Neu-Trainer des SC Twistringen nimmt junges Team in der Vorbereitung richtig ran / Timo Hiller und Tobias Wellner wirbeln

Für Stefan Müller ist die Fitness das A und O

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Das sind die Neuzugänge beim Fußball-Bezirksligisten SC Twistringen (v. l.): Torwarttrainer Steffen Roess, Tobias Wellner, Co-Trainer Sven Müller, Kai Kallert, Philipp Meyer, Timo Hiller, Bendix Uhlhorn und Neu-Coach Stefan Müller.

Kreis-Diepholz - Von Matthias Borchardt. TwistringenKreis-Diepholz - Von Matthias Borchardt. Seit dem 1. Juli lässt Stefan Müller, Neu-Coach beim Fußball-Bezirksligisten SC Twistringen, fünfmal in der Woche trainieren. „Das war ein Schock für die Mannschaft“, schmunzelt der 52-Jährige. Er machte allerdings seinen Spielern klar, dass sie nur aufgrund des Rückzugs des TuS Wagenfeld auf direktem Weg in der Bezirksliga geblieben waren. Die Fitness ist für ihn das A und O. Und die hat in der vergangenen Saison nicht gestimmt.

Der B-Lizenz-Inhaber zog nach den ersten Wochen ein Zwischenfazit: „Ich habe eine junge und willige Mannschaft. Es macht Spaß, zumal keiner meine Übungen kennt. In der Vergangenheit ist mir ja immer einer meiner Ex-Spieler gefolgt, doch diesmal ist keiner mitgekommen.“ Zwar hatte er sich um den beim TSV Wetschen aussortierten Abwehrchef Marcus Pfannenschmidt bemüht, aber der 30-Jährige wollte aus privaten Gründen kürzer treten und entschied sich für BW Langförden (Kreisliga Vechta). Müller hätte ihn gern genommen, denn er weiß: „Wir haben Probleme im hinteren Bereich.“

Mit fünf „Neuen“ haben die Twistringer ihre Mannschaft verjüngt. Offensivspieler Bendix Uhlhorn greift nach einem Auslandsaufenthalt wieder an, ist schnell, muss aber körperlich zulegen. Kai Kallert kommt aus der A-Jugend der JSG Twistringen/Mörsen – als Linksfuß ist er im Mittelfeld flexibel einsetzbar und verfügt über eine gute Technik. Voll überzeugt haben bislang Stürmer Timo Hiller und Flügelangreifer Tobias Wellner (beide TSV Drentwede). Müller lobt die beiden Youngster: „Das sind zwei Top-Leute, die bei mir wohl Stammspieler werden.“ Einen ordentlichen Eindruck in den ersten Tests hat Philipp Meyer (spielt auch Tennis beim Oberligisten Barrier TC) aus der eigenen Zweiten auf der Sechserposition hinterlassen.

Verlassen haben den letztjährigen Tabellen-13. Timo Rathkamp, Andre Lausch (beide SV Mörsen-Scharrendorf), Nico Timme (TV Neuenkirchen), Michael Würdemann (Harpstedter TB) und Torhüter Marcel Bavendiek (TSV Bassum). Bei den Abgängen handelt es sich in erster Linie um Routiniers. Deshalb sagt der neue SCT-Trainer: „In meinem jungen Team fehlt jetzt die Erfahrung.“ Doch in Person von Oliver Schröder (33) und Hauke Neubert (33) gibt es zwei Führungsspieler, die nun stärker denn je gefordert sind. Beide kopfballstarken Akteure können in der Innenverteidigung spielen. Oliver Schröder kann aber auch mit Philipp Meyer eine Doppel-Sechs bilden. Eine Alternative wäre Nils Warnke. Der 28-Jährige könnte allerdings genauso wie Thorben Deepe als Innenverteidiger auflaufen.

Müller hat verschiedene Formationen im Kopf, das hängt auch vom Gegner ab, ob er mit einer Vierer- oder Dreierkette in der Abwehr operieren lässt. Wer im Tor die Nase vorn hat, steht noch nicht fest. Mark Schultalbers und Jens Lange liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Nummer eins. Bislang wechseln sie sich in den Tests ab.

Eines steht bereits jetzt fest: Der SC Twistringen spielt künftig mit zwei Spitzen. Das liegt daran, dass der Bezirksligist vorn gut aufgestellt ist. „Da habe ich die Qual der Wahl“, sagt der Teamleiter bei der Post in Barnstorf. Julian Fuhrmann, Marco Kappermann, Dennis Kuhangel sowie Timo und Niklas Hiller bewerben sich um einen der beiden Plätze in der Anfangsformation. Da hat es Mittelfeldakteur Rene Wolter auf der Zehn einfacher. Der 26-Jährige traf in den Tests mehrfach, setzte weitere Akzente und dürfte nur schwer zu verdrängen sein.

Der SCT empfängt zum Punktspielstart am Sonnabend, 9. August, um 18 Uhr Aufsteiger TuS Sudweyhe, danach geht es zum FC Sulingen, ehe sich zum zweiten Heimspiel der TV Stuhr vorstellt. Es folgt am Sonnabend, 30. August, um 16 Uhr die Partie beim RSV Rehburg. „Ich hätte mir ein anderes Auftaktprogramm gewünscht. Mit sechs Punkten wäre ich zufrieden“, verrät Stefan Müller.

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