Nienstermann-Kopfball ins Glück 

„Württemberg-Cup“: Melchiorshausen schafft kleines Finale

Auch mit geschlossenen Augen gewinnt Stuhrs Janik Troue (re.) dieses Kopfball-Duell gegen Melchiorshausens Ruben Njie. - Foto: töb

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Vor einer erneut schönen Kulisse von 300 Zuschauern fand gestern Abend in Ristedt beim 18. Fußball-Turnier um den „Württemberg-Cup“ der letzte Spieltag in der Gruppe B statt.

Mit einem Tor in der Nachspielzeit von Marvin Nienstermann setzte sich dabei der bremische Landesligist TSV Melchiorshausen mit 2:1 (0:0) gegen den Vorjahresfinalisten TV Stuhr durch und qualifizierte sich für das Spiel um Platz drei am Freitag gegen den TuS Sulingen. Durch ein 2:0 gegen Seckenhausen wurde der Bremer SV Gruppenerster und kann seinen Titel am Freitag im Finale gegen Heiligenfelde verteidigen.

TSV Melchiorshausen - TV Stuhr 2:1 (0:0): Die Stuhrer waren nach dem Match völlig bedient. Trainer Christian Meyer las seiner Elf noch auf dem Platz die Leviten: „Heute haben fast alle schlecht gespielt. Einige Spieler waren richtig teilnahmslos.“ Und sein TVS-Trainerkollege Stephan Stindt fügte noch hinzu: „Bei uns war viel zu wenig Bewegung im Spiel. Zudem haben wir bei den beiden Gegentoren schlecht verteidigt und sind gar nicht erst in die entscheidenden Duelle gegangen. Ein Spiel um Platz drei am Freitag wäre sicherlich schön gewesen, aber mit der heutigen Leistung haben wir uns das nicht verdient.“

Eine völlig andere Gefühlslage herrschte bei Melchiorshausens spielendem Co-Trainer Julian Michel: „In der ersten Halbzeit haben wir auch nach vorn Akzente gesetzt. Nach der Pause ging es dann nur noch über den Willen. Die Jungs haben die taktischen Vorgaben heute toll erfüllt.“

Dabei hätte Stuhr durchaus mit 2:0 in Führung gehen können. In der 15. Minute traf Rückkehrer Jendrik Wetjen nur die Latte, und fünf Minuten später scheiterte Andre Kück freistehend an TSV-Keeper Sascha Kleemann. Nach Querpass von Kevin Nienstermann verpasste Tim Cohrs auf der anderen Seite das 1:0, schoss die Kugel dabei freistehend aus zehn Metern drüber (28.).

Kevin Nienstermann machte das in der 40. Minute besser, denn sein Lupfer aus vollem Lauf bedeutete nicht nur das 1:0, sondern war auch noch toll anzusehen. Stuhr drückte nun zwar auf den Ausgleich, war aber oft zu fahrig und ungenau in seinen Aktionen. Erst der eingewechselte Janis Öhlerking schaffte in der 58. Minute mit seinem Linksschuss aus 13 Metern das 1:1. Dieses Ergebnis hätte Stuhr zum kleinen Finale gereicht – doch in der zweiten Minute der Nachspielzeit folgte der Genickschlag: Marvin Nienstermann stieg zum Kopfball hoch und traf tatsächlich zum Melchiorshauser 2:1-Sieg.

Bremer SV - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 2:0 (0:0): Die Seckenhauser zogen sich in den ersten 35 Minuten wirklich gut aus der Affäre und ließen hinten kaum etwas anbrennen. Ein Punkt hätte der TSG gereicht, um sich am Freitag das Duell gegen Sulingen zu verdienen.

Doch das ließ der Abonnementsmeister der Bremen-Liga dann doch nicht zu. Per Doppelschlag in der 62. und 63. Minute zum 1:0 und 2:0 beendete Joel Cakir alle Seckenhauser Träume auf das kleine Finale. Da das Finale bei der Sportwoche in Elsdorf (sollte mit dem Finalisten Bremer SV ursprünglich auch Freitag steigen) nun auf kommende Woche verlegt wurde, kann der BSV im Ristedter Endspiel mit bester Truppe antreten. Was leider nicht für den SVH gilt, denn etliche Spieler hatten wohl nicht mit einem Finale gerechnet und vorher schon Urlaub gebucht.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Deutsche Snowboarder sammeln Müll am Jenner

Deutsche Snowboarder sammeln Müll am Jenner

„Wer ist diese Mannschaft, die da gegen Gladbach spielt?“ Netzreaktionen zu #SVWBMG

„Wer ist diese Mannschaft, die da gegen Gladbach spielt?“ Netzreaktionen zu #SVWBMG

Ohne eigenes Auto mobil auf dem Land

Ohne eigenes Auto mobil auf dem Land

Italiens Topattraktionen öffnen wieder

Italiens Topattraktionen öffnen wieder

Meistgelesene Artikel

„Alle haben sich riesig gefreut“

„Alle haben sich riesig gefreut“

Punktspiele erlaubt: Die ersten Tennisbälle fliegen ab Juni

Punktspiele erlaubt: Die ersten Tennisbälle fliegen ab Juni

Fußballfrei – und plötzlich zwickt der Rücken

Fußballfrei – und plötzlich zwickt der Rücken

Marcel Heyer bleibt in Wagenfeld

Marcel Heyer bleibt in Wagenfeld

Kommentare