„Spiegelbild der letzten Wochen“

1:2 – Sulingens Landesliga-Fußballer lassen sich von OSC Hannover abkochen

Blieb gegen Hannover unter seinen Möglichkeiten: Sulingens Stürmer Pascal Löhmann (li.).

Sulingen - Walter Brinkmann brachte es auf den Punkt. „Insgesamt hatten wir unsere Möglichkeiten. Nur haben uns die Lösungen gefehlt“, sagte der Cheftrainer des Fußball-Landesligisten TuS Sulingen nach der bitteren 1:2 (0:1)-Niederlage am Samstag im Heimspiel gegen Ligakonkurrenten OSC Hannover: „Ich mag gar nicht auf die Tabelle schauen. Das bereitet mir nur Sorgen.“

Sorgen hatte Brinkmann bereits nach zehn Minuten, als Hannovers Kapitän Carsten Folprecht nach einer Flanke von Gideon Afriyie völlig unbedrängt einköpfen konnte, weil er seinem Gegenspieler Söhnke Bremermann entkommen konnte – und auch, weil Sulingens Torwart David Schröder etwas zu weit vor seinem Kasten lauerte und sich somit sein Abwehrversuch noch ins Tor senkte.

Dabei begannen die Hausherren stark, diktierten den Gästen in den ersten zehn Minuten das Spiel auf. „Doch die Partie war ein Spiegelbild der letzten Wochen“, konstatierte Pierre-Maurice Neuse nach Schlusspfiff: „Wir nehmen uns jedes Mal viel vor, kassieren aber mit dem ersten Torschuss des Gegners den Rückstand. Anschließend laufen wir hinterher.“

In der Tat verunsicherte der frühe Rückstand die Gastgeber. Ein Lebenszeichen gaben die Sulinger erst in der 25. Minute ab. Doch der Schuss von Chris Brüggemann war für OSC-Keeper Maximilian Kemmesies kein Problem. Glück hatte die Brinkmann-Elf dann eine Minute später, als Schiedsrichter Mario Rösner (TSV Weyhe-Lahausen) den Treffer von Andreas Berger wegen Abseitsstellung nicht anerkannte. Genauso viel Glück hatte Schlussmann Schröder in der 37. Minute: Schlitzohr Folprecht sah, dass Sulingens Torwart etwas zu weit vor seinem Gehäuse stand, fasste sich einfach mal aus 70 Metern Entfernung ein Herz und drosch den Ball aus der eigenen Hälfte aufs Tor der Hausherren. Der Ball wurde immer länger und länger, doch in letzter Sekunde bekam Schröder noch eine Hand an die Kugel. Somit ging es mit dem knappen Rückstand in die Pause.

Doch statt druckvoll aus der Kabine zu kommen, kassierten die Gastgeber nur Sekunden nach Wiederanpfiff das 0:2, „weil Kapitän Dennis Neumann die Souveränität im Zusammenspiel mit Marvin Zawodny gefehlt hatte“, wie Brinkmann treffend auf den Punkt brachte. Beide bekamen den agilen Afriyie nicht in den Griff, sodass er sich im Strafraum durch Freund und Feind dribbelte, den Blick für den besser positionierten Francesco Rizzo hatte, sodass Hannovers Nummer elf freistehend einschieben konnte. Auch hier war Torwart Schröder erneut nicht auf der Höhe, verließ sein Tor zu früh, machte es Rizzo am Ende zu leicht (47.).

In der Folge rannte Sulingen mit viel Wut im Bauch an, blieb aber weiter glücklos. Neuses Kopfball nach Ecke von Zawodny klatschte nur die Latte (62.). Als dann aber der Gewaltschuss von Julian Fehse aus rund 20 Metern den Weg in die Maschen der Gäste fand, war es zu spät, um noch einmal etwas auszurichten (81.).

„Uns fehlte in der Offensive der Mumm. Aber ich bin sicher, dass wir es in den nächsten Spielen besser machen“, blickt Brinkmann hoffnungsfroh in die Zukunft.

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