Rehden erzwingt 2:1-Sieg, verliert aber Banecki nach Roter Karte im Rudel

Neumann knackt Neumünster

Kreis-Diepholz - Von Cord KrügerREHDEN · Nach 90 hektischen Minuten starrte Christian Hegerfeld über den ramponierten Rasen der Rehdener Waldsportstätten. „Der Platz sieht ja gut aus“, urteilte der Linksverteidiger nach dem 2:1 (0:0)-Arbeitssieg seines BSV Rehden im Dauerregen über Regionalliga-Mitaufsteiger VfR Neumünster. „Hegers“ seit Tagen lädierter rechter Knöchel hat ebenfalls schon bessere Zeiten gesehen – doch der Dauerläufer hielt durch und zeigte, warum sein Trainer Predrag Uzelac vorher so um seine Genesung gebangt hatte. Mit der Vorlage zum 1:0 und vielen Balleroberungen behielt er den Durchblick im durch zwei Rote Karten „gefärbten“ November-Dunst.

Eine Leistung, von der Uzelac kaum zu träumen gewagt hätte: „Wahnsinn, wie der Junge auf die Zähne beißt. Eine Wahnsinns-Laufleistung. Das konnte keiner erwarten, nachdem ich ihn im Training noch selbst bandagieren musste…“

Besitzt der Coach heilende Hände? Vielleicht. „Ich hatte keine Probleme – das Tape hat gereicht“, berichtete Hegerfeld jedenfalls nach dem Sieg, den er mit seinem platzierten Eckstoß auf Stefan Heyken eingeleitet hatte. Der völlig frei stehende Innenverteidiger nutzte seine – dem VfR bisher anscheinend noch nicht bekannte – Kopfballstärke mit dem 1:0 (48.), „Aber das erste richtige 1:0 fiel ja schon vor der Pause“, erinnerte Hegerfeld an seine Flanke auf Francis Banecki, der diesmal für den verletzten Paul Kosenkow in die Spitze gerückt war. „Franz“ köpfte ins lange Eck (44.) und jubelte – bis zum Pfiff durch Schiedsrichter Dennis Krohn, der ein Foul des Ex-Profis an Torwart Marcus Hesse gesehen hatte. Aber Irrtum: Hesse hatte vorher Banecki geschubst, seine Flugbahn aber nicht beeinflussen können – und kollidierte mit der 1,92-MeterWaffe.

„Für mich war das ein reguläres Tor“, unterstrich auch BSV-Coach Uzelac. „Aber dafür haben wir in der zweiten Halbzeit noch mehr investiert.“ Der Lohn im gerade angeknipsten Flutlicht-Schein: Endlich Heykens viertes Saisontor, nachdem er im ersten Durchgang bereits an den Pfosten geköpft hatte (21.).

Rehden blieb spielerisch überlegen, legte aber nicht nach. Doch wie aus dem Nichts überschlugen sich die Ereignisse: Erst überlief Banecki die VfR-Abwehr und bediente Danny Arend, der an Hesse scheiterte. „Dann kassieren wir nach einer Ecke für uns das Gegentor“, monierte Uzelac jenes 1:1 als „einzigen Punkt, der mich heute gestört hat: Wir dürfen nicht in so eine Kontersituation geraten.“ Doch es passierte, weil Finn Lasse Thomas den Turbo anwarf. Seinen Alleingang konnte der 25 Meter aus seinem Kasten heraus gesprintete Schlussmann Christian Ceglarek als letzter BSV-Kicker nicht mehr stoppen – und Thomas schob ein (61.).

Der BSV reagierte erst geschockt, dann wütend. Der eingewechselte Alexander Neumann zwang Hesse zur nächsten Rettungstat (76.). Doch der VfR-Keeper blieb liegen, Yannik Jakubowski stieß Neumann um, Rudelbildung, Jakubowski ging zu Boden, Beratung zwischen Schiri Krohn und Assistent Tim Milinovic – und Rot für Banecki und Jakubowski! „Ich wollte nur Alex Neumann schützen“, beteuerte Banecki.

Uzelac wollte die Szene nicht näher kommentieren, meinte aber: „Da hätte keiner von beiden Rot kriegen müssen.“ Jetzt fehlt ihm ein Schlüsselspieler, doch ein anderer bewies, dass er nach seiner Erkältung wieder Luft bekommt: Nach einem abgeblockten Schuss Willian Costas und Heykens Nachstochern stand Neumann goldrichtig und drosch den Ball ins Netz – 2:1 (86.)! Es war überfällig, wie Gäste-Trainer Ervin Lamce in Erinnerung an Neumanns Pfostenschuss (77.) und Arends Lattenkracher (83.) zugab: „In der zweiten Halbzeit hatte Rehden die besseren Chancen.“

Ähnlich sah es Uzelac: „Kompliment an meine angeschlagenen Spieler, die sich hier so reingehängt haben. Das war klasse – und diese drei Punkte sind wichtig.“ Drei Punkte, die Ceglarek in der Nachspielzeit mit einer Super-Parade gegen Kusi Kwame rettete und den Schwarz-Weißen damit Platz sieben bescherte.

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