Kirchweyher Tischtennis-Senior holt endlich Einzel-Edelmetall bei DM

Nolte ein Hans im Glück

Auch mit 74 ist Hans Nolte längst noch nicht müde. Der Kirchweyher räumte in diesem Jahr unter anderem DM-Bronze im Einzel und Doppel ab.

KIRCHWEYHE (drö) · Bekanntlich gewinnt ein guter Wein im Laufe der Jahre erheblich an Qualität hinzu. Demnach müsste es sich beim Tischtennis-Oldie Hans Nolte um einen richtig edlen Tropfen handeln. Stolze 74 Lenze weist der Kirchweyher bereits auf, doch unverändert tritt Nolte gegen Kontrahenten an, die altersmäßig seine Urenkel sein könnten.

Und dies durchaus mit Erfolg: Nicht zuletzt dank seiner ausgezeichneten 10:5-Bilanz strebt die SV Kirchweyhe II als Tabellenzweiter dem Aufstieg in die 1. Bezirksklasse entgegen. Als wäre eine derartige Leistung nicht schon bemerkenswert genug, erwarb sich der Tischtennis-Methusalem auch bei Meisterschaften höchste Meriten. Schon 2006 erkämpfte Nolte an der Seite von Waltraud Zehne (Göttingen) im Mixed eine Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften der Ü 70-Konkurrenz in Mölln. Noch besser machte es die SVK-Legende ein Jahr später in Gütersloh. Zusammen mit seinem Partner Horst Hedrich aus Salzgitter gewann das Kirchweyher Urgestein Gold im Doppel – der bisherige Höhepunkt seiner Karriere. Aber nur bis zum Jahr 2009. Mühelos qualifizierte sich Nolte über die Stationen Kreis- und Bezirksmeisterschaft für die Landestitelkämpfe, wo er mit einem ordentlichen fünften Rang souverän das Ticket für die „Norddeutschen“ löste und nebenbei noch mit Hedrich Silber im Doppel abräumte. Damit war der Medaillen-Hunger des Noppenspezialisten jedoch längst nicht gestillt. Bei den Norddeutschen Titelkämpfen in Berlin durfte sich der 74-Jährige über Bronze im Einzel freuen. Netter Nebeneffekt: Die dritte Qualifikation für eine Deutsche Meisterschaft war für Nolte damit perfekt.

In Koblenz setzte der pensionierte Postbeamte dann seinen bisherigen Leistungen die Krone auf. Im Doppel schnappte sich Nolte an der Seite von Hedrich die Bronzemedaille – und ging diesmal auch im Einzel nicht leer aus. Erst im Halbfinale wurde sein Siegeszug vom ehemaligen Bayrischen Bundesligacrack Erich Goldau gestoppt. Noltes Freude über das erste Edelmetall im Einzel einer Deutschen Meisterschaft war dennoch riesengroß: „Das ist das absolute Highlight meiner Karriere. Diese Bronzemedaille stellt alles andere in den Schatten.“

Wer nun aber denkt, der Kirchweyher würde sich zufrieden aufs Altenteil zurückziehen, der irrt. Noltes Ehrgeiz ist ungebrochen. Zumal er mittlerweile als „Küken“ bei den Ü 75-Jährigen starten darf. „Das ist ein großer Vorteil, endlich der Jüngste zu sein. Mein Ziel ist ganz klar eine erneute Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. Am besten dann mit Gold im Einzel“, hält der rüstige Senior nichts von übertriebener Tiefstapelei.

Warum auch? Der erste Schritt ist schließlich bereits getan. Kreis- und Bezirksmeistertitel im Einzel wurde zur sicheren Beute von Hans Nolte. Ebenso der erste Platz im Doppel bei den Bezirksmeisterschaften zusammen mit seinem neuen Hannoveraner Partner Karl-Heinz Falke. Ein Ende der grandiosen Erfolgsstory des 74-Jährigen ist also längst noch nicht in Sicht.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Natürlich dekorieren mit ungefärbten Eiern

Natürlich dekorieren mit ungefärbten Eiern

Unterwegs auf dem Badischen Weinradweg

Unterwegs auf dem Badischen Weinradweg

Ein Garten im Cottage-Stil ist wie ein riesiger Blumenstrauß

Ein Garten im Cottage-Stil ist wie ein riesiger Blumenstrauß

Autotest: Taugt der Ford Kuga als modernes Familienauto?

Autotest: Taugt der Ford Kuga als modernes Familienauto?

Meistgelesene Artikel

Spitzen-Squasher vor ungewisser Zukunft

Spitzen-Squasher vor ungewisser Zukunft

„Sturmtank“ für Sudweyhe

„Sturmtank“ für Sudweyhe

Behrens bleibt Melchiorshausen erhalten

Behrens bleibt Melchiorshausen erhalten

Wetschens Kader fast komplett

Wetschens Kader fast komplett

Kommentare