Neuzugang Marcel Dörgeloh schlägt bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst ein wie eine Bombe

„Niemand träumt von der Landesliga“

„Ich fühle mich in meiner Rolle als offensiver Freigeist pudelwohl“, sagt Seckenhausens Angreifer Marcel Dörgeloh (re.).
+
„Ich fühle mich in meiner Rolle als offensiver Freigeist pudelwohl“, sagt Seckenhausens Angreifer Marcel Dörgeloh (re.).

Seckenhausen – Die Verpflichtung von Marcel Dörgeloh entpuppt sich für Fußball-Bezirksligist TSG Seckenhausen-Fahrenhorst immer mehr als absoluter Volltreffer: Nach sieben Jahren beim Bremen-Ligisten Brinkumer SV kehrte der 29-Jährige zur TSG zurück und trug bislang maßgeblich zum Höhenflug des Aufsteigers bei. Wie der angehende Speditionskaufmann sich diesen erklärt und ob die Landesliga zum Thema werden könnte, verrät Dörgeloh im folgenden Gespräch.

Herr Dörgeloh, haben Sie nach sieben Jahren Abstinenz überhaupt noch die Kabine in Seckenhausen gefunden?

(schmunzelt) So viel hat sich ja nicht verändert. Ich hatte auch in meiner Brinkumer Zeit immer Kontakt nach Seckenhausen. Alleine schon durch meinen langjährigen WG-Kumpel Philipp Eggers.

Also hat Sie Eggers zur Rückkehr überredet?

Natürlich war auch ein Grund, dass ich nun wieder mit alten Kumpels wie Philipp zusammenspielen kann. Aber es gab noch mehr Pluspunkte für Seckenhausen.

Welche denn?

Seckenhausen war meine erste Station im Erwachsenenbereich, und ich habe mich immer gerne an die Anfänge hier zurück erinnert. Die TSG ist ein super geführter Club. Und sie haben sich sehr um mich bemüht.

Gab es nach dem Aus in Brinkum noch Anfragen anderer, vielleicht sogar höherklassiger Clubs?

Damit habe ich mich gar nicht beschäftigt. Für Brinkum hätte ich den enormen Aufwand gerne weiter auf mich genommen, aber bei einem neuen Verein wollte ich einfach nicht noch mal von vorne beginnen. Für mich kam nach Brinkum also nur Seckenhausen infrage.

Verlief die Trennung mit dem Brinkumer SV denn komplett einvernehmlich?

Ich hätte sehr gerne beim BSV weiter gekickt. Ich habe die Entscheidung vor der Saison zwar akzeptiert, aber nicht richtig verstanden. Und natürlich bin ich enttäuscht.

Kennen Sie die Beweggründe der Brinkumer Verantwortlichen?

Nach meiner längeren Verletzung wurde mir wohl nicht mehr die nötige Fitness zugetraut. Dabei war ich am Ende der letzten Serie bereits wieder verletzungsfrei und stand als Einwechselspieler auch öfter auf dem Feld.

Bleibt dieses unschöne Ende also hängen? Oder überwiegen die tollen Momente?

Es überwiegt klar die coole Zeit beim BSV. Hier bin ich Meister geworden und habe mich weiterentwickelt.

Verfolgen Sie den Brinkumer SV noch?

Nicht im Stadion bisher. Aber Brinkum ist mein Heimatverein, und ich freue mich immer darüber, wenn die Jungs Erfolg haben. Auch der sportlichen Leitung könnte ich jederzeit begegnen. Es waren schöne Jahre beim BSV.

Nun also die Rückkehr zur TSG und ein wahrer Traumstart mit einem Remis und sechs Siegen. Haben Sie damit im Vorfeld gerechnet?

Nicht wirklich. Aber 19 Punkte aus sieben Spielen übertreffen alle Erwartungen.

Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe für das bislang so fulminante Abschneiden?

Die sportliche Leitung mit Andre Schmitz und Trainer Iman Bi Ria macht einen tollen Job, und innerhalb der Mannschaft stimmt es ebenfalls. Neuzugänge wie Howard Barbosa oder Nico Kiesewetter haben toll eingeschlagen, und Philip Kleingärtner in die Innenverteidigung zu versetzen, war ein genialer Schachzug. An „Pipo“ kommt kaum ein Stürmer vorbei.

Sie vergessen, Ihren eigenen Anteil am Erfolg zu erwähnen . . .

Ich fühle mich in meiner Rolle als offensiver Freigeist pudelwohl. Meist spiele ich hängende Spitze oder noch etwas dahinter. Manchmal stehe ich auch ganz vorne drin. Bisher passt das alles recht gut.

Was sind Ihre nächsten Ziele mit Seckenhausen. Darf die TSG als „Herbstmeister“ bereits von der Landesliga träumen?

Das wäre wirklich viel zu voreilig. Aber ich bin ehrgeizig und möchte den ersten Platz jetzt auch bis zum Schluss verteidigen. Die Meisterrunde ist unser klares Ziel. Von der Landesliga träumt hier allerdings trotzdem noch niemand.

Von Carsten Drösemeyer

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Pixel 5 und 4a 5G im Praxistest

Pixel 5 und 4a 5G im Praxistest

Mit kleinen Kutschen durch Corona-Sommer

Mit kleinen Kutschen durch Corona-Sommer

Mit diesen Lebensmitteln schlemmen Sie schlechte Laune ganz einfach weg

Mit diesen Lebensmitteln schlemmen Sie schlechte Laune ganz einfach weg

So geht Brot auf Europäisch

So geht Brot auf Europäisch

Meistgelesene Artikel

Dem Handball droht eine Absagen-Flut

Dem Handball droht eine Absagen-Flut

Dem Handball droht eine Absagen-Flut
Erst der Armbruch, dann das Tor

Erst der Armbruch, dann das Tor

Erst der Armbruch, dann das Tor
Plexiglas, Plastikstühle, Personal: Fußballclubs setzen Hygienekonzepte vielversprechend um

Plexiglas, Plastikstühle, Personal: Fußballclubs setzen Hygienekonzepte vielversprechend um

Plexiglas, Plastikstühle, Personal: Fußballclubs setzen Hygienekonzepte vielversprechend um

Kommentare