Nach zwei deftigen Niederlagen weiter Schlusslicht der Tischtennis-Regionalliga

Heiligenrode sieht kein Land

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Heiligenrodes Nele Puls blieb in zwei Partien ohne Einzelpunkt und muss mehr denn je um die Regionalliga bangen.

Heiligenrode - Tischtennis-Regionalligist TSV Heiligenrode droht der sofortige Widerabstieg: Stellte die 1:8-Klatsche gegen den übermächtigen Tabellenzweiten VfL Tegel für Heiligenrodes Damen noch keinen Beinbruch dar, so hätte man im Kellerduell beim SSV Neuhaus eigentlich zwingend punkten müssen. Tat das TSV-Quartett aber nicht, sondern kassierte durch das 3:8 bereits die siebte Pleite im siebten Saisonspiel.

TSV Heiligenrode - VfL Tegel 1:8: „Die Niederlage ist eindeutig zu hoch ausgefallen. Aber wenn man unten steht, fehlt einfach das nötige Quäntchen Glück“, seufzte Heiligenrodes Nummer zwei Denise Kleinert – und spielte dabei insbesondere auf den Auftritt von TSV-Spitzenspielerin Nele Puls an. Dreimal führte sie bereits mit 2:0-Sätzen, doch dreimal reichte ihr dieser Vorsprung nicht. Weder an der Seite von Doppelparnerin Melanie Schneider, noch in ihren Einzeln gegen Alina Jajeh und Sarah-Madeleine Schrödter. Eine ungewöhnliche Bilanz für den sonst so nervenstarken Youngster. So blieb es für Heiligenrode bei einem mickrigen Ehrenpünktchen, für das Melanie Schneider durch einen Dreisatztriumph über Lisa-Sophie Steinhäuser verantwortlich zeichnete.

SSV Neuhaus - TSV Heiligenrode 8:3: Auch wenn sich das Ergebnis nach einer sportlichen Hinrichtung anhört, ganz so eindeutig beherrschte Neuhaus keineswegs das Geschehen. Gerade zu Beginn hätte Heiligenrode auf 3:1 davon ziehen und sich so eine ausgezeichnete Ausgangsposition erarbeiten können. Denn: Puls/Schneider zwangen Schmidt/Maier in fünf Durchgängen in die Knie und Kleinert/Hubert führten gegen die Kleemiß-Schwestern schon mit 7:2 im Entscheidungssatz. Heiligenrodes Nummer eins Nele Puls in ihrem Einzel gegen Linda Kleemiß sogar bereits mit 9:4 im fünften Satz. Dumm nur für den TSV, das beide Partien noch über die Wupper gingen und so frühzeitig Ernüchterung bei Heiligenrode einkehrte. „Wenn man in der Regionalliga seine Chancen nicht nutzt, wird es sofort bestraft“, brachte es Heiligenrodes Nummer zwei Denise Kleinert treffend auf den Punkt.

In der Tat folgte die Bestrafung auf dem Fuß. Nur im unteren Paarkreuz gelang es noch dem routinierten TSV-Duo Melanie Schneider/Ricarda Hubert, gegen Marlene Kleemiß zu punkten, alle übrigen Partien entschied Neuhaus in zumeist souveräner Manier für sich und machte durch Julia Maier, die eine entnervte Puls regelrecht vom Tisch schoss, den Deckel drauf. Die Oberliga rückt für Heiligenrode näher.

drö

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