Re-Start frühestens im Frühling

Späteres Saisonende? Handballern läuft langsam die Zeit weg

Handball-Trainer Heiner Thiemann sitzt gedankenverloren an einem Tisch.
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Heiner Thiemann, Trainer des Handball-Oberligisten HSG Hunte-Aue Löwen, mahnt eine ausreichend lange Vorbereitungszeit an.
  • Trotz der erneuten Verlängerung der Zwangspause will der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) an seinen Plänen festhalten - aber der Termindruck wächst.

Barnstorf/Diepholz – Frühestens im Frühling kann es wieder um Punkte in den Ligen des Handball-Verbands Niedersachsen (HVN) gehen – wenn überhaupt. Immerhin aber nennen die HVN-Präsidiums-Mitglieder und die Fachleute der vom Präsidium eingesetzten Task-Force nun als Voraussetzung, dass alle Teams vor dem anvisierten Wiederbeginn am 6. und 7. März genügend Vorbereitungszeit bekommen. „Das ist auch bitter nötig, denn alles andere hätte nur ein erhöhtes Verletzungsrisiko zur Folge“, mahnt Heiner Thiemann, der den Oberligisten HSG Hunte-Aue Löwen trainiert – wenn er seine Männer denn endlich mal wieder zu Gesicht bekommen darf. Er vertraut seinen Akteuren, dass sie in Eigenregie weiter am Erhalt ihrer Fitness arbeiten, „aber für die handballspezifischen Elemente und Bewegungsabläufe brauchen wir Zeit in der Halle“, unterstreicht der Pädagoge. Und zwar je mehr, je länger die Corona-bedingte Zwangspause dauere.

Markus Ernst sieht das genauso. Der HVN-Geschäftsführer erachtet es als unerlässlich, dass sich die Vereine für „mindestens drei Wochen auf den Re-Start vorbereiten können“. Durch die Verlängerung des Lockdowns nach dem jüngsten Beschluss von Bund und Ländern „verschieben sich auch unsere Planungen“. Ursprünglich hatte der HVN auf ein Ende der Einschränkungen am 10. Januar und einen Wiederbeginn in den Ligen ab Anfang Februar gehofft.

Im November hatten sich die Vertreter der Ober- und Verbandsligen für eine Fortführung der Saison in der Form einer Einfachspielrunde ausgesprochen (wir berichteten) – unter Berücksichtigung der ersten Ergebnisse im Herbst. Nach der erneuten Verlängerung der Zwangspause stellte Ernst in einer HVN-Mitteilung klar: „Das Vorhaben ist auf jeden Fall noch umsetzbar, auch bei einem Spielbeginn nach Anfang März.“

HSG-Coach Thiemann erinnert jedoch daran, „dass dies nur in Abstimmung mit den örtlichen Behörden passieren darf“. Schwierigkeiten mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Diepholz befürchtet er aber ebenso wenig wie Konflikte mit der Samtgemeinde Barnstorf als Eigentümerin der Trainingshalle: „Da haben wir jahrelang schon gut zusammengearbeitet.“

Trotzdem weiß auch der 69-Jährige, dass die Zeit drängt: „Selbst, wenn es jetzt nur eine einfache Runde gibt, haben wir noch elf unserer 13 Spiele vor uns. Wie realistisch das ist, müssen wir abwarten. Aus meiner Sicht kann es dann aber keine Pause wie sonst in den Osterferien geben.“

Zudem müssten die Clubs mit einem späteren Saisonende einverstanden sein. „Für Vereine, zu denen die Spieler nur wegen des Handballs kommen, könnte das schwierig werden. Wenn man solche Leute wie bei uns aber auch beruflich integriert und sie auch deshalb bleiben, hat man es bei einer Verlängerung bis in den Sommer leichter“, meint Thiemann.

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