Co-Trainer Thorolf Meyer nach 2:2 gegen Hemmingen trotzdem zufrieden: „Richtig gutes Spiel“

Niklas Klares Volley-Tor reicht nicht zum Sulinger Sieg

Pech gehabt: Timo Freye unterlief ein Eigentor zum 2:2. Doch ohne den Klärungsversuch des Rechtsverteidigers vom TuS Sulingen hätte ein Hemminger wohl vollstreckt. Foto: Krüger

Sulingen – Viel hätte nicht gefehlt für Chris Brüggemann – und das gleich doppelt: Doch erst zielte der Stürmer des TuS Sulingen knapp am Tor vorbei (90.), dann setzte er einen Schuss im Strafraum knapp zu hoch an. „Das wäre der Lucky Punch gewesen“, bedauerte sein Co-Trainer Thorolf Meyer, der den urlaubenden Chefcoach Walter Brinkmann vertrat. Doch insgesamt sprach „Toto“ am Samstagabend von einem leistungsgerechten 2:2 (1:1) gegen Landesliga-Kontrahent SC Hemmingen-Westerfeld: „Das Unentschieden geht in Ordnung, und es war ein richtig gutes Spiel von beiden Seiten. Von Sommerkick konnte trotz der Temperaturen jedenfalls keine Rede sein.“

Zwar wussten die Sulinger schon vorher um Hemmingens enorme Qualität in puncto Balleroberung und Schnelligkeit, trotzdem war Meyer hinterher beeindruckt: „Vom Umschaltspiel ist diese Mannschaft mega-klasse – das Beste, was ich seit langem gesehen habe.“ Mit wenigen Kontakten, einem oder zwei Pässen stellte der SC die Platzherren in der ersten halben Stunde laut Meyer vor „arge Probleme: Da kamen einige Bälle hinter unsere Viererkette, wir wurden mehrfach überspielt.“

Daraus resultierte auch die Führung des schwer zu haltenden Aron Gebreslasie (9.), der einen schnell durchgesteckten Ball veredelte. Fünf Minuten vor der Pause musste Dennis Neumann nach einer Ecke von Dennis Pissor nur noch den Fuß hinhalten und traf zum 1:1. „In dieser Phase waren wir drin im Spiel“, urteilte Meyer – auch angesichts der Möglichkeit Brüggemanns, der kurz vor dem Ausgleich SC-Schlussmann Timo Kroß zur Glanzparade zwang (39.).

Nach der Pause traf Niklas Klare volley zum 2:1 (52.), und wie beim 1:1 hatte Pissor das Tor mit einer Ecke eingeleitet. Sulingens Freude über die Führung währte jedoch nicht lange: Eine scharfe Hereingabe bugsierte Timo Freye beim Klärungsversuch ins eigene Netz (54.). „Kein Vorwurf an Timo – da musste er hin“, nahm Meyer seinen guten Rechtsverteidiger in Schutz: „Das geschah unter Gegnerdruck.“ Ansonsten hätte ein Gästespieler schon parat gestanden.

Danach sahen die Zuschauer ein völlig offenes Spiel beider offensiv ausgerichteter Teams. Zunächst schoss Löhmann knapp daneben (60.), dann traf Hemmingens Yannick Kranz nur den Querbalken (76.). Zehn Minuten vor Schluss vergaben noch einmal Löhmann und der eingewechselte Tim Rieckhof das 3:2 – ebenso wie später Brüggemann mit eingangs erwähnten Gelegenheiten.  ck

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