Pokalspiel bei Arminia Hannover wird Sonntag nachgeholt

Blitz, Donner, Regen, Abbruch: TuS Sulingen muss nachsitzen

Grelle Blitze wie diese waren gestern Abend auch über dem Stadion von Arminia Hannover zu sehen. - Archivfoto: Hagen Görlich/pixelio

Hannover - Von Arne Flügge. Es geschah am frühen Abend, als das Unheil seinen Lauf nahm, das schließlich in einem Spielabbruch endete: Die Oberliga-Fußballer von Arminia Hannover und des TuS Sulingen hatten sich gerade eine halbe Stunde lang in der ersten Runde des NFV-Pokals gegenübergestanden, als eine schwarze Wolkenwand das Stadion am Bischofshol in fast abolute Dunkelheit versetzte. „Es wurde plötzlich stockduster, man konnte fast nichts mehr sehen“, berichtete Sulingens Teammanager Thorsten Neumann.

In einiger Entfernung war bereits ein Grummeln zu hören, die ersten Blitze zuckten. Kurz darauf begann es wie aus Kübeln zu schütten. Der „aufkommende Westwind“ (Live-Ticker Arminia) tat sein Übriges. Das Gewitter kam näher und näher. Der Donner wurde lauter und lauter, die Blitze greller – und der Regen keineswegs weniger. Schiedsrichter Moritz Geweke vom SV GW Wohldenberg entschied sich, ein paar Minuten früher zur Pause zu bitten. „War das jetzt der Abpfiff zur Halbzeit oder wegen des Gewitters? Die Zuschauer gucken gerade verdutzt“, übermittelte der Liveticker der Gastgeber. Die Antwort war klar: Beides hatte die Entscheidung des Referees beeinflusst. Zu diesem Zeitpunkt führte Arminia Hannover durch ein Tor von Dag Rüdiger aus der 21. Minute mit 1:0. Bedingt durch eine Unachtsamkeit in der Sulinger Deckung nach einem Pass in die Schnittstelle. Ein sicher vermeidbarer Treffer. „Wir hatten aber auch unsere Chancen“, sagte Manager Neumann: „Wir waren unterm Strich ein ebenbürtiger Gegner.“ Besonders mit Distanzschüssen und nach Standards hatte der TuS Sulingen immer wieder für Gefahr gesorgt.

Aus der 15-minütigen Halbzeitpause wurde eine halbe Stunde, doch Regen und Gewitter tobten unvermindert weiter. „Fast alle Zuschauer“, so der Arminen-Ticker, „befinden sich gerade auf der Tribüne oder am Getränkestand.“ Schließlich traf Schiedsrichter Geweke die Entscheidung, die Partie abzubrechen. Zumal auch kein Flutlicht vorhanden und es ohnehin bereits zappenduster war. „Schiri bricht die Begegnung ab. Es würde auch zu dunkel werden, sollte jetzt noch angepfiffen werden. Korrekte Entscheidung“, vermeldete nun der Ticker des TuS Sulingen.

„Wir sind alle enttäuscht, aber das war höhere Gewalt“, meinte TuS-Manager Neumann, wir hätten die Partie gerne zu Ende gespielt.“ Am Sonntag wird das Spiel bereits nachgeholt. Anstoß ist um 14.00 Uhr wieder in Hannover. „Hoffentlich dann aber ohne Gewitter“, schmunzelte Neumann. Immerhin konnten sich die Sulinger schon mal ein Bild von der Spielstärke des Gegners machen. „Auf diese Erkenntnisse können wir sicherlich aufbauen“, räumte der Sulinger Macher ein. Schränkte aber auch ein: „Der Gegner hat natürlich den gleichen Vorteil.“

Positive Nachricht am Rande: Die Verletzung, die sich Hussein Saade im Vorbereitungsspiel in Ristedt gegen den TuS Sudweyhe zugezogen hatte, stellte sich nicht als gravierend heraus. „Es war nur ein Pferdekuss, wir können Entwarnung geben“, freute sich Neumann. Nicht ganz unwichtig angesichts der schweren Verletzungen der beiden Neuzugänge Danny Arend und Salam Garaf. Beide waren gestern mit nach Hannover gereist.

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