Trotz Kellerduells denkt Weyhes Interimscoach Finken perspektivisch / Kapitän ist ein alter Bekannter

Neustart von der Null-Linie

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René Hanke (vorne) und Holger Finken haben schon miteinander gearbeitet – vor über einem Jahrzehnt.

Weyhe - Es ist ein Kaltstart für Holger Finken: Fünf Tage nach der Trennung von Dirk Pistol muss der neue Trainer des SC Weyhe morgen irgendwie versuchen, die Talfahrt des Fußball-Landesligisten zu stoppen. Zaubern kann aber auch der 55-Jährige nicht. Sein Fokus liegt auf der Rückrunde.

Eine Woche nach dem erschreckenden Auftritt gegen den SC Vahr, nach dem sich im Verein der Widerstand gegen Pistol formiert hatte, steht morgen (14.00 Uhr) beim FC Sparta Bremerhaven II das nächste Kellerduell an. „Vielleicht gibt es den einen oder anderen Spieler, der jetzt die Handbremse löst“, sagte Finken gestern vor seinem ersten Mannschaftstraining. Ihm gehe es nun in erster Linie darum, „eine Verbindung zur Mannschaft herzustellen. Ob wir in Bremerhaven gewinnen oder nicht – das ist noch kein Maßstab für mich. Mein Schwerpunkt liegt auf der Rückrunde. Die zwei Spiele vor der Winterpause geben mir die Möglichkeit zu analysieren.“ Finkens Ziel: Stabilität reinbringen, die mit dem Absturz auf Platz zwölf abhanden gekommen ist.

Starthilfe leistet dem Coach vor allem Kapitän René Hanke. „So schließt sich der Kreis“, freut sich Finken auf die Arbeit mit dem 34-Jährigen, der bereits unter ihm spielte, als der B-Lizenz-Inhaber seine erste Amtszeit als Trainer beim SCW (endete 2000) hatte. Am Dienstag plädierte Hanke in einer Sitzung ohne Trainer und Spartenleiter zunächst einmal dafür, alle Querelen der Vergangenheit zu den Akten zu legen. Undiszipliniertheiten wie vor allem in der vergangenen Saison, als sich der Verein von Simon Jamin und Eike Dziuba trennen musste, sollen nicht mehr vorkommen. „Wir haben eine Art Null-Linie gesetzt. Jeder hat verinnerlicht, um was es geht“, sagt Hanke. Finken, wie Pistol Polizist, kündigt an, „einen klaren Rahmen vorzugeben“ – in dem sich ab Januar auch neue Spieler tummeln könnten. „Kann sein, dass noch etwas passiert“, kommentiert er knapp.

Was seine persönliche Zukunft auf der Trainerbank betrifft, wartet Finken hingegen mit Fakten auf. Stand jetzt, mache er den Job bis zum Saisonende: „Denn ich gehe davon aus, dass ein Trainer, der zu uns passt, noch in Amt und Würden ist. Aber wenn Thomas Schaaf bei Werder rausfliegt und sagt, er würde gerne beim SC Weyhe anfangen – worüber reden wir dann?“ Noch aber sei kein einziger Kandidat angesprochen worden, wenngleich es im Verein eine klare Vorstellung davon gebe, welches Profil der neue Mann mitbringen muss – „aber da will ich nicht nach vorne preschen“. Gar selbst der Trainer der Zukunft zu sein, schließt Finken aus: „Meine Familie hat Vorrang“ – und natürlich die D-Junioren, die der 55-Jährige nun schweren Herzens abgegeben hat. · ahe/kni

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