Bundesligist bezwingt Grenzau / Heute Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel

Nervenstarker Adrian Crisan erlöst Werder Bremen – 3:2

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Bewies Nervenstärke und machte den 3:2-Erfolg des SV Werder Bremen über Grenzau perfekt: Adrian Crisan. ·

Bremen - So spielt ein Champion: Im Schlüsselspiel im Kampf um den letzten Playoff-Platz behielt Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen die Nerven und triumphierte in einem Hitchcock-Thriller mit 3:2 über den TTC Zugbrücke Grenzau. Entsprechend groß war die Erleichterung bei SVW-Coach Cristian Tamas: „Bei einer Niederlage hätten wir uns die Playoffs wohl abschminken müssen. Aber so stehen wir wieder auf Rang vier und haben alles in eigener Hand.“

Bis es soweit war, hatte Tamas allerdings am Mittwochabend ein wahres Wechselbad der Gefühle zu überstehen. Zunächst begann es nahezu optimal für die Hausherren. Wie ein Orkan fegte Bremens Spitzenspieler Chih-Yuan Chuang über Tomas Pavelka hinweg und fertigte Grenzaus Nummer zwei in drei deklassierenden Sätzen zur 1:0-Führung ab. Doch der Gäste-Konter ließ nicht lange auf sich warten. Obwohl Adrian Crisan gegen Andrej Gacina wie ein Löwe um jeden Punkt kämpfte, hatte er am Ende knapp das Nachsehen.

Beim Stand von 1:1 galt es nun für Constantin Cioti, gegen Lubomir Jancarik Nerven zu beweisen. Noch im Hinspiel war Bremens Nummer drei am baumlangen Tschechen verzweifelt – diesmal aber nicht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fuchste sich „Costa“ immer besser in das Match hinein und nahm Jancarik letztendlich souverän mit 3:1 vom Tisch. „Costa hat das super gemacht. Ein ganz wichtiger Sieg für uns“, lobte Bremens rumänischer Trainer Tamas seinen Landsmann. Die Entscheidung schien gefallen zu sein. Schließlich musste „nur“ noch Chuang gegen Gacina bestehen – und der Werder-Erfolg wäre perfekt gewesen. Tat „Chuanny“ jedoch nicht. Zu keiner Phase bekam er Zugriff auf die Partie, biss sich insbesondere an Gacinas Aufschlägen regelmäßig die Zähne aus, und unterlag völlig verdient in drei Sätzen zum 2:2-Ausgleich.

Damit lastete der Druck zentnerschwer auf Crisan. Eine Niederlage gegen Pavelka hätte wohl das endgültige Aus im Playoff-Rennen bedeutet. Keine einfache Aufgabe für den Werderaner, doch Crisan bewies einmal mehr, dass er unter Druck sein bestes Tischtennis abrufen kann. Zwar musste Bremens Nummer zwei im dritten Durchgang einen Satzball abwehren, aber am Ende behielt der Rumäne mit 3:0 die Oberhand und rettete den Grün-Weißen das 3:2.

Die Champions League kann also kommen. Denn: Heute um 19.00 Uhr empfangen die Hanseaten im Viertelfinal-Hinspiel den französischen Vertreter AS Pontoise Cergy. Laut Cristian Tamas ein Duell auf Augenhöhe: „Cergy ist zwar leichter Favorit, aber wir sind nicht chancenlos. Wichtig wäre es allerdings, mit einem Sieg im Rücken nach Frankreich zu fahren.“ · drö

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