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Nina Obst (Fußball)

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Auch in Heiligenfelde gehört Nina Obst (links) zu den absoluten Leistungsträgerinnen.

Heiligenfelde - Von Carsten Drösemeyer.  Ohne Übertreibung kann man Nina Obst als Fußball-Verrückte bezeichnen. Natürlich im positiven Sinn, aber die Jagd nach dem runden Leder nimmt schon eine große Rolle in ihrem Leben ein. Und das ist auch gut so, da die Abwehrchefin des Bezirksliga-Primus SV Heiligenfelde zu den mit Abstand stärksten Spielerinnen des Diepholzer Kreises zählt.

Eigentlich auch kein Wunder: Schließlich begann die 28-Jährige bereits mit vier Lenzen zu kicken. Erst in der G-Jugend des TSV Schwarme, dann nach ihrem Umzug nach Heiligenfelde zunächst mehr mit Bruder Roman und Zwillingsschwester Yara – ehe dann beim SVH die erste B-Mädchenmannschaft entstand. „Da habe ich mit Yara zusammen dann sofort angefangen. Das war cool. Endlich konnten wir in einem richtigen Team spielen und nicht mehr nur mit Freunden oder Verwandten“, erinnert sich Obst an ihre Anfänge.

Schnell zeigte sich, dass die kaufmännische Angestellte mit der Wahl ihres Hobbys goldrichtig gelegen hatte. Schon in jungen Jahren verfügte sie über einen gewaltigen Schuss und enormes taktisches Gespür. Kein Wunder also, dass Obst auch in der neugegründeten Frauenmannschaft auf Anhieb zur Leaderin avancierte. Was allerdings auch anderen Vereinen nicht verborgen blieb.

So zeigte der damalige Landesligist TuS Sulingen großes Interesse an ihr – und schlug nach dem Abstieg des SVH in die Kreisliga eiskalt zu. Zwei Jahre sicherten sich die Sulestädterinnen die Dienste der 28-Jährigen. „Es hat echt Spaß gemacht beim TuS“, blickt Obst gerne zurück: „Unter Trainer Rolf Schwenke habe ich viel gelernt, aber nach der zweiten Saison ist das Team etwas auseinandergefallen. Die Landesliga kam somit nicht mehr für uns infrage.“ Doch Glück im Unglück für die ehrgeizige Antreiberin: Ihr Heimatverein SV Heiligenfelde hatte eine tolle sportliche Entwicklung genommen und war dank zwei Aufstiegen in Folge in die Landesliga gestürmt.

Folgerichtig wechselte Obst zum SVH zurück, trug dort auch erheblich zum Klassenerhalt bei, ehe nach zwei Serien ihr alter Mentor Schwenke bei ihr und Schwester Yara anklopfte. Dieser hatte höchst erfolgreich beim SC Weyhe den Frauenfußball zum Leben erweckt und lockte mit dem Ziel des Regionalliga-Aufstiegs. „Die Anfrage von Rolf hat mich sofort gereizt. Weyhe war ja gerade unter seiner Leitung als Verbandsliga-Meister in der Relegation nur knapp an der Regionalliga gescheitert. Die hatten eine Bombentruppe“, schwärmt Obst noch heute.

Also schloss sie sich zusammen mit Zwillingsschwester Yara ebenfalls dem SCW an und traf zudem dort noch auf Halbschwester Laureen Ulbrich, die für Weyhe das Tor hütete. Aber der Traum von drei Schwestern im SCW-Dress zerschlug sich schnell: Ulbrich zog sich einen Kreuzbandriss zu, und Yara Obst (mittlerweile Köhler) spielte oft in der Zweiten. Nina Obst hingegen überzeugte voll und ganz. Dennoch reichte es „nur“ zur Vizemeisterschaft und wie zuvor in Sulingen verließen dann diverse Leistungsträgerinnen Weyhe.

Auch das Trainerduo Schwenke/Frank Bertram zog sich zurück, sodass Obst die SCW-Zelte ebenfalls abbrach. Mittlerweile hält sie wieder den Laden für ihren Leib- und Magenverein SV Heiligenfelde zusammen und fühlt sich dort „pudelwohl. Ich wohne in Heiligenfelde, spiele mit Yara in einem Team, und wir sind Bezirksliga-Herbstmeister. Es läuft super.“ Was Heiligenfeldes Trainerin Jana Helms bestätigt: „Nina ist unsere Anführerin auf und außerhalb des Platzes. Ihre Rückkehr ist ein Glücksfall.“

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