Bremer Landesliga: Coach Behrens erwartet Steigerung in der Rückrunde

Neuer Torwart für Melchiorshausen

Laut Coach Lars Behrens die Konstante der Hinrunde: Melchiorshausens Stürmer Kevin Nienstermann.
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Laut Coach Lars Behrens die Konstante der Hinrunde: Melchiorshausens Stürmer Kevin Nienstermann.

Wirklich zufrieden sind die Fußballer des Bremer Landesligisten TSV Blau-Weiß Melchiorshausen mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht. In der Winterpause belegt die Mannschaft von Trainer Lars Behrens nur den unbefriedigenden Tabellenplatz 13 – den ersten Abstiegsplatz der 16 Teams umfassenden Liga. Jedoch sieht die Platzierung auf den ersten Blick angespannter aus, als sie letztendlich ist.

Melchiorshausen – Immerhin stehen nach 13 Spieltagen, die mittlerweile verstrichen sind, noch drei Nachholspiele für die Melchiorshauser an. Somit ist die Aussagekraft des Tableaus etwas verzerrt. Doch die Nachholspiele haben es durchaus in sich. So muss das Team noch gegen den starken Tabellendritten Tuspo Surheide, beim Tabellennachbarn und direkten Mitkonkurrenten um den Klassenverbleib SC Borgfeld sowie gegen den Zehnten SV Lemwerder ran. Von den möglichen neun Punkten, die die Behrens-Elf bei optimalen Ausgang einfahren könnte, sollten mindestens vier geholt werden, um nicht komplett den Anschluss zum rettenden Ufer zu verlieren.

Hinrunden-Rückblick:

Genau genommen ist die Hinrunde in der Bremer Landesliga noch nicht beendet. Neben den drei Nachholspielen müssen die Melchiorshauser noch zwei weitere Begegnungen (13. Februar beim Neunten 1. FC Burg sowie am 20. Februar gegen den Elften SC Weyhe) bestreiten, ehe sie komplett vollzogen ist. Dass es noch nicht der Fall ist, liegt vor allem an den vielen Unterbrechungspausen, die der Corona-Pandemie und des schlechten Wetters geschuldet sind.

Doch auch die bisher zehn absolvierten Partien stimmen Behrens alles andere als zufrieden, wie er erklärt: „Eigentlich hatte ich mir punktetechnisch mehr ausgerechnet. Die acht Zähler, die wir jetzt auf dem Konto haben, sind mir zu wenig.“ Zum einen macht er es an den vielen Verletzten fest: „Gerade die Innenverteidigung und die beiden Sechser-Positionen musste ich jedes Spiel neu bestücken. Da war es schwierig, Routine hineinzubekommen.“ Aber auch die „mannschaftliche Geschlossenheit“ habe sich in den ersten zehn Spielen noch nicht so gefunden, wie es sich der Trainer vorstelle. Behrens: „Daran werde ich aber in der Vorbereitung arbeiten, sodass wir im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres als eine hundertprozentige Einheit auftreten. Wir müssen noch fokussiert sein, noch mehr zusammenwachsen.“

Spieler der Hinrunde:

Besonders verlassen konnte sich der Trainer bisher auf seinen Stürmer Kevin Nienstermann. „Kevin hat sich immer eingebracht, ist vorweggegangen – und hat die Mannschaft mitgerissen. Das hätte ich mir auch von dem einen oder anderen meiner Spieler gewünscht. Kevin ist ein Spieler, auf den ich mich in dieser Saison immer verlassen konnte“, betont der 43-jährige: „Gerade was die Arbeit gegen den Ball angeht, hat sich Kevin verbessert. Zudem ist seine Bilanz mit neun Toren in zehn Ligaspielen auch nicht die schlechteste.“

Wer kommt, wer geht?

„Bisher ist noch kein Spieler mit einem Wechselwunsch auf mich zugekommen“, berichtet der TSV-Coach: „Daher gehe ich davon aus, dass uns in der Winterpause keiner verlässt.“ Dafür gibt es schon einen Neuzugang. „Der ehemalige Torwart des Ligakonkurrenten SV Lemwerder, Calvin Gätje, spielt ab sofort für uns. Er wohnt mittlerweile aus beruflichen Gründen im Bremer Stadtteil Arsten, hat keine Lust mehr, dreimal die Woche zum Training nach Lemwerder zu fahren. Er hat bei uns angefragt. Und ich freue mich sehr, dass er sich uns anschließt“, sagt der Sportlehrer: „Somit haben wir neben Jens Ruscher und Tino Lehmkuhl nun drei Torhüter im Kader. Jeder von ihnen bekommt in der Vorbereitung die selbe Chance. Der Konkurrenzkampf ist eröffnet.“ Behrens ist zudem noch auf der Suche nach einem Linksfuß: „Die Position ist dabei erst mal nicht so wichtig.“

Rückrunden-Ausblick:

Seit Donnerstag befindet sich das Team wieder im Training. „Wichtig ist, dass wir gut in den Februar starten, Punkte sammeln, die uns im Abstiegskampf etwas den Druck nehmen“, fordert Behrens: „Wir haben uns zuletzt für unsere engagierten Auftritte zu häufig nicht belohnt. Das schaffen wir aber nur, wenn wir eine geschlossene Mannschaftsleistung an den Tag legen.“

Fazit:

Noch ist die Lage beherrschbar. Jedoch muss sich die Mannschaft in den verbleibenden Ligaspielen steigern. Andernfalls droht der Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen immer größer zu werden. Gelingt es dem Coach, sollte Melchiorshausen dem Abstieg noch mal von der Schippe springen.

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