Niederlagen im Pokal und in der Bundesliga

Werder ohne Steger nur die Hälfte wert

Bremen - Rabenschwarzes Wochenende für den ruhmreichen SV Werder Bremen: Nicht nur, dass die Kicker um Claudio Pizarro gegen Ingolstadt ausrutschten – auch für die Tischtennis-Cracks lief es um keinen Deut besser. Erst wurden die Grün-Weißen durch ein 1:3 beim Zweitligisten TTC Ober-Erlenbach bereits in der ersten Runde aus dem Pokalwettbewerb gekegelt, und dann scheiterte Werder zu allem Überfluss auch noch in der Bundesliga mit 1:3 beim TTC Schwalbe Bergneustadt. Ein Desaster.

TTC Ober-Erlenbach - SV Werder Bremen 3:1: Was sich auf den ersten Blick wie eine Katastrophe erster Kajüte anhört, entpuppt sich beim näheren Hinschauen als eine logische Folge einiger extrem unglücklicher Umstände. Denn: Ohne Spitzenspieler Bastian Steger (Oberschenkelverhärtung) gingen die Gäste schon gehandicapt in die Partie hinein und mussten dann auch noch mit komplett ungewohnten Bällen zurechtkommen. „Die Bälle in Erlenbach sind völlig anders als unsere. Sie sind härter und springen so höher ab. Drei Tage Vorbereitung haben einfach nicht gereicht, um sich darauf einzustellen“, seufzte Werder-Coach Cristian Tamas.

Derart benachteiligt lief bei den Hanseaten von Beginn an wenig zusammen. Im Gegensatz zu den Hausherren, die förmlich über sich hinauswuchsen und dem Favoriten lediglich den Ehrenpunkt durch Hunor Szöcs (3:1 gegen Scheja) gönnten.

Entsprechend niedergeschlagen wirkte Tamas nach dem Knockout: „Wir hatten uns im Pokal so viel vorgenommen. Echt bitter, dass schon alles vorbei ist.“

TTC Schwalbe Bergneustadt - SV Werder Bremen 3:1: Keine Frage, das Pokal-Aus hatte bei den Bremern Spuren hinterlassen. Natürlich gaben sich die Hanseaten in Bergneustadt nicht kampflos geschlagen, aber ohne ihre immer noch verletzte Nummer eins Steger ging der SVW schon mit einem mulmigen Gefühl in die Partie hinein.

Zu Recht, wie sich bitter bestätigen sollte. Zumal es denkbar unglücklich begann, als Kirill Skachkov im Auftakteinzel gegen Steffen Mengel im Entscheidungssatz einen 6:4-Vorsprung nicht ins Ziel retten konnte. Für Werder bereits der Anfang vom Ende. Im weiteren Spielverlauf punktete nur noch Constan Cioti (3:2 über Benedict Duda) für die Gäste, so dass am Ende des Tages ein 3:1 für Bergneustadt an der Anzeigentafel aufleuchtete.

Laut Tamas „ein Wochenende zum Vergessen. Jetzt müssen wir unsere Wunden lecken.“

drö

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