Nick Hämmerling und Benjamin Koc Fünfter beim Paratriathlon in London

„Wir haben uns wie richtige Profis gefühlt“

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Nick Hämmerling (links) und Benjamin Koc waren mit ihrem Auftritt in London sehr zufrieden.

London/Weyhe - Nick Hämmerling und Benjamin Koc waren so richtig glücklich. Die beiden Ausdauersportler vom SC Weyhe bewältigten den World Paratriathlon in London und staunten vor allem über die professionellen Bedingungen, ein bisschen aber auch über sich selbst. Die Gesamtzeit, die für den blinden Triathleten Hämmerling und seinen Guide Koc am Ende auf der Uhr stand, konnte sich durchaus sehen lassen: 1:14,16 Stunden. Das reichte für Platz fünf in der Starterklasse der Blinden und Sehbehinderten.

„Es war ein ganz toller Wettkampf und unser erstes Weltcup-Rennen – wir sind total zufrieden und begeistert“, schwärmt Koc: „Und wir haben eine neue Bestzeit aufgestellt.“

Beim Schwimmen (750 Meter) hatte das Weyher Duo Respekt vor dem 15,6 Grad kalten Wasser. „Wir wollten es nicht unterschätzen“, erinnert sich Koc. Deshalb gingen sie vorsichtig an die erste Disziplin heran und waren etwas langsamer als sonst (16:11 Minuten). „Wir hätten schneller sein können. Das war unser Fazit nach dem Schwimmen“, sagt Koc. Auf dem Tandem brauchten die Zwei 33:18 Minuten für die 20,7 Kilometer lange Radstrecke. „Das entspricht einem Schnitt von 37 km/h. So schnell waren wir noch nie. Da hat sich das einwöchige Trainingslager auf Mallorca ausgezahlt“, freut sich Koc. Auch beim abschließenden Laufen legten sie eine neue Bestmarke hin: 20:11 Minuten für fünf Kilometer. „Fast eine Minute schneller als sonst. Vielleicht liegt es daran, dass wir den Winter durchtrainiert und keine Pause gemacht haben“, mutmaßt Koc, der insgesamt nur ein Haar in der Suppe findet: „Wir haben festgestellt, dass wir die Wechsel noch trainieren müssen. Da ging uns zu viel Zeit verloren. Beim ersten haben wir zwei Minuten und 51 Sekunden gebraucht – ungefähr eine Minute länger als die anderen. Das müssen wir verbessern.“

Ansonsten wird Hämmerling und Koc der Wettkampf in der englischen Hauptstadt, der auf der Olympiastrecke von 2012 stattfand, in absolut positiver Erinnerung bleiben. „Alles war klasse organisiert. Wir kannten so etwas vorher noch nicht, durften ins Athletendorf und haben uns wie richtige Profis gefühlt“, sagt Koc und fügt mit einem Schmunzeln an: „Wir haben sogar unsere ersten Autogramme gegeben.“ Auch Hämmerling sei nach dem Rennen „überglücklich über den ersten internationalen Auftritt“ gewesen, betont der Guide.

Mit dem Rückenwind aus dem London-Rennen packt das Weyher Duo nun die nächsten Aufgaben an – und die sind nicht mehr weit weg. „Erst mal geht es am 28. Juni an den Chiemsee zur ersten Olympischen Distanz. Am 18. Juli ist dann wieder die Deutsche Meisterschaft in Hamburg. Da wollen wir nach dem Vizetitel im Vorjahr nicht schlechter abschneiden“, erklärt Koc: „Und eine Woche später gastieren wir beim Silbersee-Triathlon.“

mr

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