Neuer TuS-Trainer setzt besonders auf die Fitness / Im Pokal gegen Liebenau

Engelke – der Verfechter des schnellen Handballs

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Der stellvertretende Spartenleiter Mirco Kohröde (re.) präsentierte in Trainer Hartmut Engelke (li.) und Frederik Bergmann (M.) die Neuzugänge des TuS Sulingen.

Sulingen - Von Arne Flügge. Nach zuletzt vier Jahren unter Ingolf Semper (46) hat bei den Landesliga-Handballern des TuS Sulingen jetzt ein neuer Steuermann die Kommandobrücke betreten: Hartmut Engelke hat Semper als Trainer abgelöst – und der 46-Jährige freut sich sehr auf diese Aufgabe.

Engelke ist in Sulingen kein Unbekannter. Vor vielen Jahren spielte er zusammen mit dem heutigen Spartenleiter Claas Gerdes in der ersten Mannschaft der damaligen HSG Sulingen. „Und der Kontakt ist nie abgebrochen“, sagt Gerdes. Er wurde sogar noch einmal intensiviert, als Engelke vor zwei Jahren nach Mellinghausen, quasi vor die Sulinger Haustür, zog und sich häufiger mal Spiele des TuS Sulingen anschaute. „Wir wollten jetzt etwas Neues machen, und als wir hörten, so einen Fachmann in unserer Nähe zu haben, wurden die Gespräche aufgenommen“, so der TuS-Spartenleiter, denn „Hartmut ist ein Handballverrückter im positiven Sinne. Er lebt diesen Sport.“

Engelke, zuletzt beim ATSV Habenhausen aktiv und dort immer noch im Vorstand, nahm die Aufgabe in Sulingen an. „Es lag nahe, denn beruflich habe ich es nicht mehr geschafft, ein paar Mal die Woche nach Habenhausen zu fahren“, sagt der neue Sulinger Trainer.

In Sulingen hat Engelke eine Mannschaft vorgefunden, „die Spaß daran gefunden hat, auch mal etwas Neues auszuprobieren“. Der Coach lässt schnellen Handball spielen, der sich vornehmlich – verbunden mit den Torhütern – über eine gute Deckung definiert. Der Ball soll zudem in den eigenen Reihen gehalten werden, um dann zum Torerfolg zu kommen. Drei bis vier Gegentore pro Spiel könnten damit verhindert, auf der anderen Seite auch mehr erzielt werden, glaubt Engelke.

Das freilich setzt eine hohe Laufbereitschaft und einen guten körperlichen Zustand voraus. „Ich verlange schon, dass die Jungs fit sind. Wir haben 13 Gegner in der Liga. Wenn wir uns mehr auf der Couch bewegen, werden wir das Niveau nicht erreichen, den Gegner auch mal 60 Minuten lang kaputtlaufen zu können“, so Engelke. Das sei in jeder Liga so. Denn Kondition ist auch gleich Konzentration. Engelke: „Wer bis zum Schluss noch rennen kann, hat in der Regel die Chance, den letzten Ball zu fangen und ihn dann auch reinzumachen.“

Angesichts dessen muss man kein Prophet sein: Die Vorbereitung hatte es in sich. „Sie war anstrengend und schwierig für jeden“, räumt der Trainer ein und schmunzelt: „Ich habe aber das Gefühl, dass ich niemanden damit verschreckt habe. Alle sind wiedergekommen, keiner ist weggelaufen. Alle haben grandios mitgemacht.“ Dass urlaubsbedingt immer mal wieder Spieler gefehlt haben oder auch noch fehlen werden, ist für Engelke völlig normal: „Letztendlich sind wir alle Hobby-Handballer. Bei mir muss niemand einen Urlaubsantrag stellen.“

Mittlerweile ist der TuS Sulingen mit seiner Vorbereitung auf der Zielgeraden angekommen. Morgen (15.00 Uhr) wird’s zum ersten Mal ernst, wenn es in der ersten Runde des BHV/HVN-Pokals in Sulingen gegen Liebenau geht. Für Engelke aber eher ein letztes Vorbereitungsspiel vor dem Saisonauftakt gegen Fredenbeck III. „Natürlich wollen wir das Spiel gewinnen. Aber ehrlich gesagt bin ich kein großer Freund dieser Pokalrunden“, räumt der Sulinger Trainer ein.

Die Priorität liegt ganz klar auf der Liga. „Wir wollen in Sulingen attraktiven Handball bieten. Wir wollen, dass die Leute in die Halle strömen und nach dem Spiel sagen: ,Das sieht gut und schnell aus‘“, so Engelke, der das Saisonziel nicht über einen bestimmten Tabellenplatz definieren will. „Mit Platzierungen kann ich nicht viel anfangen. Ich hänge das lieber an Punkten auf. Und mit der Mannschaft werden wir uns jetzt noch ein gemeinsames Ziel erarbeiten, dass wir dann von Spieltag zu Spieltag verfolgen können“, erklärt der 46-Jährige. Engelke sagt trotz der riesigen Konkurrenz in der Liga aber auch: „Langfristig gesehen bin ich nicht der Typ, der sich mit dem Mittelfeld zufrieden gibt.“

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