Koc und Neuse sind die Helden

Oberligist Sulingen gewinnt nach „geilem Kampfspiel“ bei Atlas Delmenhorst völlig verdient mit 2:0

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Sulingens Taiki Hirooka (re.), der sich hier ein Duell mit Thomas Mutlu liefert, bereitete gestern Abend beim verdienten 2:0-Erfolg bei Atlas Delmenhorst den ersten Treffer für Mehmet Koc per Zuckerpass vor.

Delmenhorst - Von Julian Diekmann. „Was für ein geiles Kampfspiel. Wir haben zuletzt so oft auf die Schnauze bekommen. Einfach nur geil, dass wir mal wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert haben. Ein ganz wichtiger Sieg“, freute sich Sulingens Oberligaspieler Pierre-Maurice Neuse, der sich am Mittwochabend mit seinem TuS einen völlig verdienten 2:0 (1:0)-Sieg bei Atlas Delmenhorst abgeholt hatte.

Und sein Trainer Maarten Schops ergänzte: „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute hoch konzentriert gespielt. Ich bin einfach nur froh für die Jungs, dass sie sich nach der langen Durststrecke endlich mal wieder belohnt haben. Der Schlüssel zum Erfolg war eindeutig unser Zusammenhalt. Wir haben den unbedingten Siegeswillen an den Tag gelegt. Ich bin sehr stolz auf meine Spieler.“

Dass Sulingen sich den Sieg redlich verdient hatte, lag auch am couragierten Auftreten der Gäste. Die Schops-Elf diktierte Delmenhorst gleich von Beginn an das Spielgeschehen auf. Und nach einer Ecke von Mehmet Koc hätte es bereits nach fünf Minuten 1:0 für Sulingen stehen können, doch der Kopfball von Atsushi Waki landete nur Zentimeter neben dem Tor der Hausherren. Nur zwei Minuten später war es dann aber soweit. Taiki Hirooka trieb den Ball auf der linken Seite nach vorne und bediente den mitgelaufenen Koc mit einem Zuckerpass, sodass Sulingens Nummer zehn nur noch Delmenhorsts Schlussmann Florian Urbainski vor sich hatte. Koc behielt aus rund zehn Metern die Nerven und schob den Ball an Urbainski vorbei zum 1:0 für die Gäste.

Während Atlas noch geschockt vom frühen Rückstand war, spielte Sulingen weiter mutig nach vorne. Und fast hätte Koc seinen zweiten Treffer erzielt, doch sein Schuss aus knapp zehn Metern verfehlte sein Ziel denkbar knapp. Dass einseitige Spiel verärgerte vor allem die „Atlas-Ultras“ in Block H, die in der Vergangenheit schon des Öfteren negativ aufgefallen waren. So musste sich Sulingens Danny Arend von den unbelehrbaren „Atlas-Fans“ unter anderem als „Wichser“ bezeichnen lassen, Hussein Saade als „hässlicher Vogel“ und Richard Sikut als „Bauer“. Es scheint so, als hätten die „Atlas-Anhänger“ aus der Vergangenheit nichts gelernt – einfach nur beschämend.

Im zweiten Abschnitt änderte sich wenig am Spielverlauf. Sulingen dominierte weiter die Partie, während Delmenhorst nur reagierte. Und die engagierte Leistung zahlte sich für die Gäste aus. Nach einer Koc-Ecke stand Waki am zweiten Pfosten eigentlich goldrichtig, doch sein Kopfball aus kurzer Distanz wurde von einem Atlas-Spieler noch auf der Linie geklärt. Machte aber nichts, da Neuse zur Stelle war und mit einem wuchtigen Schuss aus zwei Metern den Sieg unter Dach und Fach brachte. „Es war zwar kein schönes Spiel, aber dafür waren wir sehr effektiv“, freute sich Schops.

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