Harsches Küpker-Urteil nach 1:2-Pleite

„So nichts in der Klasse zu suchen“

SCT-Spitze Marc Pallentien (l.) kam überhaupt nicht zum Zuge und blieb in 90 Minuten ohner Torchance. Allerdings hätte es nach Foul an ihm früh Elfmeter geben müssen.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannTWISTRINGEN · Da standen oder saßen sie nun nach Abpfiff auf dem Rasen – die Spieler des Fußball-Bezirksoberligisten SC Twistringen. Kämpferisch hatten sie eine Menge investiert, aber am Ende hatte es wieder nicht gereicht, stand ein 1:2 (0:0) gegen Mitaufsteiger MTV Ilten zu Buche, der den SCT noch weiter in Richtung Bezirksliga-Rückkehr spülte.

Twistringens Trainer Uwe Küpker, wahrlich kein Freund leiser Analyse-Töne, fällt nach der Schlappe ein ernüchterndes Urteil über seine Mannschaft: „Ich habe nicht gedacht, dass wir uns mit diesem Kader in der neuen Klasse so schwer tun. So jedenfalls haben wir in der Bezirksoberliga nichts zu suchen. Ich hoffe, dass wir die Hinrunde zum Lernen nehmen, um dann nach der Winterpause besser abzuschneiden.“

Wieder einmal kosteten Kleinigkeiten ein besseres Ergebnis für die Hausherren. Klar, die berufsbedingten Ausfälle aufgrund der frühen Anstoßzeit von Michael Geisler, Irfan Akan oder zunächst auch Matthias Aust (kam nach der Pause) taten weh. Aber auch auf dem Feld fehlten Kleinigkeiten. „So ein Ding wie beim 0:1 bekommt man nur, wenn man unten steht“, meinte Keeper Markus Norrenbrock.

In der 73. Minute hatte „Norre“ zunächst bei einem Gewaltschuss prächtig reagiert und mit beiden Fäusten geklärt. Unglücklicherweise landete der Ball aber bei Kapitän Julian Schenkemeyer, der reflexartig den Kopf hinhielt, Bogenlampe, Tor – 0:1. Ein Fall aus der Rubrik „unglücklich gelaufen“.

In die Kategorie „ungerechte Schiri-Behandlung“ stufte Küpker eine Szene in der zwölften Minute ein, die dem Match vor 120 Zuschauern eine ganz andere Richtung hätte geben können. Bei einem unmotivierten Ausflug stieß MTV-Keeper Sven Rau Twistringens Spitze Marc Pallentien um. Doch Raus raue Gangart blieb ohne Folgen, Schiedsrichter Christian Hoyer (SV Dreye) sah das nicht als elfmeterwürdig an, was Küpker an der Linie zum HB-Männchen werden ließ.

Und dann gab’s aber auch noch die Rubrik „Unvermögen“ oder milder gesagt „individuelle Fehler“. Damit ist ganz sicher nicht das 1:1 (78.) durch den Abstauber von Jannes Struß nach Pfostenschuss von Stefan Rosenthal gemeint. Nein, es waren zwei Szenen danach. Da hätte Manndecker Dennis Müller treffen können, jagte die Kugel aber in den Himmel. Noch schlimmer, weil folgenschwerer erging es seinem Abwehr-Kollegen Thorben Deepe, der in der 86. Minute nicht auf der Hut war. Iltens Angreifer Thorben Schierholz wurde mit dem Rücken zum Tor angespielt, drehte sich um Deepe herum und schoss das von den Gästen wie die Meisterschaft gefeierte 2:1.

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