Okeler Turnier wird in den höchsten Tönen gelobt / Stuhrer David Taylor gewinnt S-Dressur

Nina und Julia Bolte treffen ins Schwarze

Für ihr Dressurturnier erhielten Julia (rechts) und Nina Bolte viel Lob. Julia Bolte ging auch selbst an den Start. Auf Bella Leviosa holte die Okelerin Rang drei in der Dressurpferdeprüfung Klasse A.
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Für ihr Dressurturnier erhielten Julia (rechts) und Nina Bolte viel Lob. Julia Bolte ging auch selbst an den Start. Auf Bella Leviosa holte die Okelerin Rang drei in der Dressurpferdeprüfung Klasse A.

Syke-Okel – Pferdesport auf gehobenem Niveau bot jetzt das kleine, aber feine Dressurturnier der Okeler Pferdesportgemeinschaft. Schon zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Wochen überzeugte der junge Verein mit einem attraktiven Prüfungsangebot und besten Bedingungen auf der Anlage Bolte in Okel. Am liebsten würden die Dressurreiter direkt im nächsten Monat wiederkommen.

„Hier sind gute Reiter und gute Pferde am Start“, freute sich Leonie Bramall über starke Konkurrenz. Die bekannte Ausbilderin und international erfolgreiche Dressurreiterin mit kanadischen Wurzeln trat mit dem achtjährigen Oldenburger Cricket BD aus der eigenen Zucht in der S*-Dressur, einem „St. Georg Special“, an. „Er ist sehr wach und ehrgeizig und hat seinen eigenen Kopf. Er hat mich schon Nerven gekostet“, gab die sympathische Pferdesportlerin vom RFV Isernhagen zu. „Heute haben wir einen großen Fortschritt gemacht. Es ist gelungen, ihm Vertrauen zu geben. Ich kam richtig zum Reiten. Er hat mich regelrecht mitgenommen“, schwärmte Bramall nach dem Start: „Die Punkte sind mir heute egal.“ Mussten sie aber nicht. Auf dem Charmeur/Don Frederico-Sohn erreichte sie in der höchsten Dressurprüfung des Turniers Rang zwei hinter David Taylor aus Stuhr. Gesattelt hatte der Reiter des RFV Holzhausen den zwölf-jährigen Hannoveraner Don Henry.

„Die Bedingungen sind toll: super Boden, viel Platz, das Viereck wunderschön hergerichtet. Hier lässt es sich mit jungen Pferden gut reiten. Hier bekommen sie Mut“, unterstrich Bramall. „Hier sind Pferdeleute am Werk, die wissen, wie es geht“, lobte sie den Veranstalter. „Zum Glück gibt es das hier“, freute sich auch Jan-Dirk Gießelmann vom RV Wagenfeld. „Die Bedingungen sind tipptopp“, erklärte der international erfolgreiche Pferdewirtschaftsmeister aus Barver.

„Es ist kaum irgendwo was an Startplätzen zu bekommen“, stellte Uwe Stradtmann vom RFV Diek-Bassum fest: „Die jungen Pferde müssen ran.“ Mitgebracht hatte er für die M**- und S*-Dressur den Hannoveraner Quintus Sertorius. „Er ist erst achtjährig. Für ihn ist es erst das dritte Turnier 2020, und wir haben schon Juli.“ Es sei gut, dass der Sport wieder losgehe: „Die Bedingungen hier sind optimal: gute Möglichkeiten zum Abreiten, der Boden ist top, die Wege sind kurz. Was will man mehr? Und für mich ist es dazu noch in der Nähe“, meinte Stradtmann: „Wenn ich sonst eine S-Dressur reiten will, muss ich weit fahren.“

Jedem Turnierveranstalter zollte Stradtmann in der jetzigen Zeit Respekt. „Es will sich keiner gern mit den ganzen Auflagen wegen der Coronavirus-Pandemie auseinandersetzen. Und welcher Vereinsvorstand will schon den Kopf dafür hinhalten?“, verdeutlichte der Bassumer, der auch Vorsitzender des Kreispferdesportverbandes ist. Ihm ist klar: „Wir werden uns mit Corona arrangieren müssen. Das Virus wird uns sicherlich noch ein Weilchen begleiten.“

„Wir hatten schon länger Lust auf ein Turnier“, berichteten Nina und Julia Bolte. 2019 hat sich die Okeler Pferdesportgemeinschaft gegründet. „Wir sind ein ganz kleiner Verein“, sagte Nina Bolte. Geplant waren die Okeler Dressurtage für Himmelfahrt 2020. „Und dann kam Corona, und dann ging gar nichts mehr“, erinnerten die beiden: „Wir haben aber nicht aufgegeben. Wir wollen Züchter, Pferdebesitzer und Reiter unterstützen. Das Geschäft mit den Pferden bleibt sonst auf der Strecke.“

Beim ersten Turnier vor rund vier Wochen seien sie von Nennungen überrannt worden. „Die Nachfrage und das Feedback waren sehr gut.“ Darum seien sie vom eigentlichen Plan, 2021 das nächste Turnier zu veranstalten, abgewichen und hätten eine weitere Veranstaltung hinterhergeschoben.

„Wir sind gefragt worden, ob hier in vier Wochen wieder Turnier ist. Das können wir leider nicht umsetzen. Aber im nächsten Jahr wird es zu Himmelfahrt die Okeler Dressurtage geben“, versprachen Nina und Julia Bolte schon jetzt.

Von Sonja Rohlfing

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