Olympiasieger verliert beim Bassumer 2:3 gegen Broistedt erst im Stechen

Nestruev knickt am Ende ein

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Pechvogel des Tages: Bassums Olympiasieger Michael Nestruev verlor sein Gefecht beim Stande von 2:2 gegen Broistedt erst im Stechen. ·

Bassum - Die Qualifikation zur DM-Endrunde mit der Luftpistole wird für die Sportgilde Bassum 98 offenbar nicht zum Sebstgänger. Nach zwei Siegen zum Auftakt setzte es am Samstag in Berlin in der Nordgruppe der Bundesliga ein 2:3 gegen die SB Broistedt. Bassum ist zwar noch geteilter Dritter (die besten vier Teams qualifizieren sich), doch dahinter lauern die jetzt punktgleichen Broistedter.

Gilde-Trainer Michael Meinhard stöhnte zwar, „dass wir in den letzten drei Jahren gegen Broistedt immer knapp verloren haben“, aber entmutigen lässt er sich dennoch nicht. Grund: Am 7. und 8. Dezember ist Bassum an zwei Wettkampftagen der Gastgeber und will mit zwei Siegen wieder in ruhigeres DM-Fahrwasser gelangen. „Dann geht es für uns gegen Hengsbach und Braunschweig. Da ist allemal etwas drin“, blickt Meinhard schon einmal voraus.

Das Gefechr gegen Broistedt hatte in der Bundeshauptstadt quasi drei Abschnitte. An den beiden vorderen Position waren Neuzugang Valerij Samojlenko (380:384 gegen Jan Brückner) und Artur Gevorgjan (378:390 gegen Hans-Jörg Meyer) auf ziemlich verlorenem Posten.

Genau anders herum lief es an den Positionen vier und fünf. Pierre Michel gewann seinen Wettkampf gegen Thomas Hoppe (schoss bereits für den SV Bassum von 1848 in der Bundesliga) deutlich mit 380:373. Und auch Antje Noeske beherrschte ihren Gegner Michael Schleuter beim 378:365 klar.

Alles kam also auf Michael Nestruev an, der erstmals in seiner Gilde-Geschichte nur an Position drei schoss. „Seine Vorleistungen waren eben so“, meinte Meinhard. Und der russische Olympiasieger hätte den Sack zumachen können, benötigte bei seinem letzten der 40 Schüsse neun Ringe zum Sieg. Es wurden aber nur acht – Stechen gegen Florian Ullrich. Nestruev, über den Weltcup in München nach Berlin gereist, legte eine satte Neun vor. Nicht schlecht, aber nicht gut genug, denn Ullrich legte eine Zehn hin, gewann das Match und durfte sich von seinen Kollegen als Matchwinner feiern lassen.

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