Rehden will Top-Team Wolfsburg II alles abverlangen / Sorge um Artmann und Winkelmann

Ein noch größeres Kaliber

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Anfang Mai in Wolfsburg auffällig, morgen daheim gegen den VfL wohl gesetzt: Marius Winkelmann (links).

Rehden - Ein Gradmesser jagt den nächsten – da muss auch Friedrich Schilling schmunzeln: Nach dem ehrbaren 0:5 im DFB-Pokal gegen Bayern, dem 1:0 zum Regionalliga-Start gegen Havelse und dem 1:1 beim heimstarken BV Cloppenburg sowie dem Viertelfinalsieg im Landespokal erneut gegen den BVC „kommt jetzt aber ein noch größeres Kaliber“, verdeutlicht der Vorsitzende des BSV Rehden mit Blick auf den VfL Wolfsburg II: „Ich bin gespannt, ob wir auch das in den Griff bekommen“, verrät Schilling vor dem morgigen Regionalliga-Heimspiel ab 15 Uhr in den Waldsportstätten.

Trainer Predrag Uzelac will seinem Chef Schilling da keine allzu großen Hoffnungen machen: Er hatte sich Wolfsburgs 4:0 gegen St. Pauli II zum Liga-Start angesehen – und kehrte nachdenklich heim: „Wolfsburg hatte Luka Tankulic, Danko Boskovic und Dragan Erkic auf der Bank gelassen – das sagt doch alles, wenn man sich das leisten kann.“ Für mich waren es die Besten der Vorsaison. “

Umso mehr hofft der 47-Jährige, „dass wir wieder die Aggressivität zeigen, die wir gegen Cloppenburg gezeigt haben. „Mal sehen, was wir Wolfsburg abverlangen können.“ Dabei sein will jeder, ob es aber für jeden aus der Stammelf reicht, entscheidet sich erst kurzfristig. Kevin Artmann, der sich mit Adduktorenproblemen plagt, am Mittwoch aber trotzdem spielte, machte im Abschlusstraining einen zuversichtlichen Eindruck. „Ich hoffe, dass er rechtzeitig fit wird“, wünscht sich Uzelac.

Zudem sorgt er sich, ob Marius Winkelmann die jüngsten Englischen Wochen gut überstanden hat. Der „Sechser“ scheint voll belastbar, rennt und rackert, hat aber eine dreimonatige Verletzungspause hinter sich. „Der Junge klagt ja nie“, nennt Uzelac die Krux: „Wenn ich ihn frage, sagt er mir, dass alles klar ist. Ich hoffe, das stimmt auch.“

Weiter ausfallen muss Younes Chaib, dessen Oberschenkelverletzung sich als Muskelfaserriss entpuppte. Zudem ahnt Uzelac mit Blick auf die Langzeitverletzten Francis Banecki und Neuzugang Brian Jordan: „Das kann noch Wochen dauern, vielleicht Monate.“ Der Einsatz von Stürmer Kiala Kifuta, der am Mittwoch nach einem Tritt verletzt vom Platz musste, scheint hingegen gesichert.

Auf jeden Fall aber ist Rehdens derzeitiger ganzer Stolz komplett: die Viererkette, die in den bisher vier Pflichtspielen nur ein Tor in regulärer Spielzeit zugelassen hat. „Unsere Abwehr leistet derzeit richtig gute Arbeit“, lobt Schilling – und hofft, dass es so bleibt. ck

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