Durchmarsch perfekt – jetzt greift der TuS Sulingen II nach dem „Double“

Noch lange nicht sitt

+
Philipp-Rene Meier ist der Anführer einer homogenen Mannschaft: „Wir sind ein Freundeskreis“, betont der Kapitän des Bezirksliga-Aufsteigers TuS Sulingen II.

Sulingen - Von Daniel Wiechert. Sitt vom Erfolg? Beim TuS Sulingen II liegt diese Frage auf den ersten Blick nahe. Der Kreisliga-Spitzenreiter machte am Sonntag den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga perfekt – fünf Spieltage vor Schluss. Groß gefeiert wurde aber nicht. Und das von einer Mannschaft, die sich selbst als „Studententruppe“ (Trainer Sascha Jäger) beschreibt. Also sitt (Duden-Erfindung: Gegenteil von durstig)? Nein, nein – sagt Jäger. Die Feierei sei aufgeschoben, nicht aufgehoben. „Wir warten noch auf unsere Damenmannschaft. Die kann am Wochenende auch ihren Aufstieg perfekt machen.“

Überhaupt: Satt oder sitt? Adjektive, mit denen Jäger nichts anfangen kann: „Unsere Saison ist noch nicht vorbei. Wir wollen auch Meister werden.“ Und im Endspurt um den Kreispokal möchten die Sulinger ebenfalls noch ein gehöriges Wörtchen mitreden. Schließlich stehen sie bereits im Halbfinale. „Wir wollen jetzt das Double perfekt machen“, sagt TuS-Kapitän Philipp-Rene Meier: „Das wäre klasse.“

Dass es dermaßen läuft, kommt nicht von ungefähr, erklärt Jäger: „Dass wir auf diese Weise den Durchmarsch (zweiter Aufstieg hintereinander, Anm. d. Red.) geschafft haben, spricht für das Niveau dieser Mannschaft. Und neben der fußballerischen Qualität bringt auch jeder die richtige Einstellung mit. Außerdem sind alle top-fit.“

Starke Einzelspieler, ein starker Siegeswille und eine starke Physis. Dies sind gewiss elementare Zutaten für das Sulinger Erfolgsrezept. Für das gewisse Etwas hat aber auch Coach Jäger gesorgt. Die Grün-Weißen praktizieren ein für die Kreisliga unübliches Forechecking. „Wir spielen schon komplett offensiv“, sagt Jäger: „Wir pressen so früh wie möglich. Außerdem sind wir bei Standards gefährlich. Ich glaube, dass wir damit in der Offensive schon eine ganze Bandbreite abgedeckt haben.“ Bei bis dato 97 geschossenen Toren braucht man kein Fußballprophet sein, um vorherzusagen, dass die 100er-Marke fallen wird. Auch das Defensivverhalten stimmt: 18 Gegentore sind ebenfalls der beste Wert in der Liga.

Und das, obwohl „wir wahrscheinlich von der Trainingsbeteiligung die schlechteste Truppe sind“, sagt Meier. Selten hätten alle Studenten die Gelegenheit, unter der Woche zu den Übungseinheiten zu kommen. „Bei der Fitness ist jeder auf sich allein gestellt“, betont der 24-jährige Capitano die Eigenverantwortung. Zudem hätten sich viele Mechanismen über die Jahre eingespielt: „Das Grundgerüst der Mannschaft spielt ja schon seit der A-, B- oder teilweise auch schon seit der C-Jugend zusammen. Vor der Saison kamen dann noch Granaten aus der Jugend – wie zum Beispiel Maximilian Meyer – hinzu.“

Ein Versprechen für die Zukunft, die da heißt: Bezirksliga. Bei Vorhersagen ist Coach Jäger vorsichtig: „Wir werden erst einmal unsere Hausaufgaben machen müssen.“ Kapitän Meier ist da schon etwas forscher: „Ich traue uns die Bezirksliga auf jeden Fall zu. Vor allem auf die Derbys haben wir richtig Bock.“ Von wegen sitt – der Sulinger Erfolgsdurst ist größer denn je.

Mazedoniens Krise mündet in Gewalt

Mazedoniens Krise mündet in Gewalt

Drei Optionen für ein Orientierungsjahr

Drei Optionen für ein Orientierungsjahr

Rotenburger Feuerwehr übt Menschenrettung und Brandbekämpfung

Rotenburger Feuerwehr übt Menschenrettung und Brandbekämpfung

Eröffnung der Jazzahead 

Eröffnung der Jazzahead 

Meistgelesene Artikel

Lehmkuhl und Wiegmann zum FC

Lehmkuhl und Wiegmann zum FC

Der Koloss von Lehrte und die Ohrschraube

Der Koloss von Lehrte und die Ohrschraube

Brinkum kämpft gegen die Ladehemmung

Brinkum kämpft gegen die Ladehemmung

Ein Festival des Tanzsports

Ein Festival des Tanzsports

Kommentare