ZOLLSTOCK-GESPRÄCH Der Schwarmer Niels Oliver Wessel vermisst Speedway-Rennen

„Nie gedacht, dass ich malerisch begabt bin“

Rasantes Interview mit Abstand: Kreiszeitungs-Redakteur Gerd Töbelmann (li.) befragte Speedwayfahrer Niels Oliver Wessel zu dessen Befindlichkeiten während der Coronakrise.

Schwarme - Von Gerd Töbelmann. Seine beiden Speedway-Maschinen stehen hübsch aufgereiht in der Garage, wurden aber schon ein halbes Jahr nicht mehr bewegt. Die Coronakrise hat auch den Motorrad-Speedwayfahrer Niels Oliver Wessel voll erwischt. Eigentlich sollte er erste und zweite Liga in Deutschland fahren – alles abgesagt oder zumindest verschoben. Mit dem gebührenden räumlichen Abstand erklärt uns der 20-Jährige des MSC Schwarme im Zollstock-Gespräch, was ihn am meisten ärgert und welche ungeahnten Talente er an sich während der vielen freien Zeit entdeckt hat.

1. Was nervt am meisten an diesen Tagen?

Ganz klar, dass ich meinem Sport nicht nachgehen kann. Das ist alles momentan schon sehr eingeschränkt. Blöd ist auch, dass ich nicht mehr so viel mit Freunden machen kann.

2. Gibt es etwas, dass Sie derzeit auch angenehm finden?

Ich habe momentan mehr Zeit für mich als sonst. Die nutze ich unter anderem dazu, meine Wohnung zu renovieren.

3. Was für versteckte Talente haben Sie an sich entdeckt?

Ich hätte nie gedacht, dass ich malerisch begabt bin. Das spart bei der Renovierung meiner Wohnung natürlich Geld und macht sogar Spaß. Und meiner Freundin Melina gefällt’s sogar . . .

4. Was ist momentan sportlich die größte Herausforderung?

Um meine Fitness zu halten, gehe ich eigentlich regelmäßig ins Fitnessstudio. Das hat aber aufgrund der aktuellen Lage leider zu. Und ich weiß auch nicht, wann da mal wieder was geht. Diese Abwechselung fehlt mir schon.

5. Was sind Ihre Tipps, um trotz Kontaktverbots fit zu bleiben?

Ich mache individuell etwas für die Kondition und laufe oder fahre zwei- bis dreimal pro Woche mit dem Fahrrad. Das sind pro Einheit so ungefähr 20 bis 30 Kilometer.

6. Buch, Serie oder Film – was bevorzugen Sie? Und was haben Sie zuletzt gelesen oder geschaut?

Eher Serien. Momentan steht „Haus des Geldes“ auf Netflix bei mir ganz hoch im Kurs. Ich bin eben nicht so der Buch-Typ.

7. Was für eine Maske tragen Sie, und wer hat sie genäht?

Ich habe zwei ganz normale Stoffmasken. Die habe ich gekauft und wasche sie auch regelmäßig.

8. Mit wem würden Sie aktuell am wenigsten tauschen wollen?

Mit den vielen, vielen Einzelunternehmern, weil sie oft nicht über genügend finanzielle Reserven verfügen, um derzeit gut über die Runden zu kommen. Gerade die Leute, die in der Gastronomie arbeiten, trifft es aktuell hart.

9. Wie groß ist die Lust auf Normalität?

Natürlich sehr, sehr groß. Vorsicht ist sicherlich immer noch geboten. Abstand halten, Hygiene und in bestimmten Fällen Maskenpflicht sind ja okay, aber ab und an wird es alles auch etwas übertrieben.

10. Wenn morgen alles wie vorher wäre: Was würden Sie als Erstes machen?

Endlich Rennen fahren. Seit Oktober, seit dem Ende der vergangenen Saison, habe ich nicht mehr im Sattel gesessen. Keine Ahnung, ob es dieses Jahr noch etwas wird. Aber meine Maschinen sind bereit – und ich bin es schon längst.

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