Neuer Trainer des TuS Sulingen bastelt an einem anderen System / Konkurrenzkampf wird angeheizt

Schops und die Liebe zum Detail

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Vier neue Spieler für Fußball-Landesligist TuS Sulingen: Trainer Maarten Schops (2.v.r), seine beiden Co-Trainer Bernd Meyer (re.) und Piotr Skitek (li.) sowie Teammanager Thorsten Neumann (2.v.l.) präsentierten (v.l.) Benjamin Barth, Jona Hardt, Tim Becker und Niklas Bartsch.

Sulingen - Von Arne Flügge. Mit einem neuen Trainergespann, vier neuen Spielern und einem veränderten System gehen die Fußballer des TuS Sulingen in ihre nun dritte Landesligasaison. Die Mannschaft hat sich in der Liga längst etabliert, Platz fünf aus der Vorsaison könnte da sogar Begehrlichkeiten auf mehr wecken. „Doch halt“, sagt Sulingens neuer Trainer Maarten Schops, „wir müssen mal schön realistisch bleiben.“

Natürlich ist es das Ziel der Sulinger, sich wieder im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Ein Platz unter den ersten sechs Mannschaften sollte am Ende schon herausspringen. Dafür hat der TuS Sulingen einfach die Qualität, keine Frage. Nur muss dabei alles passen und auch funktionieren. „Wir müssen erstmal zusehen, dass wir uns weiter festigen“, fordert Schops, der in Piotr Skitek (38) einen erfahrenen Spieler und Freund als Co-Trainer an seiner Seite hat. Das Trainergespann löst bekanntlich Walter Brinkmann und Thorolf Meyer beim TuS Sulingen ab, die beide auf eigenen Wunsch aufgehört haben.

Als Favoriten hat der Sulinger Trainer „die üblichen Verdächtigen“ ausgemacht. Heeßeler SV, OSV Hannover – aber auch der TSV Burgdorf und der HSC Hannover könnten eine tragende Rolle spielen. Für eine genaue Prognose sei es aber noch zu früh, merkt Schops an. „Das macht jetzt noch wenig Sinn. Es müssen doch erst einmal ein paar Runden gespielt sein, um zu sehen, wie stark die anderen Mannschaften tatsächlich sind und wie sie aufgestellt sind“, erklärt Schops. Wichtig sei es zudem auch, von Verletzungen verschont zu bleiben. „Das sind alles Faktoren, von denen ein Abschneiden abhängig ist“, sagt Schops.

Hinzu komme, dass der TuS Sulingen nach Möglichkeit ein verändertes System spielen will. „Und das braucht Zeit, bevor es fruchtet“, weiß Schops. Vom 4-2-3-1 unter Brinkmann ist der neue Trainer weitestgehend weg, ließ in den meisten Testspielen der Vorbereitung ein 4-1-4-1 spielen. „Und da sind wir noch in der Aufbauphase“, erklärt der 39-Jährige: „Wir gehen gerade erst ins Detail. Aber ich sehe da schon Fortschritte.“

Natürlich birgt so eine Umstellung auch ein kleines Risiko. Aber Rückschläge in der Vorbereitung – so sie denn eintreten sollten – „liefern dir doch genauso wie Erfolge Erkenntnisse, die wir dann im Training verarbeiten können“, erklärt der Belgier: „Wir sind auf einem guten Weg, haben aber noch viel Arbeit vor uns.“

Um der Mannschaft intensiv den Feinschliff zu verpassen zu können, hat sich Maarten Schops jetzt auf einen 18er-Kader festgelegt. Mit 22 Spielern hatte der TuS Sulingen die Vorbereitung aufgenommen. Vier Kicker müssen jetzt erstmal bei der Zweiten in der Kreisliga trainieren. „Natürlich sind sie weiter Kandidaten für den Landesligakader, und ich behalte die Spieler selbstverständlich im Blick, denn sie haben in den Trainingseinheiten Qualität gezeigt“, so Schops. Allerdings habe der TuS Sulingen ohnehin einen starken Kader. Und intensive Detailarbeit lasse sich halt mit weniger Spielern besser bewerkstelligen. „Zudem würden die Jungs nicht die Einsatzzeiten bekommen, die sie brauchen und auch verdienen. Da ist es sinnvoller, sich über die zweite Mannschaft die nötige Spielpraxis zu holen“, glaubt der Ex-Profi.

Wenn am 1. August (16.00 Uhr) im Bezirkspokal beim SV Mörsen-Scharrendorf die Pflichtspiele für die Sulinger beginnen, „dann geht es um alles. Wir müssen zusehen, dass wir dann auf den Punkt unsere Leistung abrufen können“, fordert Schops. Ab dann zähle nur eins: die Spiele zu gewinnen.

Helfen sollen dabei die Neuzugänge. Torwart Tim Becker kam vom BSV Rehden, Mittelfeldspieler Benjamin Barth vom Lokalrivalen FC Sulingen, Jona Hardt (JFV RWD Rehden) ist für die linke Seite vorgesehen. „Alle drei sind hochmotiviert, sie haben richtig Bock, sich auf Landesliga-Niveau zu messen“, lobt Schops die externen Neulinge. Menschlich würden sie sehr gut ins Team passen, „und mit ihrer Qualität sorgen sie dafür, dass der Konkurrenzkampf richtig angeheizt wird.“ Das sei von großer Bedeutung. Einerseits stärkt es die Leistungen des gesamten Teams, andererseits ist es ein Signal an die arrivierten Kräfte. Schops: „Es darf sich keiner zu sicher fühlen.“

Vierter Neuzugang im Bunde ist Eigengewächs Niklas Bartsch. Der Defensivspieler kommt aus der Sulinger U 19 und hat in der Vorbereitung ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen. Was Papa Martin sicher freut. Der spielte früher selbst mal in der Ersten des TuS Sulingen.

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