Startnummer 28

Niels Oliver Wessel (Motorsport)

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Beim Rennen in Norden stand der Schwarmer Niels Oliver Wessel in diesem Jahr auf dem obersten Treppchen.

Schwarme - Von Gerd Töbelmann. „Ein bisschen verrückt ist das schon, aber mir macht das halt Riesenspaß“, sagt Niels Oliver Wessel. Wer für seinen Sport im Jahr an die 60.000 Kilometer durch Deutschland und Europa tourt, der muss wirklich einen Narren an seinem Hobby gefressen haben. Für den 19-jährigen Speedway-Fahrer des MSC Schwarme gilt das uneingeschränkt.

Wochenende für Wochenende macht sich Wessel mit seinem Vater Marc (43) und zwei Schraubern auf den Weg zu den diversen Rennen. In diesem Jahr kamen da von April bis Oktober satte 32 Veranstaltungen zusammen.

Das hatte sich Wessel junior vor 13 Jahren sicherlich noch nicht träumen lassen. Als Steppke mit sechs Jahren standen zwei einschneidende Ereignisse an: Einschulung und die ersten Fahrten mit dem Pocket Bike, einem Gefährt mit 50 ccm und einer Spitzengeschwindigkeit von immerhin 40 km/h. Was da für Wessel wohl mehr Spaß gemacht haben dürfte . . . ?

Einmal den „Rausch der Geschwindigkeit“ erlegen, gab es für den kleinen Niels danach kein Halten mehr. Da Vater Marc, seit 2016 Vorsitzender des MSC, schon damals im Verein tätig war, war der Weg für seinen Filius für die ersten Rennen geebnet. „Eigentlich wollte ich Cross-Rennen fahren, aber das hat nicht geklappt“, sagt der junge Wessel. Also versuchte er sich mit neun Jahren auf der Schwarmer Langbahn und nahm an Rennen der A-Schüler teil. Das war im Gegensatz zum Rumjuckeln im eigenen Garten natürlich ein ganz anderer Schnack.

Sein bislang erfolgreichtes Jahr war 2015. Bei den C-Junioren, mitterweile mit 250 ccm-Motoren unterwegs, holte er sich in Berghaupten den DM-Titel. Doch es kam noch besser, denn bei der Weltmeisterschaft in Vechta sprang ein toller dritter Platz heraus. Diese Erfolge blieben nicht unbelohnt, denn der ADAC (Bezirk Weser-Ems) zeichnete Wessel als deren Sportler des Jahres aus.

Aber auch die Bilanz im abgelaufenen Jahr kann sich wahrlich sehen lassen. Mit den Randers Lions holte sich der Schwarmer die Vizemeisterschaft in der zweiten dänischen Division. In der 2. Liga in Deutschland sprang mit dem MSC Cloppenburg gar der Titel heraus. Aufsteigen will das erst neu gegründete Team jedoch nicht.

Neben den Clubrennen nahm der B-Lizenzfahrer 2018 auch noch an diversen offenen Veranstaltungen teil. In Norden klappte es mit dem Sieg am besten. Aber auch Bronze bei der U 21-DM in Landshut konnte sich wahrlich sehen lassen. Hinzu kamen Rennen in Schottland und der Slowakei. Allein schon von den Spritkosten her also kein günstiges Hobby. Um den Etat zu decken, ist Wessel froh, dass er die Gagen aus Randers und Cloppenburg sicher hat. Einige persönliche Sponsoren sorgen dafür, dass man im Hause Wessel wenigstens nicht zubuttern muss.

Und was sind die Ziele für 2019? Wessel blickt dem Jahr durchaus hoffnungsvoll entgegen, denn der MSC Brokstedt hat sich seine Dienste schon für die 1. Bundesliga gesichert, was den Etat im Hause Wessel ebenfalls entlasten dürfte.

Aber was ist eigentlich mal mit einez Zusage beim Langbahn-Heimrennen vor der eigenen Haustür? Vater Marc würde einen Start seines Sohnes bestimmt einmal gerne sehen. Doch der Junior winkt (noch) ab: „Erst einmal konzentriere ich mich ganz auf Speedway. Das ist auch eine Kostensache, denn für Langbahnrennen bräuchte ich zwei weitere Maschinen, um das auch vernünftig machen zu können. Und das ist momentan nicht drin. Aber ich bin ja noch jung und will nicht ausschließen, dass ich irgendwann auch mal beim Schwarmer Rennen starte.“

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