Neuzugang im unteren Paarkreuz als Punktebank eingeplant / „Platz acht drin“

Heiligenrode mit Jessica Boy ins Abenteuer Regionalliga

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Heiligenrodes Neuzugang Jessica Boy soll an Position drei in der Regionalliga kräftig punkten.

Heiligenrode - Von Carsten Drösemeyer. Nein, Neuland betreten die Tischtennis-Damen des TSV Heiligenrode nicht, wenn sie am 28. September die Füchse Berlin zum ersten Regionalliga-Heimspiel begrüßen. Bereits vor drei Jahren agierte das Kreisteam in der damals dritthöchsten deutschen Spielklasse – allerdings mit geringem Erfolg. Lediglich vier Pünktchen erkämpfte Heiligenrode in der gesamten Saison und stieg als abgeschlagener Vorletzter postwendend wieder ab.

Klar, dass es Denise Kleinert & Co. diesmal wesentlich besser machen wollen. Und die Chancen hierfür stehen nicht schlecht. Denn: Durch die Einführung einer 3. Bundesliga stellt die Regionalliga nur noch die vierte Kraft in Deutschland dar, so dass die TSV-Damen auf weniger Hochkaräter treffen als beim letzten Intermezzo. Trotzdem dürfte der Kampf um den Klassenerhalt zu einem Ritt auf der Rasierklinge werden. Nahezu sämtliche Konkurrenten verfügen über ausländische Spitzenkräfte und gehen gegen Heiligenrode von der Papierform her als Favorit an den Tisch.

Doch Papier ist geduldig, wie Kleinert weiß. Die Heiligenroder Nummer zwei macht sich durchaus Hoffnung auf den Klassenerhalt: „Zumindest den Relegationsplatz können wir erreichen. Neuhaus müssen wir definitiv hinter uns lassen und auch Flensburg ist zu packen. Ich hoffe, dass Platz acht drin ist.“

Sicherlich keine völlig unrealistische Zielsetzung. Immerhin gelang es dem Kreisvertreter in Jessica Boy eine echte Verstärkung an Land zu ziehen. Die ehemalige Akteurin des TV Grohn wird an Position drei aufschlagen und sollte laut Kleinert aufgrund ihrer unorthodoxen Spielweise im unteren Paarkreuz eine Punktebank darstellen: „Jessica Spiel ist eine Mischung aus Blocken und Abwehr. Es dauert seine Zeit, bis man sich darauf eingestellt hat. Gerade am Anfang dürfte sie viele Gegnerinnen damit überraschen können.“

Es bleibt zu hoffen, dass Kleinert Recht behält. Vor allem im unteren Paarkreuz müssen die Heiligenroderinnen punkten, wenn sie die Klasse halten wollen. Oben hingegen warten auf Spitzenspielerin Nele Puls und Kleinert regelrechte Herkulesaufgaben, womit Boy sowie die beiden Ur-Heiligenroderinnen Melanie Schneider und Ricarda Hubert (teilen sich im „Jobsharing“ den vierten Einzelplatz) praktisch schon zum Siegen verdammt sind.

Aber warum soll der Aufsteiger nicht positiv überraschen? Im Gegensatz zu den oftmals zusammengekauften Kadern der Konkurrenz geht es den TSV-Damen nicht ums Geld. Der Spaß an der neuen sportlichen Herausforderung steht in Heiligenrode im Vordergrund und könnte sich noch als unschätzbarer Vorteil erweisen.

Aufstellung: 1. Nele Puls, 2. Denise Kleinert, 3. Jessica Boy, 4. Melanie Schneider, 5. Ricarda Hubert.

Saisontipp: Platz acht.

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