Brinkums Interimscoach vor Heimspiel gegen Schwachhausen optimistisch

Novize Offermann nutzt Erfahrungen mit Ex-Trainern

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Brinkums Dimitri Khoroshun (Mitte) dürfte trotz seiner Erkältung am Sonntag gegen Schwachhausen spielen. ·

Brinkum - So schnell kann's gehen: Vor dem Hinspiel gegen den TuS Schwachhausen im Sommer schwitzte Dennis Offermann noch als ehrgeiziger Kicker auf dem Trainingsplatz des Brinkumer SV. Die jüngsten Tage vor dem Rückspiel am Sonntag um 14 Uhr am Brinkumer Brunnenweg brütete der nun langzeitverletzte Offensivmann hingegen lange am Schreibtisch. Schließlich trägt er als Interimscoach nun mehr Verantwortung für den Bremen-Ligisten.

Als hilfreich erweist sich für ihn da die Erfahrung als Aktiver in der Oberliga Westfalen, die er unter Trainern wie Maik Walpurgis bei Arminia Bielefeld II oder Ex-Bayern-Profi Günther Rybarczyk bei Paderborn 07 sammeln durfte. Den bleibendsten Eindruck als Übungsleiter hinterließ jedoch Helmut Horsch, der Offermann zwischen dessen 17. und 21. Lebensjahr in der Auswahl Nordrhein-Westfalens „geschliffen“ hatte. „Von allen nimmt man das Positive mit – aber auch Aspekte, die man selbst als Trainer vielleicht nicht machen würde“, erklärt der 34-Jährige.

Auf sich allein gestellt ist er nun in Brinkum nach dem Abgang von Chefcoach Frank Thinius jedoch nicht – im Gegenteil: „Dass ich in Person von Jörg Bender und Jörg Böttcher gleich zwei Trainer und dann noch Torsten Degenhardt als Torwarttrainer habe, ist natürlich ein Luxus“, sagt der Bremer: „So können wir auch mal mit einigen Spielern etwas extra machen und Defizite abstellen.“ Konkretisieren will der „Neue“ den Nachholbedarf aber nicht: „In jeder Mannschaft gibt es immer noch was zu optimieren.“

Mit Blick auf sein Trainer-Debüt am Sonntag beim OSC Bremerhaven vielleicht die Defensive, denn nach anfänglicher 2:0-Führung fing sich Brinkum am Ende noch ein 2:2. Das Verhalten bei Ballbesitz des Gegners und die „Art, wie wir ins Pressing kommen“, will Offermann verbessern. Insgesamt habe Thinius aber eine Mannschaft hinterlassen, die „gut in Schuss“ ist: „Die Einstellung stimmt.“ Nicht nur bei den Arrivierten – denn auch mit den Neuzugängen hatte der BSV seit Sommer ein glückliches Händchen: Jürgen Heijenga trägt nur ein halbes Jahr nach seinem Wechsel die Kapitänsbinde, Dennis Krefta führt mit elf Treffern die interne Torjägerliste an – und Dennis Jordan als einer der beiden Winter-Transfers hatte sich zuletzt im Abwehrzentrum festgespielt. Dorthin kehrt jetzt aber der zuletzt verletzte Tom Witte zurück. Hinter dem Einsatz des zurzeit noch erkälteten Dimitri Khoroshun steht noch ein Fragezeichen, „aber ich gehe davon aus, dass er sich zur Verfügung stellt“, schätzt Offermann. Also hat er mit Ausnahme der Langzeitverletzten Esin Demirkapi und Ole Strangmann sowie des seit dem Trainingslager angeschlagenen Sebastian Netzke den kompletten Kader parat.

Offermanns Ziel für das Duell gegen den Tabellensiebten steht fest: „Wir wollen weiter ungeschlagen bleiben und diese Serie, die wir schon unter ,Thini‘ gestartet haben, fortsetzen.“ Ein Remis wie beim 1:1 im Hinspiel muss es aber nicht sein, sondern zu Hause zählen für den Interimscoach nur drei Punkte. · ck

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