Neuenkirchen empfängt Rehden II

Geisler warnt vor der „Wundertüte“

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Nach Feierabend auf den Fußballplatz: Neuenkirchens Michael Geisler (vorn) kann morgen Abend gegen den BSV Rehden II wohl erst zur zweiten Halbzeit spielen.

Neuenkirchen - Fast scheint es so, als ob bei Michael Geisler ein bisschen Wehmut aufkommt. Nur noch im morgigen Heimspiel „seines“ TV Neuenkirchen ab 19.30 Uhr gegen den BSV Rehden II und am Samstag nächster Woche im Auftritt beim SC Twistringen ist er für den Bezirksligisten verantwortlich.

„Und im Moment haben wir echt einen tollen Lauf“, schwärmt der Spielertrainer: „Schon 20 Punkte auf der Haben-Seite und sieben bis zum Relegationsplatz – das ist echt ein Super-Lauf.“ Das klingt nach Bedauern, dass er ab Mitte November die Aufgaben des Trainers wie geplant an Nachfolger Dirk Meyer abgibt. Andererseits „bin ich froh, weil dann eine gehörige Portion Druck von mir abfällt.“

Als Fußballer bleibt „Michi“ dem Aufsteiger erhalten, morgen kann der Geschäftsmann aber wohl erst zur zweiten Halbzeit dazustoßen. „Einer von uns beiden aus der Mannschaft muss eben bis zum Ladenschluss arbeiten – Nico Timme oder ich. Und im Moment liegen die Prioritäten ganz klar bei Nico. Der ist fit“, sagt Geisler über den Schützen des goldenen Tores zum 1:0 am Dienstagabend gegen Marklohe. „Wie wir das mit zehn Mann über die Zeit gerettet haben, war schon klasse“, schwärmt Geisler in Erinnerung an die Ampelkarte gegen Cord-Hinrich Jahn (62.), der damit dem TVN morgen ebenso fehlt wie der am Dienstag wegen einer Knöchelverletzung früh ausgeschiedene Sebastian Klare. Zudem fehlen dem Liga-Neuling Christian Hildebrandt (beruflich in Hamburg) und Frank Nordmann, der an einer Knöchelblessur laboriert.

Keine guten Vorzeichen für das Duell gegen die starke Rehdener Regionalliga-Reserve, deren Beobachtung sich Geisler geschenkt hat: „Diese Mannschaft ist wie eine Wundertüte – je nachdem, wer da aus der Ersten mitspielt. Du kannst gegen die hoch verlieren, aber auch wie Marklohe fünf Tore schießen“, verdeutlicht Geisler. Er könnte sich vorstellen, Sven Asmus oder Wilken Buchholz in die Startelf zu beordern.

Der Tabellenvierte aus Rehden hingegen kann vielleicht auf diejenigen Regionalliga-Akteure zurückgreifen, „die zuletzt auch schon für uns aufgelaufen sind“, vermutet BSV-Co-Trainer Sascha Feldt. Dazu zählt neben Isaac Akyere vielleicht auch Christian März. Sonst vertraut Feldt seinem Stammkader, aus dem ihm bis auf den an einem Knorpelschaden leidenden Daniel Runge und dem bis Ende November in England arbeitenden Luca Vogt alle zur Verfügung stehen.

Feldt hat den TVN bereits drei Mal beobachtet. Sein Urteil: „Das ist eine kompakte, kampfstarke Mannschaft, die zuerst mal viel Wert auf die Defensive legt und das gut macht. Es wird ein Geduldsspiel.“

ck

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