolfgang Höfener wichtige Gründe, weshalb er zur bewährten Bootsklasse zurückkehrte.

Und mit der O-Jolle versteht der Fachpfleger für Suchtkranke sein Handwerk aus dem Effeff. So stellte er im vergangenen Jahr in Warnemünde bei den deutschen Meisterschaften seine Klasse abermals unter Beweis. In einem 30-köpfigen Feld der Olympia-Jollen-Segler lieferte er sich mit dem Holländer Jan Ten Hoeve von der Plöner Seglervereinigung ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach der fünften und letzten Wettfahrt waren sie punktgleich (beide sechs Zähler). Da der heimische Segler aus Hüde die besseren Einzelplatzierungen (drei Mal Platz eins, einmal Dritter und einmal auf Rang fünf) hatte, freute er sich nach 2004 und 2005 über seinen dritten DM-Titel. Bronze mit zehn Punkten ging an den Holländer Mark Bosma.

„Die Bedingungen passten, und konditionell war ich auch in Form“, sagt der gebürtige Ahlener rückblickend. Und die Elite fehlte auf der Ostsee auch nicht: „Die Besten waren dabei.“ So mischte im starken Feld auch der mehrmalige deutsche Meister und Europameister Göran Freise mit, der auf Platz fünf landete. Topsegler Donald Lippert wurde Sechster. Und Altmeister Knut Wahrendorf belegte Platz zehn.

Wolfgang Höfener, der sich in den Wintermonaten mit Laufen, Mountainbike-Fahren und gelegentlich mit Krafttraining fit hält, will 2015 bei den deutschen Meisterschaften vom 24. bis 27. August auf dem Dümmer an den Start gehen. Von einem „Heimspiel“ will der erfahrene Segler allerdings nichts wissen: „Ich segle lieber auswärts als auf dem eigenen Revier.“ Der Ehrgeiz packt ihn aber trotzdem: „Die Holländer sind zwar stark, aber ein Platz in den Top Ten sollte schon herausspringen.“ Dass der Routinier mit den Gegebenheiten auf dem Dümmer klarkommt, hat er mit dem Titelgewinn 2005 bewiesen.

mbo

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