Rehden ringt Langenhagen mit 2:1 nieder / Neuzugang Greve und Abwehr-Ass Schiersand treffen

Nicht schön, aber erfolgreich

Musste bei seinem 1:0 „nur“ richtig stehen, weil Erdal Ölge (Nummer acht) eine sehr exakte Vorlage lieferte: Rehdens Neuzugang Florian Greve.

Kreis-Diepholz - Aus Langenhagen berichtetArne HelmsREHDEN · Gerade einmal zwei Trainingseinheiten hatte Florian Greve hinter sich, als er gestern zum ersten Mal für den BSV Rehden auflief. „Andere Trainer hätten ihn vielleich nur eingewechselt. Aber das stand für mich nicht zur Debatte, weil es eine Augenweide war, ihn im Training zu sehen“, schwärmte Uwe Brunn nach dem 2:1 (1:0) beim SC Langenhagen. Der BSV-Coach hatte alles richtig gemacht, schließlich ging der Führungstreffer im ersten Fußball-Oberliga-Spiel nach der Winterpause auf das Konto des Neuzugangs aus Cloppenburg.

Den hatte er in der 21. Minute allerdings nicht seiner durchaus schon angedeuteten spielerischen Klasse zu verdanken, sondern viel eher der sauberen Vorarbeit von Erdal Ölge. Der linke Mittelfeldspieler – ein absoluter Aktivposten in den Reihen des BSV – hatte den völlig freien Greve im Rücken der Langenhagener Abwehr bedient, anstatt es aus spitzem Winkel selbst zu versuchen. Der Neuzugang hatte keine Mühe, den Ball im leeren Tor zu versenken. „Ein guter Einstand von Florian, aber ihm fehlt noch die Kraft. Nach seinem Tor hat er zu viele einfache Bälle verloren“, konstatierte Uwe Brunn, der Greve im 4-1-4-1-System gemeinsam mit Christian Schiffbänker in die offensive Zentrale beordert hatte. Der 28-Jährige selbst war mit der eigenen Leistung relativ zufrieden: „Ich habe nicht wie ein Fremdkörper gewirkt.“

Im Gegenteil, denn seine Mitspieler suchten ihn bereits als Anspielstation. Zumindest in der ersten halben Stunde. Dann tauchte nicht nur Greve ab, sondern alle Rehdener verzettelten sich in ungenauen Pässen und kleinen Nickligkeiten. Langenhagens Pascal Biank (44.) hätte das bestrafen können, bekam allerdings nicht genügend Druck hinter seinen Flugkopfball. „Aller Anfang ist schwer“, wollte Uwe Brunn, der neben Alexander Burgardt (fällt mit einem Meniskuseinriss drei bis fünf Wochen aus) kurzfristig auch auf den kranken Sebastian Lodter verzichten musste und Benjamin Belka mit Trainingsrückstand freiwillig zuhause ließ, keine schlechten Noten verteilen. „Aber in der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig gemacht. Wobei auch der Gegner nicht viele Torchancen hatte“, sagte Brunn.

Langenhagens Ertan Ametovski hatte derer zwei. Bei einer wurde er von David Pundt regelwidrig am Torschuss gehindert – zumindest sah das Schiedsrichter Andre Grimme (SC Rosdorf) so und gestand dem Gefoulten das 1:1 (61.) per Elfmeter zu. „Ich habe nur meinen Körper dazwischen gestellt, und dann hat Ametovski mich getroffen“, hatte Verursacher Pundt eine etwas andere Meinung. Dass Coach Brunn sich über diese Szene später „nicht mehr aufregen“ wollte, lag darin begründet, dass ausgerechnet Innenverteidiger Lars Schiersand in der 87. Minute aus heiterem Himmel der 2:1-Siegtreffer gelang. Mit dem Hinterkopf hatte der 35-Jährige einen Freistoß von Maarten Schops unhaltbar verlängert und nach einem Jahr in Rehden sein erstes Tor im BSV-Trikot erzielt. „Schön, dass Lars den noch reingewürgt hat“, bejubelte Florian Greve seinen Premieren-Sieg. Schiersand blieb hingegen auf dem Boden der Tatsachen und spielte auch in der Bewertung der Partie seine Routine aus: „Wir hatten zu viele Fehler in der Vorwärtsbewegung. Schön anzugucken war das nicht.“

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