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Nele Puls (Tischtennis)

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Ohne die Siege von Nele Puls wäre der TSV Heiligenrode wohl nie und nimmer zu den Erfolgen der letzten Jahre gekommen.

Heiligenrode - Von Carsten Drösemeyer. Keine Frage: Nele Puls zählt zu den mit Abstand besten Spielerinnen, die im Kreis Diepholz jemals zum Tischtennisschläger gegriffen haben: Seit Jahren glänzt die 22-Jährige als Spitzenspielerin des TSV Heiligenrode mit hochpositiven Bilanzen und führte das Kreisteam in der vergangenen Saison mit überragenden 32:13-Einzelsiegen zur Vizemeisterschaft in der Oberliga.

Diesen Titel wird Heiligenrode trotz seiner herausragenden Nummer eins als momentaner Tabellensiebter zwar höchstwahrscheinlich nicht verteidigen können, doch ohne die Anwärterin zur Kreisinspektorin könnte der TSV allerhöchstens eine Klasse tiefer in der Verbandsliga bestehen – wenn überhaupt. Sicher wäre das nämlich nicht.

Aber zum Glück des Kreisteams fühlt sich die Noppen-Angreiferin ja pudelwohl in Heiligenrode. Seit ihrem 14. Lebensjahr geht sie fast ununterbrochen für den TSV an den Tisch. Nur in der Saison 2015/16 ging Puls „fremd“ und schlug für den Drittligisten SG Marßel auf. Auch dort bot die Studentin absolute Topleistungen, doch richtig heimisch wurde der Youngster bei der SGM nicht. „Sportlich lief es zwar prima, aber ich hatte dort null privaten Kontakt zu den anderen Spielerinnen. Keine von denen sprach deutsch, und es war alles sehr unfamiliär“, erinnert sich Puls.

Folgerichtig hakte sie das Kapitel Marßel schnell ab, führte die Heiligenroderinnen zurück in die Oberliga und trug dort mit exzellenten Leistungen erheblich zum überraschenden zweiten Platz des Neulings bei.

Doch wen wundert es? Schließlich war Puls 2014 mit Heiligenrode sogar schon einmal bis in die Regionalliga gestürmt. „Aber da waren wir völlig chancenlos“, blickt die Nienburgerin höchst ungerne zurück: „Deshalb haben wir trotz der Vizemeisterschaft auch gar nicht erst an der Aufstiegsrelegation teilgenommen. Die Oberliga ist für uns einfach die bessere Spielklasse.“

Okay, für den TSV Heiligenrode als Mannschaft sicherlich schon – Ausnahmetalent Puls könnte hingegen auch ein bis zwei Etagen höher für Furore sorgen. Ihre Erfolge sprechen nämlich eindeutig für sich. So gewann sie 2010 die niedersächsische Landesrangliste der Schülerinnen und qualifizierte sich ein Jahr später durch einen unfassbar starken elften Platz beim Top 16-Turnier der besten Schülerinnen Deutschlands sogar für die Deutsche Meisterschaft in Waldfischbach (Rheinland-Pfalz).

„Ach, das ist doch schon länger her“, stellt die gewohnt bescheidene Puls ihr Licht wieder einmal unter den Scheffel: „Außerdem bin ich bei der DM früh ausgeschieden. Da waren andere Kaliber als ich.“

Stimmt zwar, dennoch gab es außer dem Barnstorfer Veteranen Ralf Striebeck (weit vor ihrer Zeit) und später noch dem jetzigen Celler Zweitliga-Crack Tobias Hippler (damals ebenfalls für Heiligenrode) keinen einzigen Kreisaktiven, dem vor dem Seniorenalter ein ähnlich Kunststück geglückt wäre.

Der TSV Heiligenrode darf sich also glücklich schätzen, die sympathische 22-Jährige in seinen Reihen zu wissen. Geht es nach Puls, dann dürfte sich daran in nächster Zeit auch nichts ändern: „In unserer Mannschaft stimmt das Klima, mein Freund Jan Mudroncek ist der neue Spitzenspieler des Heiligenroder Verbandsligateams, und ich komme mit allen aus dem Verein super zurecht. Es gibt für mich also keinen Grund, um über einen Wechsel nachzudenken.“

Nicht nur für den TSV Heiligenrode ist dieser Umstand ein Glücksfall, auch der Tischtenniskreis Diepholz wäre ohne Puls um eine echte Attraktion ärmer.

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